Diskutiert, aktuell: +++ MVV will mit grüner Wärme klimapositiv werden +++ Der Verbraucher zahlt freiwillig den 2.500fachen Preis +++ Biologische Beizen für Zuckerrüben +++ Nur 16 % mögen Piercings +++ heizen ziellos +++ Kalter Krieg zwischen China und USA +++ ifo präsentiert Reform-Ideen für Steuern und Zuschüssen +++

Titelbild Diskutiert, aktuell: Christian Lindner (FDP) in Sondierungs- und Koalitionsgesprächen. Foto: Peter Gaß.
Titelbild Diskutiert, aktuell: Christian Lindner (FDP) in Sondierungs- und Koalitionsgesprächen. Foto: Peter Gaß.

Die Bildredakteure recherchieren im Bestand nach Fotos, die zu Themen passen, die diskutiert werden. Oft werden zu einem Thema mehrere – auch ähnliche – Fotos vorgeschlagen. Die Entscheidung, mit welchem Foto ein Beitrag illustriert wird, erfolgt häufig in einem weiteren Arbeitsschritt. Die folgenen Fotos zeigen eine Auswahl der Fotos, die zu aktuell (im aktuellen Kalenderquartal) diskutierten Themen.

Fotos wurden insbesondere zu den folgenden Themen recherchiert.

Agribusiness

Biologische Saatgutbeizen für Zuckerrüben

Biologische Saatgutbeizen: KWS bringt Produkt zur Marktreife Foto: Peter Gaß frg/kws. WIESBADEN/EINBECK. 1. Oktober 2021 – Bereits seit Jahren treibt KWS die Weiterentwicklung von Biologicals voran. Mit Hilfe eines Stabilisierungsverfahrens können nun wertvolle Mikroorganismen für lange Zeit haltbar gemacht und dauerhaft am Saatgut verschiedener Kulturarten angebracht werden – ein Novum in der Branche. Nach intensiver Entwicklungsarbeit mit dem Biotechnologie-Unternehmen Evologic Technologies bietet KWS ein erstes Produkt auf Basis stabilisierter Bakterien an.

Biologicals sind Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze oder Substanzen natürlichen Ursprungs. Sie unterstützen, stärken und schützen die Ackerkulturen. Nicht alle nützlichen Mikroorganismen können in der Saatgutbeizung verwendet werden, da sie möglicherweise zu empfindlich sind, um den Beizprozess oder eine längere Lagerung zu überstehen. Die empfindlichen Mikroorganismen müssen bisher optional in einem zusätzlichen Arbeitsschritt unmittelbar vor der Aussaat appliziert werden.

Um das Portfolio der Saatgutbehandlung auf diese Mikroorganismen zu erweitern und Landwirten zusätzliche Optionen in der biologischen Saatgutbeizung anzubieten, hat KWS gemeinsam mit der Technischen Universität Graz erfolgreich an der Stabilisierung dieser Biologicals geforscht. Dabei wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem die Bakterien zunächst in mikroskopisch feine Kapseln eingebettet und dann in dieser konservierenden Formulierung auf das Saatgut aufgebracht werden. Durch das Aufbringen wertvoller Biologicals als Teil der Beizung wird der Keimling gleich zu Beginn in seiner Entwicklung effizient unterstützt.

Dem KWS Partner Evologic Technologies, einem Spin-off der TU Wien, ist es gelungen, das Verfahren in einen industriellen Produktionsprozess zu übersetzen und abgestimmt auf die Anforderungen kommerzieller Saatgutproduktion zu skalieren. Der erste Erfolg dieser Zusammenarbeit ist ein Pflanzenhilfsmittel für Zuckerrüben, dessen Markteinführung 2022 startet. „Für manche der Verfahrensschritte mussten technische Lösungen konzipiert und für die Produktion implementiert werden. Die Umsetzung des Prozesses war eine echte verfahrenstechnische Herausforderung“, so Dr. Wieland Reichelt, der CEO von Evologic Technologies.

Bei diesem Produkt handelt es sich um eine Kombination aus sechs spezifisch für die Zuckerrübe selektierten Bakterienstämmen, welche die Jugendpflanzenentwicklung und das Ertragspotenzial von Zuckerrüben unter Stressbedingungen, wie zum Beispiel Trockenheit oder Kälte, unterstützen. Sorten mit dieser neuen Technologie werden zur Aussaat 2022 in ersten europäischen Ländern zur Verfügung stehen. „Nach intensiver, gemeinschaftlicher Entwicklungsarbeit können wir Landwirten nun erstmalig ein spezifisches Biological für Zuckerrüben als Saatgutbeize anbieten“, ergänzt Jörg Philipps, Leiter der KWS Business Unit Zuckerrübe.

Die Rohstoffe zur Mikroverkapselung der Biologicals sind pflanzenbasiert. Damit bietet das Verfahren Lösungen für den konventionellen und den ökologischen Landbau. Dr. Nora Temme, Manager Biologicals bei KWS, erläutert: „Mit diesem neuen Verfahren sind wir Vorreiter. Biologicals bieten nachhaltige Vorteile für die Bodengesundheit und die Ertragssicherung und sind Teil der Lösungen für einen integrierten Pflanzenschutz. Aktuell entwickeln wir bereits weitere Produkte für KWS Kulturen, wie Roggen oder Raps, basierend auf dieser Technologie und werden diese als Saatgutbehandlung im KWS INITIO Programm anbieten.“

07.10.2021; KWS SAAT SE & Co. KGaA; in: Pressemitteilung von Donnerstag, dem 30.09.2021, mit dem Titel „Stabile biologische Saatgutbeizen: KWS bringt erstes Produkt zur Marktreife“;
https://www.kws.com/de/de/media-innovation/presse/press-corner/stabile-biologische-saatgutbeizen-kws-bringt-erstes-produkt-zur-marktreife/
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.

Saatgutbehandlung
Das sagt KWS über Saatgutbehandlung: Um das empfindliche Saatgut direkt nach der Aussaat zum Beispiel vor Auflaufkrankheiten und Schädlingen zu schützen und es in der Entwicklung zu stärken, wird das Saatgut mit Beizmitteln umhüllt. Diese können neben beispielsweise synthetischen Pflanzenschutzmitteln auch sogenannte Biologicals enthalten. Biologicals bestehen aus Mikroorganismen oder Substanzen natürlichen Ursprungs (bspw. Pflanzenextrakte), die vielfältige Funktionen übernehmen: Sie können die Wurzel- und Triebkraft der Pflanzen fördern, sie gegen äußere Stressfaktoren stärken, zur besseren Fixierung von Stickstoff beitragen oder als biologischer Pflanzenschutz wirken. Damit leisten Biologicals einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von synthetischem Pflanzenschutz und Düngemitteln bei gleichzeitiger Sicherung der Ertragsleistung.

KWS
Das sagt KWS über sich selbst: KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. Mehr als 5.700 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz von 1,3 Milliarden. Euro. Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps-, Sonnenblumen- und Gemüsesaatgut. KWS setzt modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um die Erträge der Landwirte zu steigern sowie die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern. Um dieses Ziel zu realisieren, investierte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 200 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Alle Angaben sind ohne die Anteile der at equity bilanzierten Gesellschaften AGRELIANT GENETICS LLC, AGRELIANT GENETICS INC. und KENFENG – KWS SEEDS CO., LTD.

Evologic Technologies
Das sagt KWS über Evologic Technologies: Evologic entwickelt und realisiert als Auftragsunternehmen biotechnologische Herstellungsprozesse für schwierig herzustellende mikrobielle Produkte. Die wissenschaftliche Expertise in Kombination mit den proprietären Herstellungs- und Formulierungstechnologien ermöglicht es Kunden auch die schwierigsten Organismen zuverlässig zu liefern. Evologics Kunden nutzen die Dienstleistungen des Unternehmens für die schnelle Umsetzung, sowie die Produktion von hochkonzentrierten, kontaminationsfreien und stabilen Produkten.

Foto: Peter Gaß

Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Agribusiness diskutiert werden

  • Herbstbestellung
  • Zuckerrübenernte
  • Zuckerrübenlogistik
  • Feldhygiene
  • Weidehaltung


Fotos: Peter Gaß, Stand: 10.07.2021 (76), 06.04.2021 (81), 30.12.2020 (9)

Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19

Das Coravirus wurde bereits seit dem 1. Quartal 2020 diskutiert. Die Bildredakteure haben für verschiedene Beiträge Fotos ausgewählt. Die Fachredakteure haben den Beitrag „Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19“ erstellt. Weitere Beiträge dazu finden sich in der Kategorie „Gesundheit“.

Fachbezeichnung

Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19. Foto: Peter Gaß Die Fachbezeichnung für das neue Coronavirus lautet SARS-CoV-2. Es stellt nach MERS und SARS die dritte durch Coronaviren (CoV) ausgelöste Epidemie im 21. Jahrhundert dar. Die aus SARS-CoV-2 resultierende Lungenkrankheit heißt COVID-19. COVID-19 ist die Abkürzung für den englischen Begriff coronavirus disease 2019; auf Deutsch: Coronavirus-Krankheit 2019. Klassifikation nach ICD-10: U07.1 – COVID-19, Virus nachgewiesen, U07.2 – COVID-19, Virus nicht nachgewiesen.

Handhygiene: Seife, Desinfektion

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich

  • begrenzt viruzid
  • wirksam gegen behüllte Viren
  • begrenzt viruzid PLUS
  • viruzid

zu nutzen.

