Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19

frg. WIESBADEN. – Die Medien berichten intensiv über das Thema Corona. Wir treten nicht in einen Wettbewerb zu den vielen Veröffentlichungen. Wir werten aus, was wir immer wieder gefragt werden und welche Antworten wir immer wieder geben. Aus diesen Antworten stellen wir hier einige Fakten und Hinweise zum Umgang mit der Situtation zusammen. Ergänzend dazu erläutern wir unsere Sicht der Dinge.

Zahlen, Daten, Fakten

frg. WIESBADEN. 16.06.2020, 15.06.2020, 29.05.2020, 22.05.2020, 20.05.2020, 14.05.2020, 03.04.2020, 27.03.2020 –

Grundlagen

  • Die Fachbezeichnung für das neue Coronavirus lautet SARS-CoV-2. Es stellt nach MERS und SARS die dritte durch Coronaviren (CoV) ausgelöste Epidemie im 21. Jahrhundert dar.
  • Die aus SARS-CoV-2 resultierende Lungenkrankheit heißt COVID-19. COVID-19 ist die Abkürzung für den englischen Begriff coronavirus disease 2019; auf Deutsch: Coronavirus-Krankheit 2019.
  • Die Klassifikationen nach ICD-10 lauten:
    • U07.1 – COVID-19, Virus nachgewiesen
    • U07.2 – COVID-19, Virus nicht nachgewiesen.

Handlungsempfehlungen

  • Das Robert-Koch-Institut empfiehlt Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“, „wirksam gegen behüllte Viren“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ zu nutzen.
  • AHA-Formel
    • Abstand halten: Wir achten auf 1,5 Meter Mindestabstand zu unseren Mitmenschen.
    • Hygiene beachten: Wir befolgen die Hygieneregeln beim Niesen, Husten und Händewaschen.
    • Alltagsmaske tragen: Wir tragen einen Mund-Nasen-Schutz (z. B. im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen). Wer eine Maske trägt, sollte dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

    16.06.2020; Bundesministerium für Gesundheit: Die AHA-Formel gegen Corona; in: Anzeigen in der Tagespresse; Wiesbadener Kurier, Samstag, 16. Mai 2020; Seite 5; https://www.zusammengegencorona.de/aha/#formel

Staat

  • 7.177 Euro neue Schulden pro Sekunde
    frg/bdst. WIESBADEN/BERLIN. 15. Juni 2020 – Am 12. Juni 2020 wurde die bekannte Schuldenuhr Deutschlans 25 Jahre alt. In der Corona-Krise kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Nachdem die gesamtdeutsche Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler (BdSt) rund zwei Jahre rückwärtslief, dokumentiert sie nun einen Rekordzuwachs von 7.177 Euro Schulden pro Sekunde. Darauf weist der BdSt-Präsident Reiner Holznagel hin.
    15.06.2020; Bundes der Steuerzahler (BdSt), Berlin; in: Pressemitteilng Nr. 23, von Dienstag, 9. Juni 2020, mit dem Titel „Die Schuldenuhr wird 25!“; https://www.steuerzahler.de/presse/detail/die-schuldenuhr-wird-25-darum-ist-sie-so-wichtig-wie-nie-zuvor/

Wirtschaft

  • Verkehrsunfälle und -tote auf historischem Tiefstand
    frg./destatis. WIESBADEN. 25. Mai 2020 – Das durch die Corona-Pandemie bedingte geringe Verkehrsaufkommen hat sich im März 2020 auch auf die Zahl der Straßenverkehrsunfälle ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Zahl der Verkehrsunfälle gegenüber März 2019 um 23 Prozent auf 166.000. Auch die Zahl der Verkehrstoten ging deutlich zurück: Im März 2020 kamen in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 158 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben (März 2019: 234). Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020.

    Die Zahl der Verletzten sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 Prozent auf rund 20.400. Einzig im Februar 2010 hatte es in einem Monat weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen gegeben (rund 19 500).

    Im 1. Quartal 2020 erfasste die Polizei insgesamt rund 564.000 Straßenverkehrsunfälle. Das entspricht einem Rückgang von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Darunter waren rund 53.600 Unfälle mit Personenschaden (-10,8 Prozent), bei denen 548 Menschen getötet wurden. Dabei ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 2019 um 14,5 Prozent beziehungsweise 93 Personen zurückgegangen. Die Zahl der Verletzten sank um 12,3 Prozent auf rund 68.500. 25.05.2020; Statistisches Bundesamt (destatis) Wiesbaden; in: Pressemitteilng Nr. 182, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „März 2020: So wenige Straßenverkehrsunfälle wie noch nie seit der Wiedervereinigung“; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/05/PD20_182_46241.html

  • Die derzeitige Geschäftslage der Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden hat sich seit der letzten Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2020 deutlich verschlechtert. Nur noch 22 Prozent der Unternehmer beschreiben ihre Lage als gut (-22 Prozentpunkte), 45 Prozent als schlecht (+37 Punkte). Ein Drittel der Betriebe verweisen auf eine befriedigende Geschäftslage (-15 Punkte). 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Die Geschäftserwartungen der Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden hat sich seit der letzten Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2020 deutlich verschlechtert. Noch 11 Prozent der Betriebe haben positive Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate (-5 Prozentpunkte). 59 Prozent rechnen jetzt mit schlechteren Aussichten (-42 Punkte). 30 Prozent der Betriebe gehen von gleichbleibenden Erwartungen aus (-37 Punkte). 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Das Thema Personalabbau ist bei den Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden, in den Fokus gerückt. Die Zahl der Unternehmen, die damit rechnet, in den kommenden zwölf Monaten Personal abbauen zu müssen, ist deutlich gestiegen: Nur noch 7 Prozent der Betriebe wollen neue Stellen schaffen (-11 Prozentpunkte), 32 Prozent ihre Belegschaft verkleinern (-18 Punkte) und 61 Prozent ihre Mitarbeiter halten (-7 Punkte). 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Mit Investitionen halten sich die Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden zurück: 12 Prozent der Betriebe wollen in den kommenden zwölf Monaten investieren (-13 Prozentpunkte), 56 Prozent planen eine Kürzung (+29 Punkte) und 32 Prozent gleichbleibende Investitionen (-16 Punkte). 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Die exportierenden Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden haben deutlich rückläufige Exporterwartungen. 11 Prozent rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit einem wachsenden Exportvolumen (-7
    Prozentpunkte), 56 Prozent gehen von einem Rückgang aus (+29 Punkte), ein Drittel von einem gleichbleibenden Export (-22 Punkte). 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Die Inlandsnachfrage wird von den Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden ertmals als größtes Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten genannt. 71 Prozent der Unternehmen erkennen hier ein Risiko (+19 Prozentpunkte gegenüber der Befragung im Frühsommer 2019). Der Fachkräftemangel, das Top-Risiko zwischen Frühsommer 2017 und Herbst 2019, wird jetzt nur noch von 23 Prozent der Unternehmen als Risiko identifiziert (-33 Punkte). Dieser Wert wurde zuletzt 2011 erreicht. 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die Auslandsnachfrage haben bei den Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden deutlich an Bedeutung gewonnen: 65 bzw. 29 Prozent (+16 bzw. +12 Punkte) der Betriebe erkennen hier Risiken für den Unternehmenserfolg. Das sind die höchsten Wert seit Abfrage der größten Risiken im Jahr 2010. 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Die Arbeitskosten sowie die Energie- und Rohstoffpreise haben für die Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden deutlich an Bedeutung abgenommen: Sie sind auf 25 bzw. 8 Prozent gefallen (-9 bzw. -18 Punkte). 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Im Thema Finanzierung sehen 13 Prozent der Unternehmen in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden ein Risiko für die eigene wirtschaftliche Entwicklung (+5 Prozentpunkte). 25.05.2020; Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Montag, 25.05.2020, mit dem Titel „Corona-Schock schickt Wirtschaft auf historischen Tiefpunkt“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/corona-schock-schickt-wirtschaft-auf-historischen-tiefpunkt-4806340
  • Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden 25 Prozent unter dem Vergleichswert von vor einem Jahr. Darüber hinaus sind 11 Prozent weniger offene Ausbildungsstellen gemelet als vor einem Jahr. 25.05.2020; Dr. Christian Gastl, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressegespräch, am Montag, 25. Mai 2020
  • 55 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich etwas (40 Prozent) oder sogar deutlich (15 Prozent) produktiver, seit sie Corona zur Arbeit von zu Hause verpflichtet hat. 22.05.2020; Befragung des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT); in: Geht nach Hause!; Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 14 ff.;
  • 70.000 Videokonferenzen laufen parallel über die Netze der Deutschen Telekom AG. 22.05.2020; in: Menschen der Woche; Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG; Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 22.
  • 69 Prozent der Konzerne planen Büroflächen zu verringern, um Kosten zu sparen 22.05.2020; Philipp Frohn; auf Basis einer Managerumfrage des Immobilienverandes Corenet (2020): Wette gegen den Trend; in: Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 19.
  • 20 Prozent der Arbeitsplätze werde mittelfristig ins Homeoffice verlegt. 22.05.2020; Philipp Frohn; auf Basis einer Aussage von Sven Wingerter, Chef des Beratungsunternehmens Eurocres (2020): Wette gegen den Trend; in: Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 19.
  • Kondomabsatz steigt um 56 %
    frg./destatis. WIESBADEN. 23. April 2020 – Wie eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt, waren Kondome besonders in der Woche vom 12. bis zum 22. März stark gefragt (+56 Prozent gegenüber August 2019 bis Januar 2020), aber auch in der Woche vor Ostern war der Absatz überdurchschnittlich (+6 Prozent). 23.04.2020; Statistisches Bundesamt (destatis) Wiesbaden; in: Pressemitteilng Nr. 146, von Donnerstag, 23.04.2020, mit dem Titel „Corona-Krise: Experimentelle Daten zeigen aktuelles Kaufverhalten“; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/04/PD20_146_61.html
  • Der Umsatz von Amazon ist im 1. Quartal 2020 weltweit um mehr als 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für Deutschland wird ein Umsatzzuwachs im zweistelligen Bereich vermutet. 26.06.2020; Dr. Anna Wolf, ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München: Aktuelles aus der Branche; in: VR Branchen special, 5.03 Einzelhandel Elektrotechnik; Juni 2020; Seite 4

