Diskutiert, 1. Quartal 2021

Titelbild Diskutiert, 1. Quartal 2021: Ausgeruht, motiviert, hungrig nach Erfolgen in das Jahr 2021. Foto: Peter Gaß
Titelbild Diskutiert, 1. Quartal 2021: Ausgeruht, motiviert, hungrig nach Erfolgen in das Jahr 2021. Foto: Peter Gaß

Umsatz Agargenossenschaften +++ Coronavirus +++ Rechenzentrum brennt +++ Geschäftsjahr MVV +++ Atomausstieg: Finazielle Eckpunkte +++ Ernährung Homeoffice +++ Commerzbank: AR-Vorsitz, Filialschließung, Stellenabbau +++ Branson an BaFin-Spitze +++ N26: 30 Sec. für Kunde +++ DM in Umlauf +++ Mo­ra­to­ri­um Green­sill Bank +++ Filialschließung Naspa +++ Stellenabbau Banken +++ Periodenarmut +++ Augen schützen bei Heimwerkertätigkeit +++ Wäschetrocknen in Wohnung +++ Winter zu warm +++ Predigt Jahresbeginn +++ Smartphone-Daten in fremden Autos +++ Wahl CDU-Bundesvorsitz +++ Stark-Watzinger führt Hessen-FDP +++ Wiesbaden: 20 Mio. Euro bei Grensill Bank +++ Wiesbaden: Kommunalwahl am 14. März 2021 +++ 6.500 Tote bei Stadionbau in Katar +++ Verbrauch Plastiktüten +++ Schließliste real-Märkte

Die Bildredakteure recherchieren im Bestand nach Fotos, die zu Themen passen, die diskutiert werden. Hier ist eine repräsentative Auswahl der Themen, die im 1. Quartal 2021 diskutiert wurden und zu denen die Bildredakteure Fotos aus dem Bestand recherchiert haben.

Agribusiness

Agrar- und Ernährungswirtschaftgenossenschaften erzielen 64,2 Milliarden Euro Umsatz

Die Genossenschaften sind wirtschaftlich angespannt. Foto: Peter Gaß frg/drv. WIESBADEN/BERLIN. 31. März 2021 – Die genossenschaftlich orientierten Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Das zeigt sich auch in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, teilt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) mit. Gemeinsam haben die rund 1.800 vom DRV vertretenen Unternehmen im Jahr 2020 einen geschätzten Umsatz in Höhe von 64,2 Milliarden Euro erzielt. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es 64,9 Milliarden Euro. Diese Zahlen nannte DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers am Mittwoch, dem 31. März 2021, während der Bilanzpressekonferenz in Berlin.
31.03.2021; Deutscher Raiffeisenverband (DRV); in: Pressemitteilung zur Bilanzpressekonferenz von Donnerstag, dem 31.03.2021, mit dem Titel „Genossenschaften erwirtschaften trotz Pandemie gemeinsam 64,2 Milliarden Euro“; https://www.raiffeisen.de/genossenschaften-erwirtschaften-trotz-pandemie-gemeinsam-642-milliarden-euro
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Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19

Das Coravirus wurde bereits seit dem 1. Quartal 2020 diskutiert. Die Bildredakteure haben für verschiedene Beiträge Fotos ausgewählt. Die Fachredakteure haben den Beitrag „Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19“ erstellt. Weitere Beiträge dazu finden sich in der Kategorie „Gesundheit“.

Fachbezeichnung

Coronavirus, SARS-CoV-2, COVID-19. Foto: Peter Gaß Die Fachbezeichnung für das neue Coronavirus lautet SARS-CoV-2. Es stellt nach MERS und SARS die dritte durch Coronaviren (CoV) ausgelöste Epidemie im 21. Jahrhundert dar. Die aus SARS-CoV-2 resultierende Lungenkrankheit heißt COVID-19. COVID-19 ist die Abkürzung für den englischen Begriff coronavirus disease 2019; auf Deutsch: Coronavirus-Krankheit 2019. Klassifikation nach ICD-10: U07.1 – COVID-19, Virus nachgewiesen, U07.2 – COVID-19, Virus nicht nachgewiesen.