Weitere Aspekte, die aktuell rund um SARS-CoV-2 diskutiert werden

  • Long-COVID. Langzeitfolgen
  • Gesundheitswesen
  • Delta-Variante
  • Homeoffice
  • Auslaufenlassen der so genannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite
  • Schließung der Testzentren
  • Politiker (Kommune, Land, Bund)


Fotos: Peter Gaß, Stand: 30.06.2021 (6), Stand: 06.04.2021 (6), 30.12.2020 (6)

Digitalisierung, Cybercrime

Mangelndes Sicherheitsbewusstsein beim Surfen

Viele unterschätzen die Gefahren des Internets. Foto: Peter Gaß frg/bsi. WIESBADEN/BONN/STUTTGART. 5. Oktober 2021 – Updates nerven. Nicht nur, dass sie Zeit kosten, sondern nach dem Update von einem Programm funktionieren oft viele andere Programme nicht mehr. Mit automatischen Updates kann man also automatisch das digitale Endgerät lahmlegen. Dazu gehören PC, Notebook, Tablet-PC, Smartphone, Smart-TV, smarte Haushaltsgeräte, PKW. Kein Wunder also, dass viele Menschen die automatischen Updates ausgeschaltet haben.

Im dritten Jahr der verbraucherbezogenen Erhebung zu Cyber-Kriminalität und Cyber-Sicherheit gibt immer noch jeder Vierte (25 Prozent) an, bereits Opfer von Kriminalität im Internet geworden zu sein. Insbesondere junge Menschen zwischen 19 und 29 Jahren unterschätzen die Gefahr und sind am häufigsten betroffen (fast jeder Dritte). Fremdzugriffe auf einen Online-Account (31 Prozent), der Download von Schadsoftware (28 Prozent) und Phishing (25 Prozent) liegen dabei vorne. Das ergab das „Digitalbarometer 2021“ des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).

Obwohl die Befragten im Durchschnitt angaben, drei bis vier Maßnahmen zur Prävention von Gefahren im Internet zu nutzen – ein Plus zum Vorjahr – vernachlässigt ein Großteil einfache Maßnahmen wie automatische Updates. Jedes zehnte Opfer meldete zudem einen finanziellen Schaden (i. d. R. zwischen 20 und 2.000 Euro). Entgegen dem allgemeinen Trend zu mehr Online-Käufen gehen laut Digitalbarometer 2021 die Betrugszahlen beim Online-Shopping bereits das dritte Jahr in Folge zurück: 2019 waren es 36 Prozent, 2020 waren es 32 Prozent) und 2021 waren es 19 Prozent.

Durch Kriminalität im Internet ist der Mehrheit der Betroffenen mindestens ein Schaden entstanden: 27 Prozent haben wichtige Daten verloren, 11 Prozent erlitten einen tatsächlichen finanziellen Schaden. Daneben spielten auch der zeitliche Schaden, der Vertrauensverlust in entsprechende Online-Dienste und die Rufschädigung eine Rolle.

„Erfahrungen mit Straftaten im Internet haben die gleichen Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen wie andere Formen von Kriminalität: Wer einmal Opfer wurde, fühlt sich unsicherer. Das bestätigt auch knapp die Hälfte der Befragten. Aber auch solche, die bislang nicht Opfer von Cyber-Kriminalität wurden, haben Angst und fürchten vor allem einen finanziellen Schaden“, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Sie betont: „Wir nehmen die Ergebnisse des Digitalbarometers ernst und werden daher weiterhin konsequent über Kriminalität im Internet und über Schutzmöglichkeiten aufklären.“

„Im dritten Jahr der Erhebung sehen wir: Es macht einen Unterschied, digitale Sicherheit immer wieder in den Fokus der Menschen zu rücken. Die Befragten kennen mehr Maßnahmen, um sich zu schützen und setzen diese um. Ganz besonders erfreulich: Die Zahl der Befragten, die sichere Passwörter nutzen, steigt kontinuierlich auf mehr als die Hälfte. Trotzdem hält sich hartnäckig das Vorurteil: IT-Sicherheit ist kompliziert. Obwohl zwei Drittel der Befragten die gängigen Empfehlungen kennen, setzen nur 12 Prozent sie vollständig um. Diejenigen, die sie umsetzen, geben zu 89 Prozent an, dass es leichter war, als gedacht. Leider schalten auch immer noch wenige Menschen automatische Updates z. B. auf ihren Handys frei, um gefährliche Sicherheitslücken zu schließen. Das ist so sinnvoll, wie die Hintertür abzuschließen und die Vordertür sperrangelweit aufzulassen. Wir brauchen eine Routine im Alltag, mit der wir unser digitales Zuhause absichern. So wie jeder seine Türen schließt, wenn er das Haus verlässt, müssen die digitalen Türen mit einfachen Schutzmaßnahmen geschlossen werden. Die bundesweite Kampagne #einfachaBSIchern zeigt, wie es geht“, so BSI-Vize-Präsident Dr. Gerhard Schabhüser.


Digitalbarometer 2021
Das sagt das BSI zum Digitalbarometer 2021: Das BSI und die Polizeiliche Kriminalprävention kooperieren, um Bürger umfassend über Schutzmöglichkeiten und Risiken im Internet aufzuklären. Mit der gemeinsamen repräsentativen Online-Befragung werden der aktuelle Kenntnisstand der Bevölkerung zum Thema IT-Sicherheit und Cyber-Kriminalität erhoben, Trends und Bedarfe ermittelt. Das Digitalbarometer 2021 wurde vom 27. April 2021 bis 20. Mai 2021 durchgeführt. Insgesamt wurden 2.025 Personen zwischen 14 und 69 Jahren bundesweit befragt.

Profil ProPK
Das sagt das BSI über ProPK: Wir wollen, dass Sie sicher leben – deswegen kümmern wir uns als Polizei neben der Strafverfolgung auch um die Vorbeugung von Kriminalität. In einem Bund-Länder-finanzierten Programm, dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), entwickeln wir Konzepte, Medien und Initiativen, die über Kriminalität aufklären und Schutzempfehlungen vermitteln. Wir betreiben Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, kooperieren mit anderen Einrichtungen und arbeiten mit externen Fachleuten zusammen. Immer mit dem Ziel: Wir wollen alle Menschen mit unseren Empfehlungen erreichen.

07.10.2021; Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI); in: Pressemitteilung, von Mittwoch, 29.09.2021, mit dem Titel „Digitalbarometer 2021: Dauer-Surfen ohne Sicherheit“; https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2021/210929_Digitalbarometer.html
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.
Foto: Peter Gaß;

Weitere Aspekte, die aktuell zu Digitalisierung und Cybercrime diskutiert werden

  • IT-Sicherheit im Homeoffice
  • Ransom-Angriffe auf Unternehmen


Fotos: Peter Gaß, Stand: 10.07.2021 (2), 06.04.2021 (4), 30.12.2020 (4)

Energiewirtschaft

MVV will mit grüner Wärme klimapositiv werden

Müller (MVV) betont die Wichtigkeit der Wärmewende. Foto: Peter Gaß frg/mvv. WIESBADEN/MANNHEIM. 11. Oktober 2021 – Die Mannheimer MVV Energie AG will das Energieunternehmen bis zum Jahr 2030 eine CO2-Reduktion von mindestens 80 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018 erreichen. „Und wir gehen noch weiter: Bis zum Jahr 2040 wollen wir nicht nur klimaneutral werden – nach dem Jahr 2040 wird unsere Zukunft sogar ‚klimapositiv‘. Wir werden also der Atmosphäre wieder Treibhausgase entziehen“, betonte Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV bei einer Pressekonferenz am Montag, dem 11. Oktober 2021.

Wärmewende als wichtigster Schlüssel

Seit vielen Jahren betont Müller die Wichtigkeit der Wärmewende. Um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen, ist diese ein entscheidender Faktor. „Mannheimer Modell“ nennt die MVV diesen Weg. „Die Wärmewende ist der vielleicht wichtigste Schlüssel für die Erreichung der Klimaneutralität von MVV.“, sagte Dr. Müller und ergänzte: „MVV wird deutlich schneller, nämlich bereits in der jetzt laufenden Dekade, den eigenen Fernwärmebereich in Mannheim und der Region klimaneutral stellen.“ Die Aktivitäten bei der Stromwende und dem damit verbundenen Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Unterstützung seiner Kunden bei deren Dekarbonisierung laufen weiter.

Energiewirtschaft großer CO2Emittent

MVV betrachtet die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft als eine Schlüsselaufgabe, bei der die Energiewirtschaft als einer der großen Emittenten intensiv gefordert sei, so Müller: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien, Elektromobilität, die Wärmewende, Smart Cities: All das geht nur mit Energie und nur durch den Einsatz klimafreundlicher Technologien.“

Diesem Grundsatz folgten auch die Zehn-Jahres-Ziele bis zum Jahr 2026, die sich das Unternehmen im Jahr 2016 gesetzt hatte – im Einzelnen die Verdopplung des Portfolios an eigener erneuerbarer Erzeugungskapazität bis zum Jahr 2026, die Installation von 10.000 Megawatt an Erzeugungsleistung auf Basis regenerativer Energien, die Schaffung einer klimaneutralen Verwaltung sowie die Einsparung von einer Million Tonnen Netto-CO2-Emissionen bis zum Jahr 2026. „Das Ziel, eine Million Tonnen CO2-Emissionen netto einzusparen, haben wir bereits im Jahr 2021 erreicht – also fünf Jahre vor der ursprünglichen Frist“, verkündete der Vorstandsvorsitzende.

Warmwasser und Wärme führen zu gewaltigen CO2-Emissionen

MVV ist nach eignen Angaben das drittgrößte deutsche Fernwärmeunternehmen. Die MVV-Gruppe versorgt Mannheim sowie Teile der Metropolregion Rhein-Neckar mit Fernwärme. Durch seine Tochterunternehmen liefert es auch Fernwärme in Kiel und in Offenbach. Bundesweit stammen derzeit gut ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen aus den Bereichen Warmwasser und Wärme in Gebäuden. MVV macht ihre Fernwärme Schritt für Schritt grün und stellt spätestens bis zum Jahr 2030 den Fernwärmebereich in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar vollständig auf grüne Energiequellen um.