Bevölkerung

  • Die Lust ans Kreuzfahrten ist ungebrochen. Reisebüro, Vermittlungsportale und Redereien melden im dritten Monat der Coronakrise eine fast rekordverdächtige Nachfrage 29.05.2020; Nele Husmann, Rüdiger Kiani-Kress: Comback der Petrischale; in: Wirtschaftswoche; Freitag, 29. Mai 2020; Seite 50 f.
  • 27 Prozent der Deutschen, die in einer Partnerschaft leben, sind unsicher, ob diese die Corona-Krise unbeschadet übersteht. Dieses Ergebnis brachte eine Umfrage der Partnervermittlung Parship unter rund 1.000 Bundesbürgern. 29.05.2020; Berndaette Winter: Zwischen Nähe und Distanz; in: Wiesbadener Kurier; Donnerstag, 28. Mai 2020; Seite 15
  • Für 51 Prozent der deutschen Bevölkerung ist es schwer auf den persönlichen Kontakt mit Freunden und Familienangehörigen zu verzichten. Bei den 18- bis 29-Jährigen trifft dies auf 60 Prozent zu. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • Für 50 Prozent der deutschen Bevölkerung ändert sich für das Beziehungsleben durch die Corona-Einschränkungen nahezu nichts. Bei den 18- bis 29-Jährigen trifft dies auf 44 Prozent zu. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • Für 35 Prozent der deutschen Bevölkerung stellt die Betreuung der Kinder eine große Herausforderung dar. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • 32 Prozent der deutschen Bevölkerung hat Angst, dass ihr die Decke auf den Kopf fällt. Bei den 18- bis 29-Jährigen trifft dies auf 45 Prozent zu. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • 23 Prozent der deutschen Bevölkerung macht der Verzicht auf den Kontakt zu den Kollegen zu schaffen. Bei den 18- bis 29-Jährigen trifft dies auf 33 Prozent zu. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • 21 Prozent der deutschen Bevölkerung, die in einer Beziehung leben, erwartet, dass es in der Partnerschaft während der Corona-Zeit mehr Streit geben wird. Bei den 18- bis 29-Jährigen trifft dies auf 34 Prozent zu. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • 13 Prozent der deutschen Bevölkerung, die in einer Beziehung leben, hat Angst vor der vielen gemeinsamen Zeit mit dem Partner während der Corona-Zeit. Bei den 18- bis 29-Jährigen trifft dies auf 16 Prozent zu. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • 43 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 29 Jahren, die in einer Beziehung leben, wird während der Corona-Zeit mehr Sex haben als bisher. Über alle Altersgruppen hinweg trifft dies auf 26 Prozent zu. 29.05.2020; Parship; Pressemitteilung vom 6. April 2020 mit dem Titel „Parship Studie: Liebesrisiko Paarantäne – Corona-Maßnahmen stellen mehr als jede vierte Partnerschaft vor die Zerreißprobe“; Für die Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.037 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt – davon 712 in Beziehung lebend. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2020 statt.; https://www.parship.de/presse/pressemeldungen/2020/parship-studie-liebesrisiko-paarantaene-corona-massnahmen-stellen-mehr-als-jede-vierte-partnerschaft-vor-die-zerreissprobe/
  • Lediglich 29 Prozent der Menschen in Hessen haben Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken. 14.05.2020; Hessischer Rundfunk; Pressemitteilung vom 14. Mai 2020 mit dem Titel „hr-Hessentrend: CDU bei Umfrage vorn“; https://www.hr.de/presse/der-hr/2020/hr-hessentrend-cdu-bei-umfrage-vorn-,hr-hessentrend-100.html
  • Lediglich 31 Prozent der Deutschen haben Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken. 22.05.2020; Prof. Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach: Schwerer Weg in die Normalität; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z.; Nr. 118; Freitag, 22. Mai 2020; Seite 8
  • Eine knappe Mehrheit der Deutschen hat sich nach eigenen Angaben persönlich gut auf die Corona-Situation eingestellt. 22.05.2020; Prof. Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach: Schwerer Weg in die Normalität; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z.; Nr. 118; Freitag, 22. Mai 2020; Seite 8
  • Jeder Vierte Deutsche sieht persönliche Vorteile durch die aktuelle Corona-Situation. 22.05.2020; Prof. Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach: Schwerer Weg in die Normalität; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z.; Nr. 118; Freitag, 22. Mai 2020; Seite 8
  • Jeder Dritte Deutsche kann nachvollziehen, dass man die aktuelle Corona-Situation genießen kann. Das Wohlgefühl in der Krise wird durch Zeitgewinn und Entschleunigung ausgelöst. 22.05.2020; Prof. Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach: Schwerer Weg in die Normalität; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z.; Nr. 118; Freitag, 22. Mai 2020; Seite 8
  • 65 Prozent der Deutschen akzeptieren die Maskenpflicht beim Einkaufen in im öffentlichen Nahverkehr. 22.05.2020; Prof. Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach: Schwerer Weg in die Normalität; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z.; Nr. 118; Freitag, 22. Mai 2020; Seite 8
  • 97 Prozent der Deutschen halten eine zweite Welle von Corona-Infektionen in Deutschland für wahrscheinlich (75 Prozent) oder ser wahrscheinlich (25 Prozent). 22.05.2020; Prof. Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach: Schwerer Weg in die Normalität; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z.; Nr. 118; Freitag, 22. Mai 2020; Seite 8
  • 44 Prozent der Deutschen rechnen mit einer Rücknahme der Lockerungen. 22.05.2020; Prof. Dr. Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach: Schwerer Weg in die Normalität; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, F.A.Z.; Nr. 118; Freitag, 22. Mai 2020; Seite 8
  • 62 Prozent (60 Prozent der Männer, 64 Prozent der Frauen) haben ihren herausgewachsenen Haarschnitt satt und wünschen sich einen Nachschnitt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel (IKW). 30.04.2020; Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW); Pressemitteilung vom 27. April 2020 mit dem Titel „Endlich wieder gut frisiert!“; Frage: Die Friseure haben jetzt seit einigen Wochen geschlossen. Wenn die Friseure wieder aufmachen, welche Leistung würden Sie gerne als erstes, zweites oder drittes in Anspruch nehmen? Basis: Alle Befragten (n = 1051 / 535 / 516) Durchgeführt von: Lönneker & Imdahlrheingoldsalon; https://www.ikw.org/schoenheitspflege/pressebereich/detail/endlich-wieder-gut-frisiert-692/
  • Lediglich 41 Prozent der deutschen Bevölkerung halten COVID-19 für gefährlich. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), 31.03.2020, Pressekonferenz

