Diskutiert, aktuell: Vogelgrippe: Bis Mitte März bereits 1,4 Millionen Tiere gekeult +++ Digitale Transformation den Sonntag verändern +++ Commerzbank streicht weitere 1.700 Vollzeitstellen +++ Putzen sorgt für Wohlfühlatmosphäre

Titelbild Diskutiert, aktuell: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche. Foto: Peter Gaß
Titelbild Diskutiert, aktuell: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche. Foto: Peter Gaß

Die Bildredakteure recherchieren im Bestand nach Fotos, die zu Themen passen, die diskutiert werden. Oft werden zu einem Thema mehrere – auch ähnliche – Fotos vorgeschlagen. Die Entscheidung, mit welchem Foto ein Beitrag illustriert wird, erfolgt häufig in einem weiteren Arbeitsschritt. Die folgenen Fotos zeigen eine Auswahl der Fotos, die zu aktuell (im aktuellen Kalenderquartal) diskutierten Themen.

Fotos wurden insbes. zu den folgenden Themen recherchiert.

Agribusiness

Vogelgrippe: Bis Mitte März bereits 1,4 Millionen Tiere gekeult

Die Vogelgrippe nimmt in Deutschland dramatische Ausmaße an. Foto: Peter Gaß frg/noz. WIESBADEN/OSNABRÜCK. 1. April 2021 – Die Geflügelwirtschaft in Deutschland verzeichnet den schlimmsten bislang registrierten Ausbruch der Vogelgrippe. Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ), das Ausbruchsgeschehen sei deutlich intensiver als beim bislang stärksten Ausbruch in den Jahren 2016/2017: „Damals mussten rund 880.000 Tiere gekeult werden. Jetzt sind wir bereits bei 1,4 Millionen Tieren, davon allein eine Million in Niedersachsen.“ Besonders betroffen ist hier der Landkreis Cloppenburg, der am Montag, dem 22. März 2021 den Ausbruch in zwei weiteren Ställen mit jeweils mehreren Tausend Tieren meldete. Zudem teilten die Behörden in Nordrhein-Westfalen mit, dass im Kreis Paderborn ein Bestand von 30.000 Junghennen nach dem Ausbruch der Tierseuche getötet werden muss. Besonders betroffen sind vom Seuchenzug Betriebe mit Putenhaltung.

Nach Angaben von Verbandspräsident Ripke stellt sich für einige Brütereien in den Ausbruchsregionen mittlerweile die Frage, wie sie ihre Putenküken absetzen sollen. Ripke sagte der NOZ: „Bislang ist noch kein Küken getötet worden. Wir kommen jetzt aber in eine Phase, wo ich das nicht mehr ausschließen kann.“ Zum einen müssten viele Ställe nach behördlichen Wiederaufstallungsverboten leer bleiben. Zum anderen würden weitreichende Transportbeschränkungen gelten. „Den Brütereien wird dann nichts anderes übrig bleiben, als die Küken zu töten. Dabei es geht es um einige Tausend Tiere“, so Ripke. Das wären deutlich weniger als beim vorangegangenen Seuchenzug. Damals töteten Brütereien gut 550.000 Küken. Es werde mit den Behörden aber nach Alternativen gesucht, betonte der Verbandschef. Ripke sagte zudem, man müsse bei der Entwicklung von Impfstoffen vorankommen. „Wir müssen mehr Forschung in die Impfung stecken, Impfen ist besser als Töten.“ Er setze hier große Hoffnungen in neue Technologien, die bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe zum Einsatz gekommen seien.

01.04.2021; Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ); in: Pressemitteilung von Dienstag, dem 23.03.2021, mit dem Titel „Geflügelwirtschaft: Bundesweit bislang 1,4 Millionen Tiere wegen Vogelgrippe getötet“; https://www.presseportal.de/pm/58964/4870698
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.

Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Agribusiness diskutiert werden

  • Bestandsführung
  • Spargelernte
  • Feldroboter


Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (81), 30.12.2020 (9)

Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19

Das Coravirus wurde bereits seit dem 1. Quartal 2020 diskutiert. Die Bildredakteure haben für verschiedene Beiträge Fotos ausgewählt. Die Fachredakteure haben den Beitrag „Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19“ erstellt. Weitere Beiträge dazu finden sich in der Kategorie „Gesundheit“.