„Wir stehen vor der Zukunftsaufgabe, die Fernwärme zum zweiten Mal neu zu erfinden“, erläuterte Dr. Müller. „Hierbei setzen wir als MVV auf das breiteste aller grünen Strom- und Wärme-Portfolios deutscher Energieunternehmen: die Nutzung der Abwärme aus Abfallbehandlung und Biomasse, die Klärschlammverwertung, die Nutzung regenerativer Energien wie Biomethan, von Flusswärmepumpen und von neuen Möglichkeiten im Bereich der Geothermie und industrieller Abwärme.“

Pariser Klimaschutzabkommen und Kohleausstieg erzeugen Handlungsdruck

Um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen und den politisch beschlossenen Kohleausstieg zu vollziehen, muss auch MVV handeln. Die Emissionen aus konventionellen Erzeugungspositionen werden sukzessive auf null gesetzt. Und das Ausbautempo für erneuerbare Energie zur Erzeugung von Strom und grüner Wärme hält MVV weiter hoch. Die Stromerzeugung auf Basis regenerativer Energien wird bis zum Jahr 2026 – wie schon zwischen den Jahren 2010 und 2016 – noch einmal verdoppelt.

„Mannheimer Modell”: Ab 2040 will MVV klimapositiv sein

„Deutschland will bis zum Jahr 2045 klimaneutral sein, MVV schon im Jahr 2040. Dort endet unser Mannheimer Weg aber nicht. Stattdessen gehen wir noch weiter. Wir blicken über das Jahr 2040 hinaus und wollen dann sogar klimapositiv werden“, erklärte Dr. Müller. Deshalb wird MVV ihre Abfallbehandlungsanlagen langfristig durch CO2-Abscheidung dekarbonisieren und damit zu CO2-Senken weiterentwickeln.

Für seine Ziele in Sachen Klimaschutz nutze MVV alle verfügbaren grünen Zukunftstechnologien und Optionen, so der MVV-Chef: „Unseren Weg in eine klimapositive Zukunft nennen wir bei MVV das ‚Mannheimer Modell‘. Ein Modell, das beispielhaft werden wird für viele Städte und Kommunen in Deutschland und Europa und mit dem wir eines der ersten ‚klimapositiven‘ Energieunternehmen werden wollen.“
22.10.2021; MVV Energie AG; in: Pressemitteilung, von Montag, 11.10.2021, mit dem Titel „MVV startet mit ‚Mannheimer Modell‘ in eine klimapositive Zukunft“; https://www.mvv.de/journalisten/pressemitteilungen/detail/mvv-startet-mit-mannheimer-modell-in-eine-klimapositive-zukunft
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Foto: MVV Energie AG, Mannheim

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Energiewirtschaft diskutiert werden

  • Grüner Wasserstoff

Fotos: Peter Gaß, Stand: 10.07.2021 (5), 06.04.2021 (6), 30.12.2020 (6)

Ernährungskompetenz

Neue Überschrift

Snackification sollte keine ruhigen Mahlzeiten ersetzen. Foto: Peter Gaß frg/pen. WIESBADEN/BERLIN. 19. Juli 2021 – Wir alle können es jeden Tag beobachten: In der Kindertagesstätte oder in der Schule wird auf gesunde Ernährung geachtet. Der Verzehr von mitgebrachten zuckerhaltigen und fetten Speisen ist verboten. Zuckerhaltige Erfrischungsgetränke sind nicht erlaubt. Wenn die Eltern – meist Mütter – die Kinder abholen haben sie zur Belohnung einen Schokoriegel, ein Kaffeestückchen oder eine Portion Kartoffelchips dabei. Oder sie gehen schnurstracks in die nächste Bäckerei und versorgen den Nachwuchs mit Junk-Food. Dabei ist seit Jahrzehnten bekannt, wie ungesund solche Ernährungsweisen sind.

Was kann man dagegen tun? Wo steht Deutschland bei der Schaffung gesunder und nachhaltiger Ernährungsumfelder? Was sind die prioritären Handlungsoptionen für die Politik, um gesunde und nachhaltige Ernährungsumgebungen zu schaffen? Diese Fragestellungen haben Wissenschaftler der Ludwigs-Maximilians-Universität München (LMU München) und des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) zusammen mit 55 Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in einem Forschungsprojekt untersucht. Die Ergebnisse des Food Environment Policy Index 2021 für Deutschland wurden am Dienstag, dem 19. Oktober 2021, im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Feindbild Lebensmittelindustrie

Es wurde ein konkreter Maßnahmenkatalog erarbeitet. Die Maßnahmen wurden priorisiert. Dabei wird ein klares Feindbild deutlich: Die Lebensmittelindustrie. Es ist unbestritten, dass hochverarbeitete Lebensmittel weniger gesund sind, als frisch zubereitete Speisen. Doch deshalb ein komplettes Werbeverbot für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche – insbesondere in den sogenannten sozialen Netzwerken – zu fordern, attestiert den Autoren der Empfehlungen nicht, dass sie das Bild eines aufgeklärten und verantwortungsvollen Verbrauchers vor sich haben. An vielen Stellen wird gerne die Macht des Verbrauchers ins Feld geführt. Bei dem Thema Ernährung scheint er machtlos.

Statt Werbung für ungesunde Lebensmittel soll der Staat vollständig für die gesunde Ernährung in Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen etc. aufkommen. Das könnte nach Ansicht der Autoren durch eine gesunde Mehrwertsteuer finanziert werden. Dabei sollen gesunde Lebensmittel steuerfrei sein und ungesunde höher als bisher versteuert werden.

Der Verbraucher zahlt freiwillig den 2.500fachen Preis

Doch am Preis für ungesunde Lebensmittel kann es nicht liegen. Schauen Sie sich mal an, wie viel eine 0,125 Liter Dose Energy-Drink kostet – beispielsweise im Gegensatz zu einem Liter Leitungswasser. Der Vergleich – umgerechnet auf einen Liter – sieht so aus: Energydrink ca. 5,00 Euro (Angaben von REWE Wiesbaden, 19. Oktober 2021). Leitungswasser weniger als 0,002 Euro (Angaben der Stadtwerke Kiel, 20. März 2020). Wenn es also um das Löschen von Durst ginge, müsste die Frage erlaubt sein, warum Heerschaaren von Menschen – insbesondere junge Menschen – freiwillig den 2.500 fachen Preis zahlen.

Oder vergleichen Sie den Preis von einer Tüte Chips mit dem Preis von fünf Kilogramm Kartoffeln. Wie lange wird eine Person von einer Tüte Chips gesättig? Einige Stunden? Wie lange kann eine Person von fünf Kilogramm Kartoffeln satt werden? Für das Geld, das viele Jugendliche für zwei Tüten Chips auf die Ladentheke legen, bekommt man im Hofladen fünf Kilogramm deutsche Kartoffeln.

Und stellen Sie sich mal 15 Minuten an eine Kasse am Supermarkt und schauen Sie, welche Speisen und Getränke vom Verbraucher bevorzugt werden. Frisches Obst und Gemüse scheint es nicht zu sein. Denn das Angebot in vielen Lebensmittelmärkten ist sehr eingeschränkt. Ein Ergebnis von Angebot und Nachfrage?

Die Lebensmittelindustrie betont, dass sie die freiwillige Selbstverpflichtung zum Thema Werbung erst zum 1. Juni 2021 verschärft hat.

Wo sind die gesunden Esser?

Und da wir gerade bei der Beobachtung sind: Schauen Sie sich mal die Zeitungen, Zeitschriften und elektronischen Medien an. Man hat den Eindruck, 98 Prozent der Deutschen legen auf eine gesunde Ernährung Wert, haben ihren Wohlgefallen am frischen Zubereiten von Gemüse, achten auf die Lebensmittelzusätze und bevorzugen Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte vornehmlich aus regionalem Anbau. Und in Umfragen wird auch immer wieder dieses Bild vermittelt. Die Wahrheit spielt sich an der Ladenkasse ab.

Das sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) zu dem Thema

Sich gesund und ausgewogen zu ernähren – laut Umfragen wollen das fast alle Menschen in Deutschland. Jedoch gelingt dies vielen offensichtlich nicht: Noch immer nimmt die Zahl der stark Übergewichtigen und an Diabetes Typ 2 Erkrankten stetig zu. Hinzu kommt, dass die durch Fehlernährung verursachten Gesundheitskosten inzwischen auf 17 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt werden. Dass die Trendwende ausbleibt, ist auch auf ungünstige gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen zurückzuführen, wie eine Erhebung des Policy Evaluation Networks (PEN) nun nahelegt. Der am Dienstag, dem 19. Oktober 2021, von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU München) vorgestellte Bericht sieht viel Raum für Verbesserung und unterbreitet Vorschläge, wie eine gesunde Ernährungsweise erleichtert und gefördert werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) schließt sich den im Bericht genannten Maßnahmen ausdrücklich an und erneuert damit Forderungen, die sie in der Vergangenheit bereits gestellt hat.

Weg mit der „Quengelmeile“

Die mit Süßigkeiten gepflasterte „Quengelmeile“ vor der Supermarktkasse, omnipräsente Werbung für Schokoriegel oder Softdrinks und die noch immer unübersichtlichen und für Laien schwer verständlichen Nährstoffangaben auf
Lebensmittelverpackungen – selbst wer sich gesund ernähren möchte, scheitert oft an einer Ernährungsumgebung, die mit Verlockungen einerseits und Hürden andererseits gespickt ist. Wie die Politik hier regulierend eingreifen kann und wie effektiv bereits ergriffene Maßnahmen sind, untersucht das PEN in verschiedenen europäischen Ländern. Der Bericht für Deutschland liegt nun vor und konstatiert einen dringenden Reformbedarf.