Übertragungswege

  • Prinzipiell können Atemwegsinfektionen durch Kontakt, Tröpfchen oder aerogen übertragen werden. 20.05.2020; Thieme Verlagsgruppe; Pressemitteilung vom 13. Mai 2020 mit dem Titel „FZMedNews: Welche Schutzmaske schützt vor COVID-19?“; https://www.thieme.de/de/presse/schutzmasken-covid-19-156305.htm
  • Bei einer Kontaktübertragung erfolgt die Ansteckung zum Beispiel durch das Berühren von Mund, Nase oder Augen mit den Händen, an denen der Erreger haftet. Händehygiene und das Vermeiden von Berührungen im Gesicht reduzieren daher die Ansteckungsgefahr. Diese Maßnahmen sind auch bei COVID-19 angezeigt, da es als gesichert gilt, dass SARS-CoV-2 durch Kontakt mit den Händen übertragen wird. 20.05.2020; Thieme Verlagsgruppe; Pressemitteilung vom 13. Mai 2020 mit dem Titel „FZMedNews: Welche Schutzmaske schützt vor COVID-19?“; https://www.thieme.de/de/presse/schutzmasken-covid-19-156305.htm
  • Coronaviren werden allen bisherigen Erkenntnissen zufolge auch durch Tröpfchen übertragen. Zu einer Tröpfcheninfektion kommt es, wenn respiratorische Sekrettröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten auf die Schleimhäute der oberen Atemwege und Augen-Bindehaut einer anderen Person gelangen. Aufgrund ihrer Masse und Größe (>5 μm) sinken die Tröpfchen unter Innenraumbedingungen schnell ab und legen meist nur Strecken von weniger als einem Meter zurück. Vor einer Tröpfchenübertragung schützt ein nach bestimmten Qualitätsnormen hergestellter Mund-Nasen-Schutz (MNS), der auch als „OP-Maske“ bezeichnet und als Einmalmaterial verwendet wird. „Zahlreiche Studien mit geschultem Personal im klinischen Bereich haben gezeigt, dass ein MNS den Träger zusammen mit einer Schutzbrille vor Infektionen durch die Tröpfchen anderer Personen schützt. Umgekehrt schützt ein MNS auch andere Personen vor Infektionen durch die Tröpfchen des Trägers“, fassen die Autoren eines Fortbildungsbeitrags, der in der Fachzeitschrift „Krankenhaushygiene up2date“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2020) erschienen ist, zusammen. Die Autore sind PD Dr. med. Roland Schulze-Röbbecke und Professor Dr. med. Sebastian Lemmen vom Zentralbereich für Krankenhaushygiene und Infektiologie der RWTH Aachen, Dr. rer. nat. Marcus Reska vom Deutschen Beratungszentrum für Hygiene (BZH) 20.05.2020; Thieme Verlagsgruppe; Pressemitteilung vom 13. Mai 2020 mit dem Titel „FZMedNews: Welche Schutzmaske schützt vor COVID-19?“; https://www.thieme.de/de/presse/schutzmasken-covid-19-156305.htm
  • Von einer aerogenen Übertragung (auch „Aerosol“- oder „luftgetragene Übertragung“ genannt) sprechen Wissenschaftler, wenn Krankheitserreger in Aerosolen, als kleinste, luftgetragene Tröpfchen, ihre Infektiosität beibehalten. In der Luft verdunsten Tröpfchen zu sogenannten Tröpfchenkernen, die aufgrund ihrer geringen Masse und Größe (<5 μm) nicht zu Boden sinken, sondern sich in der Luft schwebend über Distanzen von vielen Metern verbreiten können. Laut Schulze-Röbbecke und seinen Kollegen gibt es bisher jedoch keine ausreichenden Belege dafür, dass der Erreger von COVID-19 aerogen übertragen wird. 20.05.2020; Thieme Verlagsgruppe; Pressemitteilung vom 13. Mai 2020 mit dem Titel „FZMedNews: Welche Schutzmaske schützt vor COVID-19?“; https://www.thieme.de/de/presse/schutzmasken-covid-19-156305.htm

Hinweise zum Umgang mit der Situtation

Steuern und beschränken Sie Ihren Medienkosum

frg. WIESBADEN. 27.03.2020. – Sie können 24 Stunden am Tag die ungezählten Tickermeldungen und Nachrichten verfolgen. Tun Sie das nicht Steuern Sie Ihren Medienkonsum. Verfolgen Sie die Nachrichtenlage maximal dreimal pro Tag für jeweils maximal eine Zeitstunde.

Filtern Sie die Nachrichten

frg. WIESBADEN. 27.03.2020. – Es werden viele, sehr viele Meldungen und Nachrichten veröffentlicht. Für Sie ist nur ein Bruchteil davon relevant. Was Beppe Sala, der Bürgermeister von Mailand auf seiner Facebookseite so alles schreibt, oder was Bilal Eksi, der Chef von Turkish Airlines so alles twittert, braucht Sie in der Regel nicht zu belasten.

Interessieren Sie sich für die für Sie relevanten Nachrichten

frg. WIESBADEN. 27.03.2020. – Sie wohnen in einem bestimmten Land, in einem bestimmten Bundesland, in einer bestimmten Stadt. Wenn eine Zeitung titelt: „Deutschland versinkt auch nicht im Abiturchoaos“ muss Sie das nicht belasten. Haben Sie sich in jüngster Zeit auf Ihr Abitur vorbereitet? Sind Sie Eltern von Kindern in der Abitur-Vorbereitung? Wenn ja: Sie wohnen in einem Bundesland, in einer Stadt und für Sie ist nur relevant, was in der einen Schule passiert. Wenn Sie beispielsweise in Wiesbaden wohnen, brauchen Sie die Besonderheiten auf den Inseln oder an der polnischen Grenze nicht zu interessieren.

Vieles ist nicht neu

frg. WIESBADEN. 27.03.2020. – Vieles von dem, was jetzt passiert, ist nicht neu. Bombenentschärfungen, Terrorwarnungen, Amokläufe, Altweiberfastnacht, Hochwasser, Schneechaos, Sturm, Blitzeis, SARS, MERS, Ebola, Grippewelle, Vogelgrippe, 11. September, Streiks, Besuche von ausländischen Staatsoberhäuptern, Technik-Sonderangebote bei Aldi, Verunreinigung von Kinderspielplätzen mit Glasscherben. Wer bewusst auf die letzten Jahre blickt, dem erschließt sich, dass es viele Gründe gibt, warum, Behörden geschlossen werden, kein Unterricht stattfindet, nicht alle Lebensmittel verfügbar sind oder Spielplätze wochenlang geschlossen sind. Jetzt ist vieles kompakter.

Plötzlich ist etwas eine Nachricht

frg. WIESBADEN. 27.03.2020. – Die Medien brauchen Nachrichten. Und so wird plötzlich etwas zu einer Meldung, was üblicherweise gar nicht wahrgenommen wird. Wenn in einem Rewe-Markt die Haferflocken ausverkauft sind, führte dies in der Vergangenheit nicht zu einem medialen Aufschrei. Jetzt schon. Denn: Die Medien brauchen Nachrichten.

Zitate

frg. WIESBADEN. 16.06.2020, 15.06.2020, 04.06.2020, 02.06.2020. 29.05.2020, 22.05.2020, 20.05.2020, 24.04.2020, 17.04.2020, 03.04.2020, 17.03.2020. – Politiker, Wissenschaftler, Unternehmer, Verbandsvertreter etc. sagen täglich viele Dinge. Manche dieser Aussagen sind bemerkenswert. Wir haben einige gesammelt.