Fachbezeichnung

Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19. Foto: Peter Gaß Die Fachbezeichnung für das neue Coronavirus lautet SARS-CoV-2. Es stellt nach MERS und SARS die dritte durch Coronaviren (CoV) ausgelöste Epidemie im 21. Jahrhundert dar. Die aus SARS-CoV-2 resultierende Lungenkrankheit heißt COVID-19. COVID-19 ist die Abkürzung für den englischen Begriff coronavirus disease 2019; auf Deutsch: Coronavirus-Krankheit 2019. Klassifikation nach ICD-10: U07.1 – COVID-19, Virus nachgewiesen, U07.2 – COVID-19, Virus nicht nachgewiesen.

Handhygiene: Seife, Desinfektion

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich

  • begrenzt viruzid
  • wirksam gegen behüllte Viren
  • begrenzt viruzid PLUS
  • viruzid

zu nutzen.

Weitere Aspekte, die aktuell rund um SARS-CoV-2 diskutiert werden

  • Long-COVID. Langzeitfolgen
  • Seit März 2021 in Hessen: Personen der Gruppe 2 sollen sich kurzfristig um einen Impftermin bemühen.
  • Schnelltests
  • Selbsttests
  • Click an Meet
  • Gesundheitswesen
  • Homeoffice
  • ÖPNV
  • Politiker (Kommune, Land, Bund)
  • Soziale Distanz
  • Untersuchungen
  • Maskenpflicht
  • Digitale Sprechstunde
  • Impfungen
  • Gefälschte Impfstoffe


Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (6), 30.12.2020 (6)

Digitalisierung, Cybercrime

Weitere Aspekte, die aktuell zu Digitalisierung und Cybercrime diskutiert werden

  • Thema folgt


Fotos: Peter Gaß, Stand: 05.03.2021, 06.04.2021 (4), 30.12.2020 (4)

Energiewirtschaft

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Energiewirtschaft diskutiert werden

  • EEG 2021

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (6), 30.12.2020 (6)

Ernährungskompetenz

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Ernährungskompetenz diskutiert werden

  • Gesunde Ernährung

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (7), 30.12.2020 (7)

Finanzen

Commerzbank präsentiert Kandidaten für den Aufsichtsrat

Bei der Commerzbank gibt es viel Fluktuation im Aufsichtsrat. Foto: Peter Gaß frg/coba. WIESBADEN/FRANKFURT AM MAIN. 1. April 2021 – Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG hat am Donnerstag, dem 1. April 2021, beschlossen, den Aktionären auf der nächsten Hauptversammlung vier weitere neue Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

Die Kandidaten sind Daniela Mattheus, Caroline Seifert und Frank Westhoff. Mit dem Versand der Einladung zur Hauptversammlung wird noch ein vierter Kandidat der Anteilseigner vorgeschlagen werden, der aus formalen Gründen noch nicht benannt werden kann. Die ordentliche Hauptversammlung der Commerzbank wird voraussichtlich am Dienstag, dem 18. Mai 2021, als digitale Veranstaltung stattfinden.

Die Veränderungen im 20-köpfigen Aufsichtsrat der Bank sind erforderlich geworden, nachdem Andreas Schmitz am Mittwoch, dem 24. März 2021, sein Mandat niedergelegt hat und Tobias Guldimann, Rainer Hillebrand sowie Victoria Ossadnik ihr Mandat zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung niedergelegt haben. Wie bereits berichtet, hatte der Aufsichtsrat am Sonntag, dem 28. März 2021, beschlossen, Helmut Gottschalk zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen und anschließend zu seinem Vorsitzenden zu wählen. Gottschalk soll Nachfolger von Hans-Jörg Vetter werden, der sein Amt am Dienstag, dem 16. März 2021, aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte.

„Ich freue mich, dass wir sehr schnell eine so erfahrene und kompetente Reihe von Kandidaten für unseren Aufsichtsrat gewinnen konnten“, sagt Uwe Tschäge, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. „Ich danke dem gesamten Aufsichtsrat sowie allen scheidenden Mitgliedern für ihren Einsatz. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in der neuen Konstellation sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Daniela Mattheus ist Rechtsanwältin und Managing Partner des European Center for Board Efficiency (ECBE). Die ehemalige Partnerin von Ernst & Young ist Corporate-Governance-Expertin und hat viel Erfahrung in der Beratung von Aufsichts- und Beiräten.

Caroline Seifert ist Unternehmensberaterin für Transformation. Vor ihrer Selbständigkeit hatte die Marken & Design-Spezialistin in leitender Funktion für die Deutsche Telekom und das indische Mobilfunkunternehmen Jio gearbeitet.