Negativ: Preisgestaltung, Angebot, Marketing

Besonders schlecht schneiden dabei die Bereiche Lebensmittelpreisgestaltung, Lebensmittelangebot in Einzelhandel und Gastronomie sowie Lebensmittelmarketing ab. „Untersuchungen wie diese sind sehr wichtig und die Ergebnisse überraschen uns leider nicht“, sagt Professor Dr. oec. troph. Dr. med. Anja Bosy-Westphal, Leiterin der Abteilung Humanernährung an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel und Präsidentin der DGEM. Schon in der Vergangenheit habe die DGEM darauf hingewiesen, dass Hürden auf dem Weg zu einer gesunden – und zugleich nachhaltigen – Ernährung abgebaut werden müssten.

Klimaschutz auf dem Teller

„Besonders vorteilhaft für Klima und Gesundheit ist es, rotes und verarbeitetes Fleisch durch gesunde pflanzliche Lebensmittel zu ersetzen“, sagt Professor Dr. med. Diana Rubin, Leiterin des Zentrums für Ernährungsmedizin Vivantes Region Nord in Berlin und Schatzmeisterin der DGEM. „Das Problem ist, dass unsere Ernährungsumfelder es uns schwer machen, uns ausgewogen zu ernähren. Denn sie sind geprägt von einer allgegenwärtigen Verfügbarkeit von wenig gesunden Lebensmitteln, die geschickt beworben und attraktiv präsentiert werden“, ergänzt die Expertin.

Billige „Stoffwechselkiller“

Neben der Zugänglichkeit entscheide allzu oft auch das Haushaltsbudget mit darüber, ob gesunde Nahrungsmittel oder billige „Stoffwechselkiller“ auf den Tisch kommen. „Wenn die Menschen zwischen einem teuren Gemüsegericht und einem billigen Burger abwägen müssen, wird die Wahl in vielen Fällen auf die ungesündere Variante fallen“, so Rubin. Weil es teurer und aufwändiger sei, Mahlzeiten frisch zuzubereiten und Produkte nicht mit billigem Zucker oder Fett zu strecken, könne die Preisgestaltung nicht den freien Kräften des Marktes überlassen werden.

Gesunde Mehrwertsteuer

Impulse, die das Ernährungsverhalten positiv beeinflussen könnten, müssen nach Ansicht des PEN von allen politischen Ebenen ausgehen. So müsse etwa auf europäischer Ebene eine Mehrwertsteuerreform durchgesetzt werden, die es ermögliche, gesunde Lebensmittel völlig von der Mehrwertsteuer zu befreien. Andere Reformoptionen betreffen eher den Bund – wie etwa eine nach Zuckergehalt gestaffelte Herstellerabgabe auf Softdrinks oder eine verbindliche Regelung zum Kinder-Lebensmittelmarketing. Länder und Kommunen wiederum stünden in der Pflicht, die Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen wie Behörden, Kliniken, Hochschulen oder Seniorenheimen an verbindlichen Qualitätsstandards für eine gesunde Ernährung auszurichten.

Kostenloses Essen in Erziehungseinrichtungen

An erster Stelle des Maßnahmenkatalogs stehe jedoch eine qualitativ hochwertige und gebührenfreie Verpflegung in Schulen und Kitas. „Ernährungsgewohnheiten werden bereits in der Kindheit geprägt“, betont Rubin. Nur was man früh kennen und schätzen lerne, finde auch Eingang in den späteren Speiseplan. Schul- und Kita-Kinder unabhängig vom Familienbudget mit einer ausgewogenen Ernährung bekannt zu machen, sei daher die beste Investition in eine gesunde Zukunft.

19.10.2021; Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) in: Pressemitteilung von Dienstag, dem 19.10.2021, mit dem Titel „Nicht nur die Quengelmeile im Supermarkt muss weg“; https://www.dgem.de/pressemitteilungs-archiv-102021
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Foto: Peter Gaß;

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Ernährungskompetenz diskutiert werden

  • Gesunde Ernährung

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (7), 30.12.2020 (7)

Finanzen

Deutscher Leitindex DAX auf 40 Mitglieder erweitert

Der DAX wurde reformiert. Foto: Peter Gaß frg/stoxx. WIESBADEN/ZUG. 7. Oktober 2021 – STOXX Ltd., der globale Indexanbieter von Qontigo, hat am Freitag, dem 3. September 2021, die neue Zusammensetzung der DAX-Indexfamilie bekannt gegeben. Der deutsche Leitindex DAX wurde auf 40 Werte aufgestockt, was eine bedeutende Entwicklung des Index und des deutschen Kapitalmarktes darstellt. Zugleich wurde der MDAX von 60 auf 50 Mitglieder verkleinert. Die Erweiterung des DAX bildet den Abschluss eines umfassenden Reformprozesses, der im Sommer 2020 seinen Anfang genommen hatte. Mehrere neue Regeln wurden in den letzten neun Monaten schrittweise eingeführt.

Stephan Flägel, Chief Product Officer, Indizes und Benchmarks bei Qontigo: „Mit der Erweiterung auf 40 Mitglieder schließen wir die größte DAX-Reform in unserer Geschichte ab und schaffen einen Leitindex, der ein größeres Spektrum des deutschen Kapitalmarkts repräsentieren wird. Die qualitativen Verbesserungen und Anpassungen an internationale Standards verdanken wir dabei nicht zuletzt auch dem Feedback der Marktteilnehmer. Gemeinsam haben wir die DAX-Indexfamilie bestens für die Zukunft aufgestellt.“

07.10.2021; Deutsche Börse AG; in: Pressemitteilung, von Freitag, 03.09.2021, mit dem Titel „DAX mit zehn neuen Mitgliedern“;https://deutsche-boerse.com/dbg-de/media/pressemitteilungen/DAX-mit-zehn-neuen-Mitgliedern–2766884
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DAX®, MDAX®, SDAX® und TecDAX® sind eingetragene Marken der Qontigo Index GmbH.

Qontigo
Das sagt die Deutsche Börse AG über Qontigo: Qontigo ist ein weltweit führender Anbieter von innovativen Index-, Analyse- und Risikolösungen, die den Impact von Investitionen optimieren. Während der Wandel hin zu nachhaltigem Investieren sich beschleunigt, ermöglicht Qontigo seinen Kunden – Emittenten von Finanzprodukten, Kapitaleignern und Vermögensverwaltern – anspruchsvolle und zielgerichtete Lösungen, um die zunehmend anspruchsvollen und einzigartigen Nachhaltigkeitsziele von Investoren und Vermögensverwaltern weltweit zu erfüllen. Die Lösungen von Qontigo zeichnen sich sowohl durch unsere kollaborative, kundenorientierte Kultur aus, die es uns ermöglicht, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, als auch durch unsere offene Architektur und moderne Technologie, die sich effizient in die Prozesse unserer Kunden einfügt. Qontigo ist Teil der Gruppe Deutsche Börse und entstand im Jahr 2019 durch den Zusammenschluss von Axioma, DAX und STOXX. Qontigo hat seinen Hauptsitz in Eschborn und ist weltweit mit Büros in New York, London, Zug und Hongkong vertreten.

STOXX
Das sagt die Deutsche Börse AG über STOXX: STOXX Ltd. ist der globale Indexanbieter von Qontigo, der derzeit eine globale, umfassende Indexfamilie von rund 13.000 streng regelbasierten und transparenten Indizes berechnet. Die STOXX Ltd. ist bekannt für die führenden europäischen Aktienindizes EURO STOXX 50, STOXX Europe 50 und STOXX Europe 600 und pflegt und berechnet die STOXX Global-Indexfamilie, die sich aus Gesamtmarkt- und Bluechip-Indizes für die Regionen Amerika, Europa, Asien/Pazifik und Subregionen Lateinamerika und BRIC (Brasilien, Russland, Indien und China) sowie globale Märkte zusammensetzt. STOXX ist Administrator der STOXX- und DAX-Indizes unter der europäischen Benchmark-Regulierung und kontrolliert sämtliche Verwaltungsprozesse für Benchmarks bei Qontigo. STOXX-Indizes sind an mehr als 600 Unternehmen weltweit als Basiswerte für Exchange Traded Funds (ETFs), Futures und Optionen, strukturierte Produkte und passiv verwaltete Anlagefonds lizenziert.
Foto: Peter Gaß;

ifo: Reform von Steuern und Zuschüssen könnte Beschäftigung um 400.000 Stellen erhöhen

ifo hat Reformideen für 2022. Foto: Peter Gaß frg/ifo. WIESBADEN/MÜNCHEN. 8. Oktober 2021 – Eine umfassende Reform von Steuern und Zuschüssen könnte die Beschäftigung um rund 400.000 Vollzeitstellen steigern. Das hat das ifo Institut errechnet. Dabei würden die verfügbaren Einkommen von kinderreichen Familien und Alleinerziehenden steigen. Der Vorschlag wäre fast aufkommensneutral für den Staatshaushalt. „Unser Vorschlag hilft, den demografischen Wandel und das Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt auszugleichen“, sagt Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.

Die stärksten Einkommenszuwächse hätten dem ifo Institut zufolge Paare mit Kindern, je nach Annahmen (+2 bis +3 Prozent) sowie Alleinerziehende (+1,6 Prozent). „Insbesondere Familien mit Kindern würden gegenüber dem Status quo durch unseren Vorschlag in ihrem verfügbaren Haushaltseinkommen bessergestellt“, sagt Peichl. Der Vorschlag würde die Ungleichheit bei den verfügbaren Einkommen insgesamt verringern.

Das ifo Institut sieht eine Reform der Familienbesteuerung vor: Hohe Kinderfreibeträge und die Umwandlung des Ehegattensplittings in ein Ehegatten-Realsplitting tragen dazu bei, dass der Partner, der weniger verdient, eher eine Beschäftigung aufnimmt. Außerdem sollen staatliche Zuschüsse bei Geringverdienenden mit Zuverdienst weniger stark abgesenkt werden. So sollen Anreize entstehen, dass sich mehr Arbeit auch bei Menschen mit Niedrigeinkommen lohnt. Schließlich sieht der ifo-Vorschlag die komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags vor. Gleichzeitig sollen die Spitzen- und Reichensteuersätze sowie der Grundfreibetrag und die Pauschbeträge angehoben werden, um die Entlastungen gleichmäßig zu verteilen und die Steueraufkommensverluste gering zu halten.