  • Es ist nicht die erste Corona-Warn-App weltweit, aber es ist die Beste. Mit SAP und der Deutschen Telekom haben wir ein zugkräftiges Projektmanagement-Team für die Umsetzung gefunden. 16.06.2020; Helge Braun (CDU), Kanzleramtsminister der Bundesrepublik Deutschland, Pressekonferenz der Bundesregierung am 16. Juni 2020 zum Start der Corona-Warn-App; in: Deutsche Telekom; Pressemitteilng, von Dienstag, 16.06.2020, mit dem Titel „Deutschland kann digital: Corona-Warn-App gestartet“; https://www.telekom.com/de/konzern/details/corona-warn-app-gestartet-602100
  • Die Krise hat wie unter einem Brennglas die guten wie die schlechten Entwicklungen in unerem Land [Hessen] gezeigt. 15.06.2020; Christian Stang im Interview mit Mathias Wagner, Vorsitzender der Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Hessischen Landtag: Wir investieren für künftige Generationen; in: Wiesbadener Kurier, Freitag, 12. Juni 2020, Seite 6
  • Es ist richtig, dass die Landesregierung [Hessen] ein transparentes Sondervermögen bereitstellen möchte, welches die finanzielle Handlungsfähigkeit des Landes und der Kommunen sicherstellt. Allerdings sind gerade jetzt die Interessen der zukünftigen Generationen mehr denn je zu wahren. Wir dürfen die Schuldenbremse nicht aus den Augen verlieren. 15.06.2020; Sebastian Sommer (CDU), Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen; in: Pressemitteilng, Nr. 19/2020, von Freitag, 12.06.2020, mit dem Titel „Junge Union Hesen begrüßt Corona-Sondervermögen“; https://www.ju-hessen.de/aktuelles/junge-union-hessen-begruesst-corona-sondervermoegen/
  • Bis auf Gelder für unsere Sicherheit sowie Zukunftsinvestitionen in Bildung, Digitalisierung, Forschung und Infrastruktur muss in den kommenden Haushalten alles auf den Prüfstand. Gleichzeitig lehnen wir Steuererhöhungen ab und stehen weiterhin zur Schuldenbremse. 15.06.2020; Benedikt Stock (CDU), Referent für Wirtschaft und Finanzen im Landesvorstand der Jungen Union Hessen; in: Pressemitteilng, Nr. 19/2020, von Freitag, 12.06.2020, mit dem Titel „Junge Union Hesen begrüßt Corona-Sondervermögen“; https://www.ju-hessen.de/aktuelles/junge-union-hessen-begruesst-corona-sondervermoegen/
  • Die Große Koalition hat ein ausgewogenes Paket aus schnell wirkenden Nachfrageimpulsen, Überbrückungshilfen für krisengeschädigte Unternehmen und strukturellen Verbesserungen geschnürt. Das wird Deutschland insgesamt wettbewerbsfähiger machen und kommt auch unserer heimischen Wirtschaft zugute. Das Konjunkturpaket ist ein wichtiges und gutes Signal an unsere Unternehmen und Verbraucher.
    15.06.2020; Dr. Reinhard Völker, Kreisvorsitzender der MIT Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Mittwoch, 04.06.2020, mit dem Titel „Ein wichtiges und gutes Signal an Unternehmen und Verbraucher“;
  • Damit die Coronakrise nicht zur Fachkräftekrise wird, setzen wir jetzt alle Kräfte ein, um bestehende Ausbildungen zu erhalten und neue zu ermöglichen. 15.06.2020; Christine Lutz, Geschäftsführerin Bildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressemitteilng, von Mittwoch, 03.06.2020, mit dem Titel „Dranbleiben – Ausbildung sichert Zukunft“; https://www.ihk-wiesbaden.de/presse/journalisten/pressemeldungen/-dranbleiben-ausbildung-sichert-zukunft–4813088
  • Wir wollen mit Wumms aus der Krise kommen. 04.06.2020; Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, 5. Juni 2020, Vorstellung des 130-Milliarden-Euro-Konjunkturpaketes; loe: Koalition einigt sich auf 130-Milliarden-Konjunkturpaket; in: Frankfurter Allemeine Zeitung (F.A.Z.), Nr. 128, Donnerstag, 4. Juni 2020, Seite 1
  • Statt der großen Bühne inmitten des Messetrubels [bei der Verleihung des Leipziger Buchpreises] gab es Lagerfeuerromantik am heimischen Küchenradio, als die Umschläge mit den Namen der Preisträger aufgerissen wurden. 02.06.2020; Dr. Wiebke Porombka, Redakteurin Literatur, Deutschlandradio Kultur: Literaturpreise im Radio; in: Deutschlandradio, Das Magazin, 06/2020; Freitag, 29. Mai 2020; Seite 12.
  • Das Infektionsrisiko auf einem Kreuzfahrtschiff ist vergleichbar mit dem in einem Flüchtlingsheim 29.05.2020; Kayvan Bozorgmehr, Epidemologie, Universität Bielefeld; Nele Husmann, Rüdiger Kiani-Kress: Comback der Petrischale; in: Wirtschaftswoche; Freitag, 29. Mai 2020; Seite 50 f.
  • Etwa zwei bis drei Jahre dauert es nach einer Krise, bis sie [die Dividenden] sich wieder normalisieren. 29.05.2020; Matthew Jennings, Aktienexpoerte bei Fidelity International; Heide Scherdtfeger, Niklas Hoyer: Neue Zinsen? Welche neuen Zinsen; in: Wirtschaftswoche; Freitag, 29. Mai 2020; Seite 75 ff.
  • Es sind finstere Zeiten für den klassischen Flurfunk 29.05.2020; Brigitte Weingart, Medienwisenschaftler, Berliner Universität der Künste; Katharina Redanz: Finstere Zeiten für den Flurfunk; in: Wiesbadener Kurier; Freitag, 29. Mai 2020; Seite 28
  • Wir brauchen auch direkt vor Ort kreative Lösungen und eine klare Strategie, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. 25.05.2020; Dr. Christian Gastl, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressegespräch, am Montag, 25. Mai 2020
  • Positiv ist der Umgang vieler Unternehmen mit der Krise. Hier zeichnet sich ein Innovations- und Digitalisierungsschub ab. Viele Betriebe arbeiten daran, sich neu für die Zukunft aufzustellen – und es gibt in unserer eng vernetzten Region dafür sehr viel gegenseitige Unterstützung. 25.05.2020; Dr. Friedemann Götting, stellvertretender Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressegespräch, am Montag, 25. Mai 2020
  • Wir stehen an einem Wendepunkt. Noch ist die Unsicherheit weitverbreitet. 25.05.2020; Dr. Florian Steidl, Chefsvolkswirt der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wiesbaden; in: Pressegespräch, am Montag, 25. Mai 2020
  • Früher fühlte man sich als Versager, wenn man nicht jede Nacht auf zehn Partys ging. Heute ist ein Abend zu viert besser, als zehn Events mit 1.000 Menschen. 22.05.2020; Nele Husmann im Interview mit Nouriel Roubini, Ökonomieprofessor an der New York University (2020): Eine neue Welt der Deglobalisierung; in: Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 36 f.
  • Noch vor Monaten eilte das Unternehme [WeWork] von einer Milliardenbewertung zur nächst höheren, seit dem geplatzten Börsengang Ende des vergangenen Jahres [2019] hat sich die Richtung umgekrehrt, das Tempo aber ist gebliben. 22.05.2020; Max Haerder; Fünf Ideen gegen das Jobsterben; in: Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 32 f.
  • Irgendwann wird diese Krise enden, vielleicht schneller als befüchtet, vielleicht später als erhofft. 22.05.2020; Max Haerder; Fünf Ideen gegen das Jobsterben; in: Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 32 f.
  • Der Ackergaul Telekom zieht Deutschland auf seinen Netzen durch die Coronakrise 22.05.2020; Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG: Menschen der Woche, in: Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 22.
  • Die Arbeit auf Distanz soll die Norm für alle Geschäftsbereiche werden, die nicht direkt mit der Produktion verbunden sind. 22.05.2020; Xavier Chéreau, Personalchef des französischen Autokonzern PSA; zitiert in der Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 14 ff.; „Geht nach Hause!“
  • Corona hat gezeigt, dass die Kolleginnen und Kollegen auch im Homeoffice äußerst produktiv arbeiten. 22.05.2020; Deutsche Börse AG; zitiert in der Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 14 ff.; „Geht nach Hause!“
  • Das Büro als sozialer Ort mit Meetingraum und Kaffeebar – das finden viele gerade jetzt wünschens- und erstrebenswert. Claudia Hartwich, Personalchefin von Microsoft Deutschland; zitiert in der Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 14 ff.; „Geht nach Hause!“
  • Virtuelle Termine funktionieren bestenfalls bei langjährigen Partnern. 22.05.2020; Tobias Ragge, CEO/Geschäftsführer HRS (Online-Reiseunternehmen); zitiert in der Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 14 ff.; „Geht nach Hause!“
  • Kein Verkäufer will jetzt 50 Zoom-Calls aufsetzen. 22.05.2020; Tobias Ragge, CEO/Geschäftsführer HRS (Online-Reiseunternehmen); zitiert in der Wirtschaftswoche, 22/2020, Freitag, 22. Mai 2020, Seite 14 ff.; „Geht nach Hause!“
  • Das Coronavirus ist ein Schuss vor den Bug für die Menschheit. Wir bremsen auf dem ganzen Planeten die Wirtschaft ab. Wenn wir wieder anfahren, muss es anders werden, damit die Klimakrise nicht später noch viel größere Rückschläge mit sich bringt. Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlands: Lieber Schulden als Arbeitslosigkeit, in: Wirtschaftswoche, 20/2020, Freitag, 8. Mai 2020, Seite 32 ff.
  • Lasst uns alle zweimal in der Woche Pommes essen statt nur einmal. Romain Cools, Geschäftsführer Belgapom: Menschen der Woche, in: Wirtschaftswoche, 20/2020, Freitag, 8. Mai 2020, Seite 22.
  • Generell wird der ländliche Raum in diesem Jahr beim Sommerurlaub eine besondere Rolle spielen. Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Toursistik-Verbandes: Menschen der Woche, in: Wirtschaftswoche, 20/2020, Freitag, 8. Mai 2020, Seite 22.
  • Wichtig ist, dass wir es schaffen, dass aus Glutnestern kein Flächenbrand wird. Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler der Republik Österreich, 7. Mai 2020, Pressekonferenz.
  • Jedes Stück Freiheit, was möglich ist, muss unter diesen Bedingungen des Virus verantwortungsbewusst von jedem einzelnen Menschen genutzt werden. Und wir bitten immer wieder alle das zu tun. Denn wenn’s jeder tut ist es für alle gemeinsam besser. Dr. Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, 6. Mai 2020, Pressekonferenz.
  • Der Immer-Weiter-Schneller-Mehr-Kapitalismus der letzten 30 Jahre muss aufhören. Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Aussage zum Erdüberlastungstag am Sonntag, dem 3. Mai 2020: Umdenken bei der Globalisierung, in: Wiesbadener Kurier, Montag, 4. Mai 2020, Seite 1.
  • Ein Auslöser der [Corona-]Pandemie liegt auch am Raubbau an der Natur, in der Rodung der Regenwälder. Deshalb müssen wir umdenken. Gerd Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Aussage zum Erdüberlastungstag am Sonntag, dem 3. Mai 2020: Umdenken bei der Globalisierung, in: Wiesbadener Kurier, Montag, 4. Mai 2020, Seite 1.
  • Und manchmal wundern wir uns über uns selbst. Da werden in rasendem Tempo Veränderungen umgesetzt, über die wir früher, vor Corona, lange diskutiert hätten. Das ist die Zeit des Pragmatismus. 02.06.2020; Andreas Peter Weber, Programmdirektor: Über das Senden in Zeiten von Corona; in: Deutschlandradio, Das Magazin, 05/2020; Donnerstag, 30. April 2020; Seite 10 f.
  • Kunden lernen zu verzichten, ohne dass ihnen überhaupt etwas fehlt. Karl Schwitzke, Unternehmer (2020): Plötzlicher Evolutionssprung, in: Wirtschaftswoche, 19/2020, Donnerstag, 30. April 2020, Seite 64 – 65.
  • Auch die Europäische Zentralbank (EZB) und der Staat werden hier umenken müssen: Weder Negativzinsen zur Anregung des Geldausgebens noch die Erbschaftsbesteuerung von Kassenbeständen der Unternehmen als nicht betriebsnotwendiges Kapital fördern die Kriesenresitenz. Robert Kramer Unternehmer und seit 2013 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (2020): Verantwortung geht jetzt vor Egosimus, Gastkommentar, in: Wirtschaftswoche, 19/2020, Donnerstag, 30. April 2020, Seite 10.
  • Wirtschaftlich muss in den Unternehmen und bei den Kapitalgebern der Wert des Eigenkapital und der Liquidität in den Kassenbeständen wieder höher gewichtet werden. Robert Kramer Unternehmer und seit 2013 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (2020): Verantwortung geht jetzt vor Egosimus, Gastkommentar, in: Wirtschaftswoche, 19/2020, Donnerstag, 30. April 2020, Seite 10.
  • Trotz der Krise laufen die Skripte und Programme, die den Spam versenden, anscheinend einfach weiter. Ganz so, als hätte jemand in den Verteilzentren der globalen Werbeindustrie vergessen, den Off-Schalter zu drücken, bevor auch er das Licht ausgeschaltet und sich ins Home-Office verabschiedet hat. 22.05.2020; Michael Moorstedt (2020): Warum Zoom die Menschen so müde macht; in: Süddeutsche Zeitung, SZ; Montag, 27. April 2020; https://www.sueddeutsche.de/digital/zoom-fatigue-videokonferenz-ermuedung-corona-1.4888670 ; letzter Zugriff: 22.05.2020
  • Wenn ein Manager von 100 Entscheidungen 60 richtig fällt, ist das super. Rheinhold Würth, Vorsitzender der Würth-Gruppe, Wirtschaftswoche, Ausgabe 18, 24. April 2020, Seite 90 ff. „Der jungen Generation fehlt der Antrieb“.
  • Wir wollen die Besten sein, nicht die Schnellsten. Rheinhold Würth, Vorsitzender der Würth-Gruppe, Wirtschaftswoche, Ausgabe 18, 24. April 2020, Seite 90 ff. „Der jungen Generation fehlt der Antrieb“.
  • Das ist eine Langstrecke, bei der uns nicht zu früh die Kraft und die Luft ausgehen dürfen. Dr. Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, 23. April 2020, Regierungsklärung im Deutschen Bundestag.
  • Ich bin immer ganz neidisch auf die, die schon immer alles gewusst haben. Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, 22. April 2020, Regierungsbefragung im Deutschen Bundestag.
  • Wir müssen uns alle bewusstmachen, dass wir die Epidemie durch die Verlangsamung der Infektionsketten lder letzten Wochen nicht bewältigt haben, sie dauert an. Deshalb können wir nicht zum gewohnten Leben der Zeit vor der Epidemie zurückkehren, sondern wir müssen lernen, wie wir für eine längere Zeit mit der Epidemie leben können. Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungsschefs der Länder am 15. April 2020.
  • Eine Pandemie kennt keine Feiertage. Dr. Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, 1. April 2020, nach einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten, bei der entschieden wurde, dass die Kontaktbeschränkungen bis nach Ostern aufrecht erhalten werden.
  • In dieser Krise ungekannten Ausmaßes können wir uns glücklich schätzen, so große Solidaritätsressourcen in unserer Gesellschaft zu besitzen. Wir müssen aber ehrlich sein: Auch mit diesen Ressourcen gilt es sorgsam umzugehen und Spannungen zwischen unterschiedlichen Ansprüchen bedürftiger Gruppen fair auszuhandeln. Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, 27. März 2020.
  • Halten Sie soziale Distanz, jedoch ohne soziale Kälte zu verbreiten. Gerd Uwe Mende (SPD), Oberbürgermeister Wiesbaden, 26. März 2020, Stadtverordnetenversammlung im Dotzheimer Bürgerhaus statt im Stadtverordnetensaal.
  • Wenn wir jetzt richtig und besonnen handeln, werden wir auch wirtschaftlich stärker aus dieser Krise hervorgehen, als wir in diese Krise hineingegangen sind. Unser Ziel muss darin bestehen, dass die Marktwirtschaft diese Bewährungsprobe mit Bravour besteht. Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie; 25. März 2020; Generaldebatte „Bewältigung der Corona-Krise“ im Deutschen Bundestag.