Frank Westhoff ist ehemaliges Vorstandsmitglied der DZ Bank. Er gehörte dem Vorstand des genossenschaftlichen Spitzeninstituts von 2006 bis 2017 als Chief Risk Officer an. Zuvor war er u. a. mehr als ein Jahrzehnt für die Deutsche Bank tätig.
01.04.2021; Commerzbank Aktiengesellschaft; in: Pressemitteilung vom Freitag, 01.04.2021, mit dem Titel „Aufsichtsrat schlägt neue Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat vor “; https://www.commerzbank.de/de/hauptnavigation/presse/pressemitteilungen/archiv1/2021/2__quartal/presse_archiv_detail_21_02_95882.html
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.

Commerzbank streicht weitere 1.700 Vollzeitstellen

Die Stellenstreichungen bei der Commerzbank gehen weiter. Foto: Peter Gaß frg/coba. WIESBADEN/FRANKFURT AM MAIN. 1. April 2021 – Kostensenkungen heißt für die Commerzbank in erster Linie Personalabbau. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie 2024. Nach Aussagen der Commerzbank kommt diese auf dem Weg zu den angestrebten Kostensenkungen im Rahmen der Strategie 2024 gut voran. Die Bank verständigte sich mit dem Gesamtbetriebsrat auf ein Freiwilligenprogramm für den erforderlichen Stellenabbau. Insgesamt rund 1.700 Vollzeitstellen in der AG Inland sollen bis Ende 2021 über das Freiwilligenprogramm abgebaut werden.

„Das Freiwilligenprogramm ist ein wichtiger Schritt in Richtung des erforderlichen Stellenabbaus“, sagt Personalvorständin Sabine Schmittroth. „Wir stellen damit schnell Instrumente zur Verfügung, die bereits im kommenden Jahr die Kostenbasis senken.“

Im Rahmen des Programms werden berechtigten Mitarbeitern voraussichtlich ab Juli 2021 Aufhebungsvereinbarungen angeboten. Mitarbeiter, die das Freiwilligenprogramm nutzen, verlassen die Bank zum Jahresende 2021.

Im ersten Quartal 2021 wird die Bank Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt rund 470 Millionen Euro buchen. Ein Großteil resultiert aus dem Freiwilligenprogramm. Darüber hinaus werden Restrukturierungsaufwendungen insbesondere für den Umbau im Ausland sowie Immobilien gebucht. Insgesamt hatte die Bank im Rahmen der Strategie 2024 angekündigt, rund 1,8 Milliarden Euro für die Restrukturierung aufzuwenden. Inklusive der Rückstellungen für das Freiwilligenprogramm sind damit rund 1,4 Milliarden Euro bereits gebucht.
01.04.2021; Commerzbank Aktiengesellschaft; in: Pressemitteilung vom Freitag, 01.04.2021, mit dem Titel „Commerzbank geht nächste Schritte in der Restrukturierung“; https://www.commerzbank.de/de/hauptnavigation/presse/pressemitteilungen/archiv1/2021/2__quartal/presse_archiv_detail_21_02_95754.html
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Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (12), 03.05.2021 (15), 30.12.2020 (15)

Gesellschaft

Weitere Aspekte, die aktuell als gesellschaftliche Themen diskutiert werden

  • Kulturismus
  • Cancel Culture
  • Sexuelle Belästigung
  • Büroaffaire

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (5), 05.03.2021 (17), 30.12.2020 (17)

Gesundheit

127. Internistenkongress findet vollständig digital statt

Mit dem Schwerpunktthema „Von der Krise lernen“ findet vom 17. bis 20. April 2021 der 127. Internistenkongress erstmals vollständig digital statt.

Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Thema Gesundheit diskutiert werden

  • Schutzbrille für die Augen beim Sport
  • Digitale Sprechstunde

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (4), 05.03.2021 (3), 30.12.2020 (3)

Hauswirtschaft

Putzen sorgt für Wohlfühlatmosphäre

Man kann Putzen ohne mit den Händen in das schmutzige Wasser greifen zu müssen. Foto: Peter Gaß frg/lfh. WIESBADEN/NASSAU. 1. April 2021 – 66 Prozent der Deutschen putzen, um sich wohlzufühlen – das bestätigt eine Umfrage des Haushaltswarenherstellers Leifheit. Das Bewusstsein für Sauberkeit ist abermals gestiegen: 41 Prozent der Befragten gaben an, dass das Putzen mehr in den Alltag integriert wird, wenn sie mehr Zeit zuhause verbringen. Für 54 Prozent ist flexibles Arbeiten der Auslöser, die Wohnung häufiger und gründlicher zu reinigen als zuvor. Mehr als die Hälfte putzt täglich ihre eigenen vier Wände. Die klassische Rollenverteilung des Putzens hat sich dadurch jedoch nicht geändert: Das „Putz-Zepter“ in der Hand haben weiterhin die Frauen. Leifheit liefert Fakten zum Putzverhalten und Motivationshilfen.