08.10.2021; ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.; in: Pressemitteilung, von Freitag, 08.10.2021, mit dem Titel „Reform von Steuern und Zuschüssen könnte Beschäftigung um 400.000 Stellen erhöhen“; https://www.ifo.de/node/65550
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.
Foto: Peter Gaß;

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Finanzen diskutiert werden

  • Negativzinsen
  • Erhöhung des Portos zum 1. Januar 2022
  • Gesetzliche Aktienrente
  • Nachhaltige Geldanlagen

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (12), 03.05.2021 (15), 30.12.2020 (15)

Gesellschaft

Tattoos, Piercings oder Botox? Nein Danke!

Gute Nacht Schatz. Foto: Peter Gaß frg/prs. WIESBADEN/HAMBURG. 7. Oktober 2021 – Eine Parship Umfrage zeigt: Mehr als drei Viertel aller Singles verzichten auf Körperschmuck und Schönheitsbehandlungen und sind lieber natürlich unterwegs. Unter den anderen Alleinstehenden sind Tätowierungen die beliebteste Art, den eigenen Körper zu verzieren, gefolgt von Piercings. Deren Attraktivität polarisiert allerdings zwischen den Geschlechtern.

Was früher für irritierte Blicke im Bewerbungsgespräch oder geschockte Schwiegereltern sorgte, ist heute nicht mehr der Rede wert: Körperverzierungen wie Tätowierungen und Piercings sind mittlerweile zu einer etablierten und akzeptierten Methode geworden, der eigenen Individualität Ausdruck zu verleihen. Doch eine Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship unter mehr als 3.600 Alleinstehenden zeigt, dass mehr als drei Viertel der Befragten einen natürlichen Look bevorzugen – zumindest bei sich selbst (79 Prozent).

Die beliebteste Art der Körperverzierung sind der Umfrage zufolge Tattoos: Mehr als jeder achte Single ist tätowiert (14 Prozent). Dabei lassen mit 20 Prozent am häufigsten Alleinstehende zwischen 40 und 49 Jahren ihre Haut kunstvoll verzieren, gefolgt von der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen mit 19 Prozent. Alleinstehende Golden Ager ab 60 sind mit 6 Prozent nur sehr selten tätowiert. Außerdem sind Tätowierungen bei Frauen etwas häufiger anzutreffen als bei Männern (Frauen: 16 Prozent, Männer: 12 Prozent). Ähnlich verhält es sich in Bezug auf Piercings: Frauen sind drei Mal häufiger gepierct als Männer (Frauen: 9 Prozent, Männer: 3 Prozent). Andere Arten des sogenannten Body Tunings, beispielsweise nicht-invasive Schönheitsbehandlungen wie Lasern, Beauty-Anwendungen wie künstliche Wimpern sowie kleinere oder größere schönheitschirurgische Anwendungen wie Botox oder Haartransplantationen, sind die Ausnahme. Weniger als 3 Prozent der Singles haben sich bereits solchen Behandlungen unterzogen.

Nur 35 Prozent mögen verzierte Haut

Auch wenn Body Tuning nicht für den eigenen Körper infrage kommt, werden entsprechende Verschönerungen trotzdem oft als schön und sexy empfunden. Doch die Umfrageergebnisse zeigen auch: Art, Größe und Anwendungsort der Verzierung sind entscheidend. So kommen kleine Tätowierungen bei den befragten Singles besonders gut an. Ob am Fußgelenk oder an der Schulter, 35 Prozent finden dezent verzierte Haut attraktiv oder sehr attraktiv.

Nur 16 % mögen Piercings

Insgesamt kommen Piercings am Körper, etwa im Bauchnabel, bei rund 16 Prozent der Singles gut an. Auffällig sind dabei große Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Knapp ein Viertel der Männer findet Piercings am Körper attraktiv (24 Prozent), wohingegen nur 8 Prozent der Frauen auf diese Art des Körperschmucks stehen. Bei Männern stehen zudem auch Intimpiercings hoch im Kurs: 19 Prozent der Befragten finden sie bei ihrem Gegenüber anziehend. Piercings im Gesicht kommen hingegen vor allem bei jüngeren Singles gut an, so nimmt ihre Attraktivitätswahrnehmung mit steigendem Alter ab (18 – 29 Jahre: 22 Prozent; 40 – 49 Jahre: 15 Prozent, ab 60 Jahre: 3 Prozent). Botox und aufgespritzte Lippen wirken auf alle Geschlechter und Altersklassen gleichermaßen unattraktiv. Nur 5 Prozent werden bei mit Botox behandelten Singles schwach, 4 Prozent lassen sich durch aufgespritzte Lippen verzücken.

Paartherapeut und Single-Coach Eric Hegmann sagt dazu: „Körperschmuck ist eine Ausdrucksform von Individualität und deshalb kann eine Zurückweisung sehr persönlich und verletzend wirken. Die Wahrnehmung von Attraktivität ist etwas sehr Persönliches. Lassen Sie sich daher nicht abschrecken, wenn ein potentieller Partner nichts mit ihrem Körperschmuck anfangen kann. Der oder die Richtige nimmt Sie so, wie Sie sind. Denn auch beim Körperschmuck gilt: Für eine langfristige, harmonische Beziehung müssen die inneren Werte passen, Oberflächlichkeiten sorgen nicht für eine sichere Verbindung.“

07.10.2021; Parship; Pressemitteilung vom 7. Oktober 2021 mit dem Titel Parship Wissen: Tattoos, Piercings oder Botox? Singles in Deutschland sind vorwiegend natürlich unterwegs“; Für die Umfrage hat Parship 3.653 Mitglieder ab 18 Jahren befragt. Die Online-Erhebung fand im Juli 2021 statt.;https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2021/parship-wissen-tattoos-piercings-oder-botox-singles-in-deutschland-sind-vorwiegend-natuerlich-unterwegs/

Weitere Aspekte, die aktuell als gesellschaftliche Themen diskutiert werden

  • Kulturismus
  • Cancel Culture
  • Sexuelle Belästigung
  • Büroaffaire
  • Weihnachtsmärkte

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (5), 05.03.2021 (17), 30.12.2020 (17)

Gesundheit

Q3: Klimawandel: Mehr Hitze, mehr Allergien, neue Infektionserkrankungen

Der Klimawandel trifft Ärzte und Patienten. Foto: Peter Gaß frg/dgim. WIESBADEN. 7. Juli 2021 – Die Zahl der Hitzetoten in Deutschland variiert von wenigen Hundert bis hin zu etlichen Tausend pro Jahr. Im besonders heißen Sommer 2003 starben Schätzungen zufolge rund 7.600 Menschen in Folge der hohen Temperaturen, im Jahr 2020 lag diese Zahl bei etwa 4.000 Toten. „Hitzewellen machen besonders älteren Menschen zu schaffen“, sagt Professor Dr. med. Markus M. Lerch, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) e. V. „Bei ihnen treten hitzebedingte Probleme wie Herz-Kreislauf-Störungen, Nierenversagen und Schlaganfälle besonders häufig auf“, so der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Aber auch Jüngere können an heißen Tagen schnell gesundheitliche Probleme bekommen – insbesondere dann, wenn sie Medikamente einnehmen. So verändert starkes Schwitzen etwa den Insulinbedarf von Diabetikern und Herz-Kreislauf-Medikamente entfalten einen stärkeren blutdrucksenkenden Effekt. „Während Hitzephasen sollte daher selbst eine gut eingestellte Medikation kritisch überprüft werden“, betont Lerch. Diese Aufgabe komme zuvorderst den Hausärzten zu, die am besten über Allgemeinzustand, Medikation und Lebenssituation ihrer Patientinnen und Patienten informiert seien.

Neben den direkten Hitzefolgen hat der Klimawandel weitere gravierende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Mit steigenden Temperaturen wandern ursprünglich in den Tropen beheimatete Tierarten ein und bringen hierzulande bislang kaum bekannte Erreger mit, wie etwa das 2018 erstmals in Deutschland nachgewiesene West-Nil-Virus. Die zunehmend milden Winter führen außerdem zu einer längeren Pollenflugsaison – eine Zusatzbelastung für Allergiker. „Diese Beispiele zeigen, dass wir die gesundheitlichen Auswirkungen von Klimakrise und Extremwetter auf unsere Patienten und Mitbürger lange unterschätzt haben. Wir können Fieber senken, aber keine Außentemperaturen“, sagt der Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Dr. med. Eckart von Hirschhausen.

305.07.2021; Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DOG); in: Pressemitteilung, von Montag, 21.06.2021, mit dem Titel „Internisten diskutieren über Klimawandel und Gesundheit: Mehr Hitze, mehr Allergien und neue Infektionserkrankungen – was bedeutet die Klimakrise für die ärztliche Praxis?“
https://www.dgim.de/fileadmin/user_upload/PDF/Pressemeldungen/20210621_PM_DGIMTalk_Klimawandel_und_Gesundheit_F.pdf
Die Angaben in der Pressemitteilung basiieren auf folgenden Quellen:
Statistisches Bundesamt, Sterbefallzahlen im August 2020: 6 % über dem Durchschnitt der Vorjahre
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/10/PD20_399_12621.html
an der Heiden, M., Muthers, S., Niemann, H. et al. Schätzung hitzebedingter Todesfälle in Deutschland zwischen 2001 und 2015. Bundesgesundheitsbl 62, 571–579 (2019). https://doi.org/10.1007/s00103-019-02932-y
Klimawandel – was sich jetzt ändern muss! Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) im Rahmen des 127. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V., Pressemappe:
https://www.dgim.de/fileadmin/user_upload/PDF/Pressekonferenzen/20210420_Pressemappe_DGIM_Montag.
pdf
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.
Foto: Peter Gaß

Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Thema Gesundheit diskutiert werden

  • Schutzbrille für die Augen beim Sport
  • Digitale Sprechstunde
  • Grippeschutzimpfung
  • Erkältungskrankheiten
  • Hautpflege im Herbst und Winter

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (4), 05.03.2021 (3), 30.12.2020 (3)

Hauswirtschaft

Reinigungstipps für das Bad

Badputz in 20 Minuten. Foto: Peter Gaß frg/lfh. WIESBADEN/NASSAU. 7. Oktober 2021 – Manchmal ist es gut, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auch beim Bad-Putz hilft eine klare Strategie dabei, nicht den Überblick zu verlieren. Am besten wird mit etwas Einfachem wie dem Spiegel begonnen und sich dann über die Oberflächen bis zum Boden vorgearbeitet. „Mit drei essenziellen Haushaltshelfern ist das Bad auch schon in weniger als 20 Minuten blitzblank“, verrät Rebecca Meheust, Expertin für den Bereich Reinigung bei Leifheit. „Wir empfehlen einen Wischer und einen Badsauger für Duschwände, Spiegel und Oberflächen sowie ein verlässliches Wischsystem für die feuchte Bodenreinigung.“ Bestenfalls sind alle Produkte immer griffbereit und beispielsweise im Eimer des Systems verstaut. So kann es losgehen!