Unsere Sicht der Dinge

Der Postcoronakonsument verspätet sich

frg. WIESBADEN. 22. Juni 2020 – Kaum war die sog. Corona-Krise da, wurde viel darüber spekuliert, wie die Welt nach Corona aussehen würde. Ständig wurde wiederholt, die Welt würde nicht mehr so sein wie vorher. Peter Steinkirchner und Philipp Frohn sprachen sogar vom Postcoronakonsumenten als nächste Evolutionsstufe. Für die Unternehmensberatung McKisey galt eine Rückkehr in die Zeit vor Corona als ausgeschlossen. Die Lust aufs Geldausgeben würde – bis bisher noch in jeder Krise – nachlassen. Die Hälfte der Deutschen hat bei eier Umfrage der Boston Consulting Group angegeben, wie wolle beim Konsum sparen, insbes. aus Angst vor einer Rezession. Dieses Sparen könne bis zu zwei Jahre dauern.

In den letzten Jahren wurden viel über den bewussten Konsumenten gesprochen, über den Bedeutungsverlust der Konsummeilen in den Outlet-Zentren und in den Innenstädten. Es wurde prognostiziert, es gäbe eine Neugewichtung privater Ausgaben in Richtung Erlebnisse statt Produkte. Dies trage auch zu einem nachhaltigen Konsum und somit zu einem geringeren Verbrauch an Ressourchen, zu einem aktiven Klimaschutz, zu besseren Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern und nicht zuletzt zu einem bewussteren Umgang mit der Natur bei.

Tatsächlich konnte man im März 2020 feststellen, dass Bücher schneller vom kleinen Buchhänder um die Ecke, als von Amazon geliefert wurden. Die Menschen hatten Zeit festzustellen, was sie brauchen und was nicht. Karl Schwitzke, Unternehmer im Ladenbau, sagte dazu: „Sie merkten: Ich kann auf vieles verzichten, ohne dass es mir überhaupt fehlt.“ Er prognosizierte diese Erkenntnis „wird noch lange nachhallen“. In die gleiche Richtung gingen die Äußerungen, die der Wegwerfmode einen baldigen Tod voraussagten. Man würde Kleidung kaufen, die länger halte, als nur eine Saison und die der Käufer auch freiwillig mehrmals tragen werde.

Doch kaum hatten im Mai 2020 viele Geschäfte wieder geöffnet, konnte man erkennen: Es hat sich nichts Wesentliches geändert. Die Innenstädte sind voll. Auf der Suche nach Ablenkung von sich selbst schieben sich die Menschen durch die Fußgängerzonen. Auch die Parkplätze von Outlet-Zentren und anderen Einkaufsgelegenheiten sind voll. Und wie vor der sog. Krise auch: Die Menshen bewegen ihr 1,3 Tonnen schweres Auto, fahren damit zum Lebensmittelgeschäft und kaufen eine kleine Flasche koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk oder ein Päckchen Kaugummi oder ein belegtes Brötchen. Und das wie selbstverständlich mehrmals in der Woche. Die Lebensmittelhändler tragen ihren Teil dazu bei, indem sie einzelne Produkte – nur für wenige Tage – zu einem erheblichen Preisnachlass – 30, 40, 50 Prozent und mehr – anbieten.