Das Putzverhalten der Deutschen hängt von vielen Faktoren ab: Befinden sich Kinder oder Tiere im Haushalt, arbeitet man von zuhause aus und vom Geschlecht. Während 40 Prozent der Frauen täglich saubermachen, bevorzugt die Hälfte der Männer das Reinigen auf mehrere Tage in der Woche verteilt. In Haushalten mit Kindern wird täglich der Staubsauger genutzt, während bei kinderlosen Haushalten die Reinigung mehrmals in der Woche ausreicht. Auch Haustiere haben einen Einfluss auf das Putzverhalten der Deutschen: 39 Prozent der Haushalte mit Haustieren putzen öfter in der Woche als die ohne.

Mit Musik im Ohr steigt auch die Motivation: 76 Prozent hören neben dem Putzen Musik. Wer mehr Zeit hat, kümmert sich um Flächen, die schnell übersehen werden, wie Lichtschalter, Türklinken und Fenstergriffe. Dazu gehören auch Keller, Speicher, Garage, Gartenhaus etc.

Beliebte Tricks beim Putzen sind das Reinigen mit warmem Wasser, die Verwendung von Essig und Backpulver sowie Zitrone zum Entfernen von hartnäckigem Schmutz. Das warme Wasser ist angenehmer anzufassen als kaltes Wasser und löst besonders schnell Fettschmutz. Die Zitrone ist ein natürliches Putzmittel und ein wahrer Alleskönner. Die enthaltene Säure löst gezielt Fettablagerungen ohne chemische Hilfsmittel. Es gibt viele Hilfsmittel, die ein feuchtes Aufwischen ermöglichen, ohne dass man mit den Händen in das schmutzige Wasser greifen und den Putzlappen auswringen muss.
01.04.2021; Leifheit AG; in: Pressemitteilung von Mittoch, 10.06.2020, mit dem Titel „Umfrage gibt Einblick in das Putzverhalten der Deutschen während der Pandemie: Im Homeoffice wird mehr geputzt“; https://www.leifheit-group.com/articles/im-homeoffice-wird-mehr-geputzt/
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Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Thema Hauswirtschaft diskutiert werden

  • Thema folgt

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (39), 30.12.2020 (45)

Jahreszeit: Frühling

Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Thema Jahreszeit diskutiert werden

  • Thema folgt

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (16), 30.12.2020 (29)

Kirchenjahr

Digitale Transformation wird auch den Sonntag verändern

Der Sonntag ist ein Tag der Freiheit. Foto: Peter Gaß dbk. WIESBADEN/BONN. 1. April 2021 – In einem gemeinsamen Wort nehmen die christlichen Kirchen in Deutschland zu Sonntagsruhe Stellung.

Anlässlich des Jubiläums „1.700 Jahre freier Sonntag“ erinnern die christlichen Kirchen an den bleibenden Wert eines arbeitsfreien Sonntags und die Wichtigkeit seines Schutzes. Am 3. März 321 hatte der römische Kaiser Konstantin den Sonntag zum reichsweiten Feiertag erhoben. Gemeinsam erklären der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron:

Der Sonntag unterbricht den Alltag, gibt dem Leben Rhythmus, schafft individuelle Freiräume, verbindet Menschen und fördert das Gemeinwohl. Im Bewusstsein vieler Menschen ist der Sonntag daher als wichtiges und schützenswertes „Kulturgut“ tief verankert.