Spieglein, Spieglein an der Wand

Kleiner Aufwand, große Wirkung: Spiegel putzen geht nicht nur schnell, das Resultat verleiht dem ganzen Bad ein gepflegtes Aussehen. Einen speziellen Reiniger oder einfach Spülmittel mit Wasser gemischt auf die Glasflächen sprühen und mit einem Wischer gleichmäßig verteilen. Für ein streifenfreies Abziehen bietet sich ein Badsauger an. „Die Baddüse ist mit ihrer weißen Silikonlippe ideal für das mühelose und hygienische Absaugen von Glas- und Fliesenflächen im Badezimmer. Einfach die Düse in das Gerät einklicken und das Wischwasser restlos absaugen – ohne mühsames Nachpolieren. Das hat den Vorteil, dass kein Wasserrückstand und Kalk entsteht“, erklärt die Bad-Expertin.

Bad-Tipp #1: Auch mit einer halben Kartoffel lassen sich Spiegel reinigen. Mit der halbierten Knolle und anschließend Wasser die Fläche wischen und im Anschluss mit dem Badsauger trocknen.

Gar nicht mal so oberflächig

Weiter geht es zum Waschbecken, Badewanne und Dusche sowie den Fliesen. Dafür gibt es spezielle Hilfsmittel wie zum Beispiel den Bath Cleaner micro duo Telescope 125 von Leifheit. Er eignet sich speziell für die Reinigung von Fliesen und Wänden in Bad und Dusche. Durch die integrierte Abziehlippe und runde Aussparung für Armaturen gelingt die Reinigung der Fliesen ohne großen Kraftaufwand oder mühsame Fingerarbeit. In Fliesen-Fugen können sich mit der Zeit Ablagerungen sammeln, die zu Verfärbungen und schlimmstenfalls Schimmel führen. Daher sollte schon bei der Auswahl der Produkte auf Komfort geachtet werden: „Wichtig ist, dass das Wischpad neben der Mikrofaser, die den Schmutz aufnimmt, auch lange Borsten für eine tiefe und intensive Schmutzlösung hat“, so die Reinigungsexpertin.

Bad-Tipp #2: Für die intensive Fugenreinigung Backpulver mit etwas Wasser verdünnen und zu einer dickflüssigen Masse anrühren. Anschließend in den Fugen verreiben, 45 Minuten einwirken lassen und abspülen.

Für die weitere Fliesenreinigung kommt der Badsauger wieder zum Einsatz. Denn durch dessen kraftvolle Saugfunktion wird das Wasser auch aus den Fugen gesaugt – nichts läuft nach und die Fugen bleiben schimmelfrei. Nach der Reinigung lässt sich der Tank über eine Öffnung am Griff schnell und unkompliziert wieder entleeren.

Was muss, das muss

Das Toilette-Putzen zählte schon im Jahr 2017 laut einer Umfrage von Forsa und Leifheit abgeschlagen zu den unbeliebtesten Hausarbeiten. Dennoch ist es elementar: Denn nur regelmäßiges Reinigen verhindert, dass sich Verschmutzungen hartnäckig festsetzen. Bestenfalls greift man sogar nach jedem Spülgang zur Klobürste. Ansonsten braucht es nicht viel: „Neben der Toilettenbürste sind ein feuchtes Tuch und ein mildes Reinigungsmittel absolut ausreichend“, sagt die Expertin.

Auf dem Boden der Tatsachen

Den Schlusspunkt markiert die Reinigung des Bodens. Zunächst sollten Handtuchfusseln, Haare und Staub von trockenem Boden abgesaugt werden. Erst dann geht es ans feuchte Wischen – das geht auch ohne lästiges Bücken und Händen im Schmutzwasser. Doch Obacht: Weniger ist mehr. Zur Dosierung der gewünschten Wischfeuchte hilft ein ausgeklügeltes System. „Im Eimer ist die Auswringfunktion gleich integriert.“ Gewischt wird dann von hinten nach vorne und von der Wand zur Mitte des Raumes, um sich dann in Richtung Tür vorzuarbeiten. Um auch in alle Ecken und an die schwererreichbaren Stellen unter Toilette und Schränken zu kommen, sollte der Wischer gelenkig sein. „Der Clean-Twist-Wischer ist mit einem flach abwinkelbaren 360°-Kardangelenk ausgestattet, das ein Wischen in Schlangenlinien und an schwer zugänglichen Stellen ermöglicht“, erklärt Meheust.

Bad-Tipp #3: Mit einem Klick ist alles sauber. Dank des Click-Systems von Leifheit lassen sich Bath Cleaner, der Badsauger mit einem passend erhältlichen Click-Adapter und Bodenwischer mit dem längenverstellbaren Teleskopstiel verbinden. Das ermöglicht bequemes Wischen und Absaugen über Kopf und rückenschonendes Bodenwischen.

Sauber in 20 Minuten?

Haben Sie die Zeit gestoppt? Mit den essenziellen Haushaltshelfern dauert der Bad-Putz nicht nur weniger als 20 Minuten, er ist zeitgleich auch komfortabel und gründlich.

07.10.2021; Leifheit AG; in: Pressemitteilung von Donnerstag, 09.09.2021, mit dem Titel „Spiegel, Fliesen und Boden – Leifheit gibt Reinigungstipps – Unentbehrlich beim Bad-Putz“; https://www.leifheit-group.com/articles/unentbehrlich-beim-bad-putz/
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.
Foto: Peter Gaß

Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Thema Hauswirtschaft diskutiert werden

  • Energiebewusst Heizen
  • Sauberkeit in der Wohnung

Fotos: Peter Gaß, Stand: 10.07.2021 (38), 06.04.2021 (39), 30.12.2020 (45)

Jahreszeit: Herbst und Winter

Weitere Aspekte, die aktuell rund um das Thema Jahreszeit diskutiert werden

  • Heizen der Wohnung
  • Jahreswechsel 2021/2022

Fotos: Peter Gaß, Stand: 10.07.2021 (16), 06.04.2021 (16), 30.12.2020 (29)

Kirchenjahr

Q3: Toleranz ist nicht identisch mit Gleichgültigkeit, Desinteresse oder Laissez-faire.

Toleranz ist nicht identisch mit Gleichgültigkeit, Desinteresse oder Laissez-faire. Foto: Peter Gaß dbk. WIESBADEN/BONN. 26. September 2021 – Von Freitag, dem 24. September 2021, bis Sonntag, dem 26. September 2021, fand die Jahrestagung der Görres-Gesellschaft digital und gleichzeitig mit zentralen Veranstaltungen in Berlin statt und bot nahezu 90 wissenschaftliche Vorträge in 15 parallelen Sektionen, die sich dem Rahmenthema „Toleranz? Herausforderungen und Gefahren“ widmeten.

Beim Festakt am Sonntag, dem 26. September 2021, in der Katholischen Akademie in Berlin warnte Bundespräsident a. D. Joachim Gauck vor einer Aushöhlung rechtsstaatlicher Prinzipien. „Intoleranz gegenüber den Grundprinzipien unserer freiheitlichen Demokratie kann … nur mit Intoleranz begegnet werden. Wer nur Hass schürt und Straftaten begeht, muss konsequent durch die rechtsstaatlichen Institutionen zur Rechenschaft gezogen werden. Die rechtsstaatliche Toleranzgrenze ist klar definiert oder lässt sich zumindest in einem klar definierten, rechtsstaatlichen Verfahren klären“, so Joachim Gauck in der Festrede. Toleranz sei auch in einer Demokratie keineswegs selbstverständlich und es müsse ihr eine weit größere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dabei sei Toleranz „immer mit einer kleineren oder größeren Selbstüberwindung verbunden. Sie ist eine zivilisatorische Leistung, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Toleranz fordert, die Andersartigkeit eines Anderen auszuhalten, obwohl mich seine Meinung, sein Verhalten, sein Lebensstil, unter Umständen ganz einfach seine Existenz irritieren, ärgern oder gar wütend machen – auf jeden Fall: stören. Toleranz ist insofern eine Zumutung. Sie ist – anders, als oft unterstellt – gerade nicht identisch mit Gleichgültigkeit, Desinteresse oder Laissez-faire.“

Bundespräsident a. D. Gauck betonte außerdem, dass Toleranz auch als Respekt und Anerkennung existiere: „Jeder von Ihnen dürfte diese Form der Toleranz kennen: Als Respekt für eine andere Denk- und Lebensart, die in sich konsistent, authentisch und ehrlich ist – aber eben nicht die meine. Entweder bin ich unter anderen Umständen aufgewachsen, so dass mir der Lebensstil des Anderen fremd ist. Oder ich setze andere Prioritäten, habe einen anderen Glauben und gelange daher zu anderen Schlussfolgerungen. Dennoch können mir das Denken und die Haltung des Anderen Respekt und Achtung abnötigen, selbst wenn ich ihm nicht bis ins Detail folge. So funktioniert beispielsweise die christliche Ökumene.“