Wir können kein Verhalten der Verbraucher hin zu einem nachhaltigen Konsum feststellen. Die vielen Menschen in den Geschäften, die nur ganz wenige Artikel einkaufen, sind noch anstrengender als vor März 2020 – Sie verhalten sich extrem egoistisch und somit rücksichtslos. Denn sie rücken den Menschen, die bewusst einkaufen und versuchen die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, nahe, sehr nahe, zu nahe. 22.06.2020; Einige Anregungen und Zitate wurden inspiriert von Peter Steinkirchner un Philipp Frohn in: Plötzlicher Evolutionssprung; Wirtschaftswoche, 19/2020, Freitag, 30. April 2020, Seite 64 f.

Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

frg/uniq/dfv/destatis/. WIESBADEN/HOLZWICKEDE/FRANKFURT AM MAIN. 29. Mai 2020 – Seit Jahren wird über über nachhaltiges Einkaufen – auch bei der Kleidung- diskutiert. Viele Medien haben häufig darüber berichtet. Die Berichterstattung über Umweltschutz, Klimawandel, Fridays for Future u. a. haben das Bild vermittelt, als sei nachhaltiges, gezieltes Einkaufen beim überwiegenden Teil der Bevölkerung angekommen. Doch, das war nie so.

FashionFee hat dies anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni 2019 thematisiert. Pro Jahr kauft man durchschnittlich 60 Kleidungsstücke – das sind fünf Teile pro Monat. Die neuen Errungenschaften werden aber über einen immer kürzeren Zeitraum getragen: geshoppt, getragen, vergessen! Für mehr Nachhaltigkeit sorgt das Prinzip „Capsule Wardrobe“, eine minimalistische Auswahl an Kleidungsstücken. Damit die Outfits nicht langweilig werden, muss man auf die richtigen Basics setzen. Eine Blue Jeans, ein weißes T-Shirt oder eine Bluse, einen beigefarbenen Trenchcoat, das kleine Schwarze oder auch eine Lederjacke gehören zu den Allroundern, die auf jeden Fall im Kleiderschrank hängen sollten. Mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank ist einfacher als gedacht! Denn mit einem bewussteren Shoppingverhalten und ausgewählten Kleidungsstücken kann man modisch unterwegs sein und liegt voll im Trend. Auch wenn hochwertigere Kleidung etwas teurer ist, spart man sich auf lange Sicht einiges an Geld – denn weniger ist tatsächlich am Ende mehr!

Beim stationären Modeeinzelhandel hat es zuletzt im Jahr 2010 einen positiven Jahresabschluss gegeben. Nach dem Krisenjahr 2009 (Wirtschafts- und Finanzkrise) konnte der Modehandel damals die Umsätze steigern. Seit dem sinken die Erlöse Jahr für Jahr. Das liegt auch an den Reduzierungen der Modeanbieter sowie an der Warensteuerung.

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzen im April 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 6,5 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 5,3 Prozent weniger um als im April 2019. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage. Kalender- und saisonbereinigt war der Umsatz im April 2020 im Vergleich zum März 2020 real um 5,3 Prozent und nominal um 5,1 Prozent niedriger. Das war – wie schon im März 2020 – der stärkste Umsatzrückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007. Im März war der Umsatz real und nominal um 4,0 Prozent zum Vormonat gesunken.

Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren hat im April 2020 mit mit real -70,7 Prozent und nominal -70,9 Prozent gegenüber April 2019 den größten seit 1994 gemessenen Umsatzeinbruch in einer Branche des Einzelhandels verzeichnet.

Trotz dieser Kaufzurückhaltung bei Kleidung musste niemand unbekleidet aus dem Haus gehen. Wird es also ernst mit dem nachhaltigen Kauf von Kleidung? 25.05.2020; UNIQ GmbH, in: Pressemitteilung von 3. Juni 2019, mit dem Titel „Fünf Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank“; https://www.presseportal.de/pm/115697/4286893; dfv Mediengruppe, in: Pressemitteilung vom 8. Januar 2020, mit dem Titel „Viertes Minusjahr in Folge für den stationären Modehandel“; https://www.dfv.de/presse/aktuellemitteilungen/Viertes-Minusjahr-in-Folge-fuer-den-stationaeren-Modehandel-3293; Statistisches Bundesamt (destatis) Wiesbaden; in: Pressemitteilng Nr. 192 von Donnerstag, 21. Mai 2020, mit dem Titel „Einzelhandelsumsatz im April 2020 real 6,5 % niedriger als im April 2019“; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/05/PD20_192_45212.html

Toilettenpapier

frg./destatis. WIESBADEN. 29. Mai 2020 – Noch immer wird über das „Hamstern“ von Toilettenpapier geredet. Das Statitische Bundesamt (destatis) wertet seit der Kalenderwoche 9/2020 den Absatz von ausgewählten Verbrauchgütern experimentell mithilfe digital verfügbarer Kassendaten, sogenannter Scannerdaten, aus. Diese Daten werden aufbereitet und in Relation zu den Daten von August 2019 bis Januar 2020 gesetzt. Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung beim Absatz je Kalenderwoche gegenüber dem Zeitraum August 2019 bis Januar 2020.

Produkt KW 09 KW 10 KW 11 KW 12 KW 13 KW 14 KW 15 KW 16 KW 17 KW 18 KW 19 KW 20
Toilettenpapier 56 99 131 211 46 -29 -64 -65 -8 1 -19 -28

25.05.2020; Statistisches Bundesamt (destatis) Wiesbaden; in: Pressemitteilng Nr. 178 von Montag, 20.05.2020, mit dem Titel „Corona-Krise: Experimentelle Daten zeigen aktuelles Kaufverhalten“; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/05/PD20_178_61.html

Seife – wie geht das?

frg. WIESBADEN. 30.04.2020. – Über Jahre und Jahrzehnte waren Waschräume in Schulen häufig Orte, an denen die Schüler ihre Aggressionen auslassen konnten. Das geschah oft unter den Augen der Lehrkräfte, Behörden, Eltern – meist folgenlos. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) berichtete Anfang März 2020 in dem Artikel „Der Kampf um die Seife an Frankfurter Schulen“ eindrucksvoll davon, was Schüler in den Schulen mit Seife und Toilettenpapier tun: Sie tränken Toilettenpapier mit Seife und werfen dieses an die Decke. Dieses „Spiel“ ist gelungen, wenn das getränkte Toilettenpapier an der Decke hängen bleibt.

Ende April 2020 hat die German Toilet Organisation (GTO) sich diesem Thema angenommen. Am 30. April 2020 wurde dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin wird auf ein Diskussionspapier mit dem Titel „Empfehlungen für Sanitärhygiene und Infektionsschutz in deutschen Schultoiletten in Zeiten der COVID-19 Pandemie“ hingewiesen. Herausgeber des Diskussionspapiers ist die German Toilet Organisation (GTO), der Bundes Eltern Rat und das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit. In dem Diskussionspapier wird gefordert, in der Schule den korrekten Umgang mit Wasser und Seife zu vermitteln. Wörtlich heißt es darin u. a.: „Korrektes Händewaschen mit Wasser und Seife sowie ein Trocknung der Hände mit Einmalhandtüchern zu allen kritischen Zeitpunkten sollte mit den Schüler*innen eingeübt, gefördert und praktiziert werden. […] Zur Einübung des richtigen Händewaschens sollten Demonstrationen oder spielerische Übungen im Unterricht durchgeführt werden. Eine grundlegende Wissensvermittlung zur Funktion von Seife ist zu empfehlen.“

Da kamen die jungen Schüler jahrelang, die mittleren über zehn Jahre lang und die älteren Schüler fast zwei Jahrzehnte durch das Leben, ohne im Umgang mit Wasser, Seife und Handtüchern vertraut zu sein.

New-Work-Space am Ende?

frg. WIESBADEN. 30.04.2020. – In den vergangenen Jahren gab es überwiegend Einzel- oder Mehr-Personen-Büros. Seit einigen Jahres ist eine neue Form der Bürogestaltung in den Fokus geraten. Dieser Trend wird New-Work-Space genannt. Auch Vorgesetzte haben vielfach auf ihr Büro verzichtet und sich auf die Fläche zu ihren Mitarbeitern gesetzt – einige Freiwillig, andere unfreiwillig.

Die Wirtschaftswoche veröffentlicht wöchtentlich einen Beitrag, in dem ein Vorstand in seinem Büro besucht wird. Viele Vorstände wurden nicht müde die Vorzüge der offenen Büroarchitektur, des Lebens ohne Assistentin, der ständigen Erreichbarkeit für alle zu betonen. Das hat sich im Frühjahr 2020 – als viele Vorstände ins Homeoffice umgezogen sind – schlagartig geändert.

Nun kann man nahezu wöchentlich in der Wirtschaftswoche lesen, wie angenehm es sei, ohne ständige Störungen arbeiten zu können, wie hilfreich Ruhe für gute Arbeitsergebnisse ist, wie viele Ablenkungen es in einem New-Work-Space gibt. Kurzum: Wie produktiv und effizient ein Arbeiten in einem Einzelbüro ist.