Wie sehr Menschen eine „Struktur der Zeit“ brauchen, haben uns die Erfahrungen der Corona-Pandemie einmal mehr ins Bewusstsein gerufen: Die sonntäglichen Besuche bei der Verwandtschaft oder Angehörigen im Pflegeheim konnten nicht stattfinden, die Fußballmannschaft der Tochter durfte nicht mehr spielen, Gottesdienstbesuche waren gar nicht oder nur unter strengen Auflagen möglich. Der Sonntag gibt eigentlich Gelegenheit zur gemeinsam frei gestalteten Zeit. So gut wie jeder von uns muss sich aber in der Pandemie von Gewohntem und Geschätztem, mitunter sogar Notwendigem, verabschieden. Zugleich verschwimmt mehr und mehr der für uns Menschen wichtige Rhythmus zwischen Arbeits- und Freizeiten durch Homeoffice, mobiles Arbeiten oder asynchrone Arbeitszeiten. Digitale Transformation wird nicht nur das Arbeiten verändern, sie wird auch den Sonntag verändern, das Miteinander, die Begegnungen, das gemeinsame Feiern, Leben – und womöglich uns selbst. Denn: Die Seele braucht die Unterbrechung des Alltags. Und der Sonntag ist so ein Tag zum Abschalten, im wörtlichen wie übertragenen Sinne.

1.700 Jahre Schutz des Sonntags. Inmitten der Pandemieerfahrungen unterbricht uns nun dieses Jubiläum, lässt uns innehalten, um den Wert des arbeitsfreien Sonntags zu würdigen:
Der Sonntag ist in Artikel 140 unseres Grundgesetzes als Tag „der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ gesetzlich geschützt. Der zweite Aspekt ist auch ein Hinweis auf die religiösen Wurzeln des Sonntags: Für Christen hat der Sonntag seine herausragende Bedeutung als Tag der Auferstehung Jesu Christi. Der sonntägliche Gottesdienst steht daher im Mittelpunkt des Lebens der Kirche. Die ersten staatlichen Maßnahmen zum Schutz dieses religiös motivierten Feiertags reichen weit zurück: Vor 1.700 Jahren verfügte der römische Kaiser Konstantin I. den dies solis (= Tag der Sonne) zum reichsweiten Feiertag und stellte ihn unter besonderen Schutz. Dieser 3. März 321 gilt als der erste Moment staatlicher Sonntagsschutzgesetzgebung.

Auch andere Religionen, wie zum Beispiel der Islam und das Judentum, kennen und feiern wöchentlich wiederkehrende Tage der Ruhe, Besinnung und Feier. Die christliche Tradition eines gemeinsamen, regelmäßig wiederkehrenden Ruhetags entstammt dem Schabbat des Judentums, mit dem wir als Christen so zentrale Texte wie die Schöpfungsgeschichte und die Zehn Gebote gemeinsam haben. In einem Jahr, in dem wir ebenfalls 1.700 Jahre Judentum in Deutschland feiern dürfen, wollen wir daran erinnern, dass neben vielen anderen Werten und Traditionen auch der Tag ohne Arbeit ein Geschenk der jüdisch-christlichen Tradition an alle Menschen ist. Unter den christlichen Denominationen feiert beispielsweise die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten den Schabbat.

Den Tag ohne Arbeit können allerdings nicht alle in Anspruch nehmen. Zahlreiche Menschen arbeiten, um die Grundversorgung für alle Menschen aufrechtzuerhalten und unaufschiebbaren Bedürfnissen zu begegnen. So sind in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, im Nahverkehr, an Tankstellen, in der Strom- oder Wasserversorgung, im Nachrichtenwesen und vielen anderen Bereichen zahlreiche Menschen trotz des Sonntags beschäftigt. Auch in Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen arbeiten Menschen für den Sonntagsgenuss anderer. Diese Tätigkeiten sind keine Selbstverständlichkeiten und sollten auch nicht als solche betrachtet werden. Menschen, die sich trotz des Sonntags oder für den Sonntag betätigen, verdienen unsere Wertschätzung und eine besondere Form der Vergütung oder des Dankes, wenn sie ihre Sonntagsruhe aufgeben, um sie anderen zu ermöglichen. Sonntagsarbeit ist allerdings keine reguläre Arbeit. Daher sollten Berufsgruppen, die sonntags arbeiten, eng umgrenzt werden, Ausnahmen nur zurückhaltend und auf das absolut Notwendigste beschränkt gewährt werden. Der Sonntag ist kein gewöhnlicher Tag und darf es auch nicht werden. Ohne Arbeit kann der Mensch nicht leben, sie ist notwendig. Doch ist der Mensch nicht für die Arbeit da, sondern umgekehrt. Das betont auch Papst Franziskus:
„Der arbeitsfreie Sonntag – mit Ausnahme der notwendigen Dienstleistungen – besagt, dass die Priorität nicht im wirtschaftlichen, sondern im menschlichen Bereich liegt, in der Unentgeltlichkeit, nicht in kommerziellen, sondern in familiären, freundschaftlichen Beziehungen, für die Gläubigen in der Beziehung zu Gott und zur Gemeinschaft. Vielleicht ist der Augenblick gekommen, uns zu fragen, ob die Sonntagsarbeit eine wahre Freiheit ist.“