Joachim Gauck würdigte Toleranz als eine zivilisatorische Leistung, die Menschen wachsen lasse und ein friedliches Zusammenleben ermögliche. Toleranz sei zugleich ein Gebot der politischen Vernunft: „In einem von Toleranz geprägten weiten Debattenraum entwickeln sich Lösungen, die von Mehrheiten getragen werden und auch den Bedenken von Minderheiten und Skeptikern Rechnung tragen. In diesem Raum nähern sich Menschen Wahrheiten, die ihnen Zukunft eröffnen, lernen sie Kompromisse zu schließen – und sie lernen die Toleranz zu ergänzen durch entschlossene Intoleranz, immer dann, wenn Freiheit und Toleranz zerstört werden sollen. Tolerieren und Verteidigen gehören zusammen.“

06.10.2021; Deutsche Bischofskonferenz; in: Pressemitteilung Nr. 168 von Sonntag, 26.09.2021, mit dem Titel „Bundespräsident a. D. Gauck spricht auf Jahrestagung der Görres-Gesellschaft“; https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/bundespraesident-a-d-gauck-spricht-auf-jahrestagung-der-goerres-gesellschaft
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Foto: Peter Gaß;

Weitere Aspekte, die im aktuell rund um das Kirchenjahr diskutiert werden

  • Erntedankfest
  • Adventszeit
  • Weihnachtszeit

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (13), 30.12.2020 (7)

Mobilität

Beim Tagfahrlicht bleiben die Rückleuchten aus

Beim Tagfahrlicht bleiben die Rückleuchten aus Foto: Peter Gaß frg/adac. WIESBADEN/MÜNCHEN. 5. Oktober 2021 – Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, können Nebel, tiefstehende Sonne oder querendes Wild Gefahren im Straßenverkehr mit sich bringen. Mit folgenden ADAC Tipps kommen Verkehrsteilnehmer sicher durch den Herbst.

Fahren bei Nebel

Bei Nebel langsam, vorsichtig und mit ausreichend Abstand fahren und jederzeit bremsbereit sein. Überholmanöver und Ablenkungen vermeiden, da Nebelfahrten eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Scheinwerfer und Leuchten sollten innen und außen frei von Schmutz und Feuchtigkeit sein.

Außerdem sollten Autofahrer manuell das Abblendlicht einschalten. Tagfahrlicht allein reicht bei Nebel nicht aus, die Lichtautomatik vieler Fahrzeuge schaltet Abblendlicht nur bei Dunkelheit zu. Beim Tagfahrlicht bleiben die Rückleuchten aus und auch das Nebelschlusslicht lässt sich nicht einschalten. Das führt zu schlechter Sichtbarkeit im Nebel.

Für die Nutzung der Nebelschlussleuchte gelten strenge Vorgaben: Sie darf inner- wie außerorts nur bei Sichtweiten unter 50 Metern benutzt werden. Bei diesen Sichtweiten darf dann laut Gesetzgeber auch nur maximal 50 km/h gefahren werden. Wird die Sicht besser, muss die Nebelschlussleuchte wieder ausgeschaltet werden. Sonst droht ein Verwarnungsgeld von 20 Euro, bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall liegt es bei 25 bzw. 35 Euro. Nebelscheinwerfer dagegen dürfen immer dann eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite erheblich reduziert ist. Sobald sich die Sichtverhältnisse bessern, muss man aber auch die Nebelscheinwerfer wieder ausschalten.

Tiefstehende Sonne

Autofahrer unterschätzen häufig die Unfallgefahr durch Blendung. Wenn die Sonne während des morgendlichen und abendlichen Berufsverkehrs auf- oder untergeht, ist die Unfallgefahr besonders groß.

Um auch bei tiefstehender Sonne Ampeln, Verkehrszeichen und vor allem andere Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen, sollte die Frontscheibe sauber gehalten, die Scheibenwischer funktionstüchtig und das Wischwasser immer aufgefüllt sein. Eine Sonnenbrille sollte immer griffbereit sein. Auch bei potenzieller Blendung gilt: Abstand halten, vorausschauend und mit angemessener Geschwindigkeit fahren. Mit eingeschaltetem Abblend- oder Tagfahrlicht erhöht sich die eigene Sichtbarkeit.

Wildwechsel

Im Herbst müssen Autofahrer in den Morgen- und Abendstunden mit häufigerem Wildwechsel rechnen. Die größte Gefahr dabei droht an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Hier gilt: Fuß vom Gas, ausreichend Abstand zum Vordermann halten und den Fahrbahnrand beobachten.

Befindet sich ein Tier bereits auf der Fahrbahn oder am Fahrbahnrand, sollten Autofahrer bremsen, das Fernlicht ausschalten und durch Hupen versuchen, das Wild zu vertreiben. Mit den Scheinwerfern aufzublenden, kann die Tiere irritieren und sie verlieren die Orientierung. Quert ein Reh oder Wildschwein die Fahrbahn, immer auch mit weiteren Tieren rechnen.

Ist ein Zusammenstoß nicht zu vermeiden, auf keinen Fall unkontrolliert ausweichen. Die Gefahren für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer sind bei Ausweichmanövern in der Regel höher als der Zusammenstoß mit dem Wild. Sicherer ist es, so stark wie möglich zu bremsen und das Fahrzeug nach einer unvermeidbaren Wildkollision kontrolliert zum Stillstand zu bringen.

Nach einem Wildunfall: Fahrzeug am Straßenrand abstellen, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und Warndreieck aufstellen. Sind Personen verletzt, sollte Erste Hilfe geleistet und die Rettung gerufen werden (Notruf 112). Auch die Polizei (Notruf 110) oder der Jagdpächter müssen informiert werden. Diese stellen die Wildunfallbescheinigung aus, die der Autofahrer zur Schadenregulierung mit der Versicherung benötigt

07.10.2021; Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC); in: Pressemitteilung von Freitag, dem 24.09.2021, mit dem Titel „Sicher durch den Herbst – ADAC Tipps bei Nebel, tiefstehender Sonne und Wildwechsel; https://presse.adac.de/meldungen/adac-ev/verkehr/sicher-durch-den-herbst.html
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Foto: Peter Gaß;

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Mobilität diskutiert werden

  • Elektromobilität

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (8), 30.12.2020 (8)

Politik

Thema folgt

Am 26. September 2021 war Bundestagswahl. Foto: Peter Gaß

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Politik diskutiert werden

  • Bund: Vor-Sondierungen zwischen FDP und GRÜNEN
  • Bund: Sondierungsgespräche zwischen FDP, GRÜNEN und SPD
  • Bund: Koalitonsgespräche zwischen FDP, GRÜNEN und SPD
  • Bund: Konstituierende Sitzung des Bundestages
  • Bund: Personelle Neuaufstellung der CDU
  • Bund: Die CDU wählt den gesamten Bundesvorstand neu
  • Hessen: Personelle Neuaufstellung der CDU vor der Landtagswahl im Jahr 2023. Nachfolgeregelung für Volker Bouffier.
  • Wiesbaden: Nach der Kommunalwahl im März 2021 wurde noch keine Koalition / Kooperation vereinbart.

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (10), 30.12.2020 (21)

Sport

Moderne Sportzeitmessung gibt dem Zuschauer viele Informationen

400 frg/omg. WIESBADEN/ESCHBORN. 7. Oktober 2021 – Was für eine schöne Vorstellung für jeden Sportler, wenn man am Ende des Wettkampfs selbst die Stoppuhr anhalten könnte. Im Schwimmen ist das dank der Touchpads am Beckenrand bereits seit dem Jahr 1968 olympische Realität. Und nun auch im Sportklettern – einer Disziplin, die in Tokio ihre im Jahr 2021 Olympiapremiere feierte. Weitere Neuerungen, die der offizielle Zeitnehmer OMEGA lancierte, erlauben es den Fans, bereits während des Wettkampfs zahlreiche Zwischenzeiten und Informationen einzusehen.

Informationen in Echtzeit

Dass moderne Sportzeitmessung viel mehr ist, als das präzise Erfassen von Zeiten und Distanzen wurde bei den Olympischen Spielen in Tokio im Jahr 2021 einmal mehr klar. Dank zahlreicher Innovationen wurden Zuschauern eine Vielzahl an Informationen in Echtzeit eingeblendet und sie konnten sehen, wer beim 100-Meter-Lauf den besten Start hatte oder wann der Sieger die Höchstgeschwindigkeit erzielte, wer bei den Schwimmwettbewerben auf den letzten Metern am stärksten beschleunigt hat und wie viele Schwimmzüge gemacht wurden oder wie beim Beachvolleyball die entscheidenden Punkte zustande kamen. Im Anschluss wurden diese detailreichen Daten zudem mit den Sportlern und deren Teams geteilt, sodass diese ihre Leistung noch genauer analysieren können.

Neue Bewegungssensoren und Ortungssysteme

Möglich macht das die umfangreiche Implementierung von Bewegungssensoren und Ortungssystemen. So verstecken sich in den Startnummern der Leichtathletik-Teilnehmer beispielsweise kleine Tags, die im laufenden Wettkampf Auskunft geben über Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Verlangsamung und zurückgelegte Distanz. Beim Schwimmen wiederum ermöglichen um das Becken positionierte Bildverfolgungskameras die Einblendung dieser Werte, so auch beim Beach Volleyball. Hier verfolgen sie sowohl den Ball als auch die Spieler und liefern Informationen zur Distanz, die jeder Athlet im zurücklegt, Geschwindigkeit von Sportler und Ball, Höhe der Sprünge und Art der Schläge wie Spike, Shot oder Block. Beim Turnen geht die Technik sogar noch weiter und kann die Posen der Sportler erkennen und so zum Beispiel zeigen, ob sie genau mittig auf der Matte landen. Im Reitsport kommt noch eine Lasererkennung hinzu, welche die Bewegung der Pferde erfasst und unter anderem Daten zur Sprunggeschwindigkeit und Flugkurve zur Verfügung stellt.