Einer derjenigen, der diese Erfahrung gemacht hat ist Tino Krause, Deutschlandchef des sogeannten sozialen Netzwerks Facebook. Krause, Tino, Deutschlandchef des sogeannten sozialen Netzwerks Facebook (2020): Homeoffie, in: Wirtschaftswoche, 19/2020, Donnerstag, 30. April 2020, Seite 12

Einwegmasken statt Trinkhalme

frg. WIESBADEN. 30.04.2020. – Vor einiger Zeit waren die Themen Plastikmüll, Kunststoffverpackungen, Mikroplastik, Einwegtragetaschen etc. im Fokus der öffentlichen Diskussion. Die Politik hat auf Bundesebene unter anderem dafür gesorgt, dass Einweg-Trinkhalme verboten wurden. Wie lange muss das her sein.

Die Einweg-Trinkhalme wurden also verboten. Jetzt wird Deutschland mit Einweg-Mund-Nasen-Schutz geflutet. Mehrere Handelsketten – darunter ALDI Süd, Lidl, Penny, toom, Rewe – bieten seit Ende April 2020 Einweg-Masken zum Kampfpreis an. An Straßenrändern und auf öffentlichem Grün sah man bereits Wochen vor dieser Verkaufsoffensive gebrauchte Einweg-Masken liegen.

Wo sind die kritischen Stimmen aus der Politik? Wo sind die Umweltverbände? Wer erinnert die Handelsketten, an ihre eigenen Worte, mit denen sie beteuern, wie sehr sie sich dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen? Wo sind die jugendlichen Klimaaktivisten, die zum Boykott und Verzicht auf diese Wegwerfaktikel aufrufen? Reimann, Erich (2020): Masken zum Selbstkostenpreis, in: Wiesbadener Kurier, Donnerstag, 30. April 2020, Seite 7

Anti-Klima-Demonstration

frg. WIESBADEN. 30.04.2020. – Die Bewegung „Fridays for Future“ hat die fünfte globale Protestaktion ins Internet verlegt. Hierzu wurde auf der Videoplattform eine Anleitung unter dem Titel „How to Netzstreik am 24.04. | #FightEveryCrisis | Fridays For Future“ bereitgestellt. Zwischen dem 24. April 2020 und dem 30. April 2020 wurde dieses Video 9.271 mal aufgerufen.

Die globale Protestaktion fand am Freitag, dem 24. April 2020 statt. Nach Presseberichten haben daran „Zehntausende Menschen in Deutschland“ teilgenommen. Es gab mehrstündige Streams. Zu Spitzenzeiten verfolgten nach Presseberichten bis zu 20.000 Zuschauer die mehrstündigen Livestreams. Wie immer stellt sich die Frage: 20.000 ist das viel oder wenig? Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat nach eigenen Angaben eine Auflage von 222.356 Exemplaren.

Bereits bei der Anküdigung des sogenannen digitalen Klimastreiks konnte man sich fragen, ob denn die jungen, selbsternannten Klimaschutzer noch nicht von der klimaschädlichkeit des Internets gehört haben. Der Energieversorger E.ON wies im Sommer 2019 darauf hin, dass einer Studie des französischen Think-Tanks The Shift Project zufolge die Informations- und Kommunikationstechnologie bereits für über 3 Prozent der Emissionen weltweit verantwortlich ist. Die Wirtschaftswoche nennt Anfang 2020 sogar 4 Prozent. Der weltweite Flugverkehr ist für 2,5 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Man kann sich weiterhin fragen, warum die Jugend – auch die Deutsche Jugend – diese Demonstration ausgerechnet auf die sogenannten sozialen Medien (Twitter, Faceook, Instragram, Youtube) verlegt, die wegen ihrer Steuerpolitik, ihrer Arbeitsbedingungen und ihrer Intransparenz seit Jahren heftig in der Kritik stehen.

Die Bewegung scheint sich für die professionelle Presse in Deutschland nicht sonderlich zu interessieren. Die jüngste Pressemitteilung ist vom 24. Januar 2020. Das jüngste Bild von Protestaktionen ist vom 23.03.2019. Abrufe jeweils: 24. Januar 2020).Geiler, Markus (2020): Zehntausende bei digitalem Klimastreik, in: Wiesbadener Kurier, Samstag, 25. April 2020, Seite 4.; E.ON Energie Deutschland GmbH, Pressemitteilung vom 8. Juli 2019 mit dem Titel „Streaming-Dienste im Energie-Check: Nur ein Cent Stromkosten für 30 Minuten Spotify und Co. täglich“ https://www.eon.de/de/pk/unternehmen/presse/pressemitteilungen/2019/2019-07-08-streaming-dienste-im-energie-check-nur-ein-cent-stromkosten-fuer-30-minuten-spotify-und-co-taeglich.html ; Wirtschaftswoche, Nr. 1/2/2020, Freitag, 03. Januar 2020, Seite 30 f., Benedikt Becker, Mack Haerder, Interview mit FDP-Fize Wolfgang Kubicki, „Wir gehen nicht in Sack und Asche.“. Quelle: IVW I/2020, F.A.Z. Mediadaten, Abruf: 30. April 2020)

Vom Dosentelefon zur Videokonferenz

frg. WIESBADEN. 27.04.2020. – Zu Beginn der Homeofficezeit für viele Menschen wurde extrem viel telefoniert. So mancher unfreiwilliger Heimarbeiter hatte das Gefühl, er müsse demonstrieren, dass er etwas arbeitet – oder zumindest Aktivität vortäuschen. Statt zwei Sätze Abstimmung an der Kaffeeküche, im Aufzug, auf dem Flur oder an der Tür wurde eine halbe Stunde telefoniert. Die dafür zur Verfügung gestellte Technik war für die meisten im Homeoffice Tätigen neu. Das übte einen besonderen Reiz aus – so, wie zu Kindertagen das Dosentelefon. Häufig war zu beobachten, dass das digitale Dosentelefon Reiz nach ein bis zwei Wochen seinen Reiz verloren hatte.

Ähnliches konnte man bei Videotelefonaten und -konferenzen beobachten. Anfangs wollten viele die Technik ausprobieren, sich präsentieren, hipp sein. Ich habe mich oft gefragt, worin der Mehrwert eines Videotelefonats bzw. einer Videokonferenz liegt. Die Übertragung von Bild und Ton erfolgte selten synchron. Der Ton passte somit nicht zu den Lippenbewegungen des Gesprächspartners. Man schaute in unrasierte Gesichter, die meist von unten in einem sehr unvorteilhaften Winkel aufgenommen werden. Gut, man konnte in die Privatwohnung der Gesprächsteilnehmer blicken. Vergessen schien auch die seit vielen Jahren immer wieder eindringlich von Sicherheitsexperten vorgetrage Mahnung: Kleben Sie Ihre Webcam am Notebook ab.

Neben dem fehlenden Nutzwert belastet ein Videochat die bestehende Internetverbindung extrem. Das wirkt sich auf Bild- und Sprachqualität aus. Nicht nur bei dem, der eine „dünne“ Leitung hatte, sondern es nervt alle Teilnehmer. Es ist nicht nur nervig, es ist anstrengend. Extrem unprofessionell ist das immer wieder zu beobachtende Verhalten, dass in einem Homeofficehaushalt mehrere Personen zeitgleich videotelefonieren oder -konferieren.

Auch bei der Videotelefonie ist die erste Euphorie ist nach ein- bis zwei Wochen verfolgen. Das bestätigen sogar junge weibliche Redakteure des Wiesbadener Kuriers. Sie sind von Doppelkinn, Dekopflanze und Plüschbademantel gesättigt. Wiesbadener Kurier, Samstag, 25. April 2020, Seite 16, Glosse, Julia Aderton, „Mit Doppelkinn, Dekopflanze und Plüschbademantel“

Überall Corona-Partys

frg. WIESBADEN. 24.04.2020. – Die Politiker werden nicht müde zu betonen, wie diszipliniert die Menschen sind, wie selbstverständlich sie die Abstandsregeln akzeptieren, wie viel Verantwortung sie zeigen. Die Medien, Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Kirchen, Gewerkschaften etc. zeichnen das gleiche Bild vom vernünftigen Bürger, der sich seblst etwas einschränkt, um viele andere zu schützen. Wer selbst vor die Tür geht, kann den Eindruck gewinnen, dass die Menschen, die solche Nachrichten verbreiten, entweder einen sehr eingeschränkten Blick auf die Welt haben, nur in einem sehr begrenzten Radius – wenn überhaupt – unterwegs sind oder dieses Bild bewusst und zum Teil wider besseres Wissen zeichnen.

Überall stehen Menschen eng und in großen Gruppen herum – vor allem junge Leute. Da steigen schon mal 15 Personen mit Gegröle in einen Bus, um genau eine Haltestelle zu fahren.