Jedem von uns kommt die Aufgabe eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Zeit zu. Durch unser eigenes Tun und Lassen entscheiden wir Menschen darüber, welchen Wert und welche Qualität der Sonntag für uns hat. Wie der Staat aufgerufen ist, den arbeitsfreien Sonntag zu schützen und dessen Erosion zu verhindern, so sind wir alle aufgerufen, dafür zu sorgen, dass wir aufgrund des Strebens nach vermeintlicher Freiheit nicht unsere tatsächliche Freiheit aufgeben, die wir in der segensreichen Errungenschaft eines gemeinsamen arbeitsfreien Sonntags besitzen. Denn der Sonntag ist für den Menschen da. Und – wie es Albert Schweitzer formulierte – „wenn Deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie“.
04.04.2021; Deutsche Bischofskonferenz; in: Pressemitteilung Nr. 029 von Sonntag, 28.02.2021, mit dem Titel „Der Sonntag – ein Tag der Freiheit!“; https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/der-sonntag-ein-tag-der-freiheit
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.

Weitere Aspekte, die im aktuell rund um das Kirchenjahr diskutiert werden

  • Osterzeit
    Die Osterzeit beginnt am Ostersonntag, dem 4. April 2021.

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (13), 30.12.2020 (7)

Mobilität

Weitere Aspekte, die im aktuell rund um die Mobilität diskutiert werden

  • Elektromobilität

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (8), 30.12.2020 (8)

Politik

Superwahljahr 2021

Am 26. September 2021 ist Bundestagswahl. Foto: Peter Gaß frg/bwl. WIESBADEN/BERLIN. 4. Januar 2021 – Das Jahr 2021 ist – mal wieder – ein von den Medien sogenanntes Superwahljahr. Die CDU hat einen neuen Bundesvorsitzenden. Es findet eine Bundestagswahl statt. In sechs Bundesländern finden Landtagswahlen statt. In Hessen sind Kommunalwahlen. Der Bundeswahlleiter hat folgende Wahltermine veröffentlicht:

Datum Land Art Turnus
14.03. Hessen Kommunalwahl 5 Jahre
14.03. Baden-Württemberg Landtagswahl 5 Jahre
14.03. Rheinland-Pfalz Landtagswahl 5 Jahre
06.06 Sachsen-Anhalt Landtagswahl 5 Jahre
12.09 Niedersachsen Kommunalwahl 5 Jahre
26.09 Alle Bundesländer Bundestagswahl 4 Jahre
26.09 Berlin Wahl zum Abgeordnetenhaus 5 Jahre
26.09 Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahl 5 Jahre
26.09. Thüringen vorgezogene Landtagswahl 5 Jahre

30.12.2020, 05.03.2021; Bundeswahlleiter; in: Künftige Wahltermine in Deutschland; https://www.bundeswahlleiter.de/service/wahltermine.html

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Politik diskutiert werden

  • CDU-Kanzlerkandidat. Die CDU will ihren Kanzlerkandidaten zwischen Ostern 2021 und Pfingsten 2021 benennen.
  • Grüner Kanzlerkandidat. Bündnis 90 / Die Grünen wollen ihren Kanzlerkandidaten zwischen Ostern 2021 und Pfingsten 2021 benennen. Sie halten das Thema seit Monaten am köcheln und dringen damit immer wieder in die Medien und somit in die Öffentlichkeit. Mittlerweile haben sie bekanntgegeben, dass sie die Entscheidung am Montag, dem 19. April 2021, veröffentlichen werden.

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (10), 30.12.2020 (21)

Sport

Weitere Aspekte, die aktuell rund um den Sport diskutiert werden

  • Sport im Freien
  • Sport in der Wohnung
  • Lockern des Nackens
  • Europameisterschaften
  • Weltmeisterschaften
  • Olympische Spiele

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (39)

Umwelt-, Klimaschutz

Weitere Aspekte, die aktuell rund um den Umwelt-, Klimaschutz diskutiert werden

  • Rücknahme von Elektroschrott
  • Mehr Insekten in Privatgärten und im öffentlichen Grün

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (6), 30.12.2020 (7)

Wirtschaft

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Wirtschaft diskutiert werden

  • Neues Insolvenzrecht
  • Lieferkettengesetz

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (11), 05.03.2021 (7), 30.12.2020 (2)