Die Zeit selbst stoppen

Beim eingangs erwähnten Sportklettern werden keine bildgebenden Verfahren genutzt. Dafür kam hier im Jahr 2021 – zum ersten Mal nach Schwimmen – eine zweite Disziplin hinzu, in der die Athleten ihre Zeit selbst stoppen können. Im Geschwindigkeitsklettern treten zwei Teilnehmer gleichzeitig an und müssen eine 15 Meter hohe Wand erklimmen, an deren oberen Ende ein OMEGA Touchpad installiert ist.

07.10.2021; The Swatch Group Ltd, Public Relations OMEGA; in: Pressemitteilung, von Donnerstag, 22.07.2021, mit dem Titel „Wenn Athleten ihre eigene Zeit stoppen: Neue Techniken der Zeitmessung bei den Olympischen Spielen in Tokio“; https://www.presseportal.de/pm/157276/4975035
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.
Foto: Peter Gaß;

Weitere Aspekte, die aktuell rund um den Sport diskutiert werden

  • Sport im Freien
  • Sport in der Wohnung
  • Lockern des Nackens
  • Europameisterschaften
  • Weltmeisterschaften
  • Olympische Spiele

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (39)

Umwelt-, Klimaschutz

Großes Sparpotenzial bei Heizkosten und klimaschädlichen CO2-Emissionen

Es lohnt sich, Heizkosten zu sparen. Foto: Peter Gaß frg/bmu. WIESBADEN/BERLIN. 7. Oktober 2021 – Viele sprechen vom Sparen. Viele sprechen vom Klimaschutz. Doch wenn man durch Wohngebiete geht und an den Fassaden entlang schaut sieht man offene Fenster in Treppenhäusern, in Wohnungen. Dabei erfolgt nicht nur ein Stoßlüften, sondern die Fenster sind oft den gesamten Tag und die gesamte Nacht gekippt. Nicht selten sieht man das an den dunklen Verfärbungen des Putzes oberhalb der Fenster.

Im Rahmen der vom Bundesumweltministerium geförderten Online-Klimaschutzberatung „Mein Klimaschutz“ wurde am Mittwoch, dem 29. September 2021, der Heizspiegel 2021 veröffentlicht. Mit ihm können Mieter sowie Eigentümer ihren Heizenergieverbrauch bewerten. Der diesjährige Heizspiegel verdeutlicht, dass es noch viel ungenutztes Potenzial beim Heizkostensparen gibt. Experten geben im Heizspiegel Tipps für klimafreundliches, effizientes Heizen. Damit können klimaschädliche CO2-Emissionen verringert und der Geldbeutel geschont werden.

Für den Heizspiegel 2021 wurden über 120.000 Datensätzen aus rund 30 Millionen zentralbeheizten Haushalten in Deutschland ausgewertet. Das Ergebnis: es gibt noch ein erhebliches Klimaschutz- und Sparpotenzial bei Wohngebäuden. Effizientes Heizen könnte die Kosten um rund 14 Milliarden Euro und die klimaschädlichen Emissionen um rund 58 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr senken. Das ergibt sich aus der ermittelten Differenz zwischen energetisch sanierten und unsanierten Gebäuden: 475 Euro zahlten Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Vergleichswohnung in einem energetisch guten Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung im vergangenen Jahr im Durchschnitt fürs Heizen. Für Bewohner eines Mehrfamilienhauses in einem schlechten energetischen Zustand waren die Heizkosten mehr als doppelt so hoch – etwa 965 Euro. Entsprechend höher sind auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen. Heizkosten und CO2-Emissionen lassen sich durch energetische Sanierungen also deutlich und dauerhaft senken.

Darüber hinaus zeigt der Heizspiegel, dass die Kosten bei den meisten Heizsystemen im vergangenen Jahr gesunken sind. Grund dafür waren vor allem niedrigere Energiepreise und das mildere Wetter während der Heizsaison. Im Zuge der Erholung der Weltwirtschaft haben die Preise dann wieder angezogen. Für die Heizperiode 2021/2022 müssen Verbraucher daher wieder mit steigenden Heizkosten rechnen.

Der Heizspiegel 2021 belegt, dass nicht nur Sanierungsmaßnahmen und Wechsel der Heizsysteme dem Klimaschutz helfen. Auch kleine Sparmaßnahmen im Alltag wie etwa energiesparendes Lüften, moderne Thermostate oder ein Sparduschkopf verringern den Verbrauch, senken die Kosten und vermeiden klimaschädliche CO2-Emissionen. Im Rahmen der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) werden bis zu 45 Prozent der Kosten für den Umstieg auf Heizungen mit erneuerbaren Energieträgern übernommen. Diese Austauschprämie kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Weitere Sanierungsmaßnahmen wie Wärmedämmung werden ebenfalls gefördert.

Der Heizspiegel 2021 wurde durch die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. und dem Verband kommunaler Unternehmen e. V. erarbeitet. Für die Auswertung wurden über 123.000 Gebäudedaten zentral beheizter Wohngebäude in ganz Deutschland für das Jahr 2020 ausgewertet.

Den interaktiven Heizspielgel können Sie hier aufrufen: https://www.heizspiegel.de/

05.07.2021; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU); in: Pressemitteilung Nr. 247/20, von Mittwoch, 29.09.2021, mit dem Titel „Heizspiegel 2021 zeigt großes Sparpotenzial bei Heizkosten und klimaschädlichen CO2-Emissionen “; https://www.bmu.de/pressemitteilung/heizspiegel-2021-zeigt-grosses-sparpotenzial-bei-heizkosten-und-klimaschaedlichen-co2-emissionen
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Foto: Peter Gaß

Weitere Aspekte, die aktuell rund um den Umwelt-, Klimaschutz diskutiert werden

  • Rücknahme von Elektroschrott
  • Mehr Insekten in Privatgärten und im öffentlichen Grün

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (6), 30.12.2020 (7)

Wirtschaft

ifo: Zwischen China und den USA bahnt sich ein zweiter Kalter Krieg an

ifo hat die Wirtschaft im Blick. Foto: Peter Gaß frg/ifo. WIESBADEN/MÜNCHEN. 1. Oktober 2021 – Der ifo-Präsident Clemens Fuest fordert mehr Engagement von der neuen Bundesregierung in der Europapolitik. Die EU müsse die Zusammenarbeit mit den USA vertiefen, aber gleichzeitig einseitige Abhängigkeiten gegenüber den USA und China abbauen, schreibt er am Freitag, dem 1. Oktober 2021, in einem Gastbeitrag im Handelsblatt. In der Eurozone sollte die neue Regierung einer Aufweichung der Verschuldungsregeln entgegentreten und sich für ein Gleichgewicht zwischen Solidarität, Eigenverantwortung und Finanzdisziplin einsetzen. Dazu gehöre, dass Banken Investitionen in Staatsanleihen mit Eigenkapital unterlegen müssten.

Gegenüber China müsse die EU ihre Interessen selbstbewusst vertreten. Diese deckten sich teilweise mit denen der USA, teilweise aber auch nicht. Für Europa sei China als Partner bei Handel und Direktinvestitionen wichtiger als für die USA. Zwischen China und den USA bahne sich ein zweiter Kalter Krieg an, warnte Fuest. Die globale Dominanz des US-Dollar verstärke die Abhängigkeit der EU von den USA und mache die europäische Wirtschaft anfällig für US-Sanktionen. Der Euro müsse als internationale Reserve- und Transaktionswährung gestärkt werden.

In der Innenpolitik fordert Fuest eine Umstellung der Ehegattenbesteuerung auf ein Realsplitting und einen weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, um die Erwerbstätigkeit vor allem von Frauen zu steigern. Das sei erforderlich, weil mit der Alterung der Bevölkerung die Zahl der Menschen im Erwerbsalter sinke.

Außerdem gelte es Beschäftigungshindernisse im Steuer- und Transfersystem abzubauen. Insbesondere bei Menschen, die nicht viel verdienten, lohne es sich kaum mehr als Teilzeit zu arbeiten. Grund sei ein ungünstiges Zusammenspiel von Hartz-IV-Regeln und anderen Transfers. Bei der Unternehmensbesteuerung könnten beschleunigte Abschreibungen und bessere Verlustverrechnung die Anreize setzen, in Deutschland neue Produktionsstätten aufzubauen und innovative Unternehmen zu gründen. Auch müsse die Digitalisierung vorangetrieben werden.

In der Klimapolitik wäre es Fuest zufolge wichtig, die Sektorkopplung und das europaweite System des Handels von Emissionsrechten zu fördern. Zudem müsse die Regierung wichtige Investitionen in den Ausbau von Infrastrukturen wie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und Bahnstrecken voranbringen. Er plädiert dafür, den CO2-Preis als Werkzeug zu nutzen, denn er sei besser als Ver- und Gebote, die Klimaschutz unnötig verteuerten.

Fuest verlangte außerdem mehr Investitionen in Bildung, Existenzgründungshilfen, die Förderung der Eigentumsbildung bei Menschen mit niedrigen Einkommen beispielsweise durch Mietkaufmodelle und eine effektive Wettbewerbspolitik.

08.10.2021; ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.; in: Pressemitteilung, von Freitag, 01.10.2021, mit dem Titel „ifo-Präsident Fuest fordert von der neuen Regierung mehr Engagement in der Europapolitik “; https://www.ifo.de/node/65411
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Foto: Peter Gaß;

Weitere Aspekte, die aktuell rund um die Wirtschaft diskutiert werden

  • Lieferengpass
  • Mangel an Halbleitern

Fotos: Peter Gaß, Stand: 06.04.2021 (11), 05.03.2021 (7), 30.12.2020 (2)