Ab und an berichtet auch die Presse über solche Vorfälle. So der Wiesbadener Kurieram 21. April 2020, Seite 9 in dem Artikel „Vor allem Jüngere ignorieren Corona-Auflagen“. Das Titelbild der Frankfurter Allgmeinen Zeitung von Freitag, dem 24. April 2020, ist vielsagend. Es zeigt einen Blick auf das Frankfurter Mainufer an einem Wochentag, an dem viele, sehr viele, Menschen am Mainufer unterwegs sind, entspannen, feiern.

Gegenäufige Entwicklung beim Sperrmüll

frg. WIESBADEN. 09.04.2020. – Die Entsorgungsbetriebe rücken nicht mehr so häuig aus, wie bisher. Man sieht es an den Straßenrändern und auf den Grünflächen. Überall fliegt umher und bleibt an einer windstillen Ecke liegen.

Beim Sperrmüll gibt es eine gegenläufige Entwicklung. Einerseits ist die Sperrmüllabfuhr ist in Wiesbaden und in anderen Städten komplett eingestellt. Andererseits misten gleichzeitig viele Menschen gerade ihre Wohnungen, Keller, Speicher, Garagen, Schuppen, Gartenhäuser, Balkone etc. aus. Das führt zu einem erhöhten Sperrmüllaufkommen. Der dann an den Straßenrändern etc. liegt und liegt und liegt. Frankfurter Allemeine Zeitung (F.A.Z.), Nr. 78, Mittwoch, 1. April 2020, Seite 20, „Legen Sie bitte keine Wochen für Vorräte an“

Gehen Sie für mich einkaufen, Frau Hinz?

frg. WIESBADEN. 09.04.2020. – Die hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) fordert die Bürger auf, immer nur das einzukaufen, was in den nächsten Tagen benötigt wird und keine Vorräte für Wochen oder Monate anzulegen. Frau Hinz, wann waren Sie zuletzt selbst in einem Lebensmittelgeschäft? Es ist seit Jahren üblich, dass es in Lebensmittelgeschäften nicht jede Ware zu jeder Zeit gibt. Da kauft man gerne mal so viel ein, dass es für einige Monate reicht. Haferflocken, Zahncreme, Waschpulver, Kaba, Milch, Marmelade, Honig, Sauerkonserven, Nuldeln etc. liegen dann im Einkaufswagen.

In der aktuellen Lage ist die Situation noch verschärft. Viele Nahversorger haben geschlossen. Andere haben die Öffnungszeiten reduziert. Man soll Abstand halten. Das ist schwierig, da die Gänge mit Verpackungsabfall, Paletten mit Sonderangeboten und allerlei Werbeaktionen vollgestellt sind. Dazu kommen die frischen Waren auf fahrbaren Gitterboxen stunden- oder tagelang irgendwo dort, was mal als Gang gedacht war, zwischengelagert werden, bevor die Ware in die Regale einsortiert wird. Von acht Kassen hat eine geöffnet. Die Bänder an den Kassen sind seit Jahren so kurz, dass selbst die Ware, für einen Einpersonenhaushalt für ein Wochenende benötigt und die man somit locker in zwei Stoffbeuteln transportieren kann, nicht alle auf das Band legen kann. So ähnlich ist es dort, wo sich die Ware nach dem Kassieren sammelt.

Wir sind alle aufgefordert, soziale Distanz zu wahren und nicht so oft aus dem Haus zu bleiben. Der Einkaufsstress ist der gleiche, ob ich zwei Brötchen und eine Tube Zahnpasta kaufe oder ob ich für mehrere Tage oder für mehrere Wochen kaufe. Die Lebenmittelmärkte überbieten sich weiterhin mit Sonderangeboten – auch bei haltbaren Lebensmitteln. Warum soll ein Kunde da nicht zugreifen?

Hinzu kommt die Befürchtung, sich ohne es zu merken, bereits angesteckt zu haben oder sich noch zu infizieren. Was kommt dann? Häusliche Quarantäne. Dann darf man für 14 Tage nicht mehr aus dem Haus. Wie es dann weiter gehen wird, weiss man noch nicht. Gehen Sie dann für jeden Einzelnen einkaufen, Frau Hinz? Wiesbadener Kurier, Donnerstag, 9. April 2020, Seite 5, „Legen Sie bitte keine Wochen für Vorräte an“

Die Jugend zeigt ihre häßliche Fratze

frg. WIESBADEN. 27.03.2020. – Die Jugend – vorbildlich für alle Menschen auf dieser Welt. Sie ernährt sich gesund, kauf regional, umweltbewusst produzierte Lebensmittel, setzt sich für die Umwelt und den Klimaschutz ein. – Kurzum: Sie rettet den Planeten für künftige Generationen. Dieses Bild wurde monatelang von der Jugend selbst vermittelt und von den Medien verbreitet. So hat die Jugend Politiker, Unternehmer, Verbände etc. vor sich her getrieben. Wer leise zu bedenken gab, die Friday-for-Future-Demonstrationen könnten deshalb so viel Zulauf haben, weil sie ein durch die Gesellschaft gebilligter Gesetzesverstoß und Aufruf zum Schuleschwänzen seien, wurde schnell zu Ordnung gerufen.

Die Jugend, der bis vor Kurzem nichts Geringeres zugeschrieben wurde, als die Umwelt, die Mobilität, die Menschheit, ja den Planeten zu retten, zeigt bei Corona ihre schreckliche Fratze. Überall sieht mal sie in kleinen und großen Gruppen herumstehen. Ständig feiern sie „Corona-Partys“. Sie belagern die Spielplätze und hinterlassen dort ihren Müll.

Vielleicht sollten einige, die bis vor Kurzem die Handlungen der Jugend auf edle Motive zurückgeführt haben, ihre Position überdenken.

In Internetshops ist nicht alles preiswerter

frg. WIESBADEN. 27.03.2020. – Jahrzehnte hielt sich hartnäckig das Gerücht, in Internetshops sei alles preiswerter, als im lokalen Handel. Jetzt zu „Corona-Zeiten“ haben Journalisten und Politiker festgestellt, dass dies nicht so ist. Wir haben seit vielen Jahren darauf hingewiesen. Ein Beispiel:
frg. WIESBADEN. – Es wird ja gerne behauptet, im Internet sei alles günstig zu haben. Weiterhin ist immer wieder zu hören, Online-Shopper seien besonders preissensibel. Das kann schon sein. Doch lässt sich auch das genaue Gegenteil beobachten.

Wer die Preise von Produkten kennt und sich dann mal anschaut, was für die gleichen Produkte in Online-Shops verlangt wird, reibt sich oft die Augen: 10, 20, 50, 100, 1.000 Prozent teurer, als im lokalen Handel sind
nicht selten. Na ja, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Einige Beispiele aus der Adventszeit 2019 verdeutlichen dies.

Produkt Online-Shop
Preis in Euro
lokaler Händler (KL)
Preis in Euro
Edelstahltablett Lorenzo Fink 298,00 29,95
Platte Tetlas 22,90 6,95
Schale Flower 13,95 3,99
Ringhalter Lord 9,90 1,99

Wer nur Online-Preise mit Online-Preisen vergleicht, schränkt seine Wahrnehmung extrem ein. Das Edelstahltablett Lorenzo Fink wurde bei einem Online-Händler für 298,00 Euro angeboten, bei einem anderen für 129,00 Euro. Welchem Verkäufer sollte man einen Vorwurf machen, dass er seine Waren zu einem möglichst hohen Preis verkaufen möchte?

Den Umstand, dass viele Online-Shopper eben gerade keine Preise kennen und die viel zitierte Aussage „Das nächste – günstigere – Angebot ist nur einen Mausklick / einen Wisch entfernt.“ häufig nicht stimmt, machen sich auch findige Geschäftsleute zu nutze. Sie stellen Verkaufsangebote zum Beispiel bei Ebay ein und wenn ein Kunde zuschlägt – und nur dann – ordern sie die Ware bei Amazon und lassen sie direkt zum Kunden liefern.

Da hat jemand das System und den Markt verstanden

Und auch bei Ratenkäufen sind die Online-Shopper bereit extrem hohe Zinssätze zu zahlen. Während die Creditplus Bank, eine deutsche Tochtergesellschaft der französischen Bank Crédit Agricole, bei einem Nettokreditbetrag in Höhe von 1.000 Euro und zwölf Monaten Laufzeit 1,99 Prozent effektiven Jahreszins verlangt, versucht es Paypal seit Herbst 2019 mit 9,99 Prozent. Paypal hat 23 Millionen deutsche Nutzer und erwartet, dass diese vor allem eines honorieren: Bequemlichkeit.
Quelle: 07.01.2020, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 20, Donnerstag, 20. Januar 2019, Seite 21, ash, „Internettrickserei über Ebay“; Eigene Recherchen