Handhygiene: Seife, Desinfektion

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich

  • begrenzt viruzid
  • wirksam gegen behüllte Viren
  • begrenzt viruzid PLUS
  • viruzid

zu nutzen.

Digitalisierung, Cybercrime

Die Erde ist eine Scheibe. Schweine können fliegen. Die Cloud ist sicher.

Das Feuer hat - ganz analog - tausende Websites zerstört. Foto: Peter Gaß
frg/faz. WIESBADEN/FRANFURT AM MAIN. 12. März 2021 – OVHcloud ist nach eigenen Angaben der größte Cloud-Anbieter Euroas. Das Rechentrum wurde im Jahr 2012 eingerichtet, ist 500 Quardratmeter groß, hat fünf Etagen und beitet Platz für 12.000 Server.
12.03.2021; Christian Schubert, Paris in: Server in Flammen; Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 59/2021, Donnerstag, 12. März 2021; Seite 21
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Weitere Aspekte, die im 1. Quartal 2021 zu Digitalisierung und Cybercrime diskutiert wurden

  • Hacker haben in Kalifornien Zugang zu 150.000 Überwachungskameras, die weltweit installiert sind, erhalten.
  • BSI warnt: Kritische Schwachstellen in Exchange-Servern

Energiewirtschaft

Müller (MVV): Die Netze sind das Rückgrat der Energiewende, allerdings auch ihre Achillesferse

Müller (MVV) gibt gerne politische Statements ab. Foto: Peter Gaß frg/mvv. WIESBADEN/MANNHEIM. 12. März 2021 – Klimaschutz und Wachstum sind für das Mannheimer Energieunternehmen MVV kein Widerspruch. „Sie verstärken sich in unserer Strategie gegenseitig als zwei Seiten einer Medaille,“ betonte der MVV-Vorstandsvorsitzende Dr. Georg Müller auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Freitag, dem 12. März 2021, die angesichts der aktuellen Corona-Situation als rein virtuelle Veranstaltung stattfand. Mit der konsequenten Umsetzung ihres auf Nachhaltigkeit und ein klimaneutrales Energiesystem der Zukunft ausgerichteten Investitionsprogramms hat die Unternehmensgruppe in ihrem abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 (1. Oktober 2019 – 30. September 2020) nicht nur einen Sprung auf dem Weg zur Erreichung der eigenen Klimaziele und beim Ausbau der erneuerbaren Energien geschafft, sondern gleichzeitig auch die positive Ergebnisentwicklung fortgesetzt.

So konnte MVV das operative Ergebnis bei einem Umsatzrückgang auf 3,5 Milliarden Euro um acht auf 233 Millionen Euro steigern. Dr. Müller: „Alles in allem ein gutes, vor dem aktuellen Hintergrund sogar ein ausgesprochen gutes Ergebnis eines besonderen Jahres“. Das Unternehmen verfügt nach den Worten des MVV-Chefs über robuste Geschäftsmodelle, die sich im Gesamtportfolio ausgleichend ergänzen, und sei damit strukturell gut aufgestellt: „Wenn wir die Corona-Auswirkungen ausblenden, konnten wir sogar in jedem Segment ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erreichen.“

Diesen Kurs will das Unternehmen auch im laufenden Geschäftsjahr 2021 fortsetzen und bei Umsatz und Ergebnis mindestens das Niveau des Vorjahres erreichen. Damit bestätigte MVV die im Dezember 2020 veröffentlichte Prognose. Diesen Anspruch, der in Abhängigkeit von den Pandemie-Einschränkungen auch noch Chancen auf eine positivere Entwicklung einschließt, hat MVV mit einem starken Start in das laufende Geschäftsjahr 2021 unterstrichen. So konnte das Unternehmen in seinem ersten Quartal 2021 bei nahezu konstanten Umsatzerlösen das operative Ergebnis um 17 auf 98 Millionen Euro steigern.

Erste Dividendenerhöhung seit zwölf Jahren

Mit der positiven Geschäftsentwicklung der letzten Jahre hat MVV nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden ein nachhaltiges Ergebnisniveau erreicht, an dem auch die Anteilseigener beteiligt werden. So schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung um 5 auf 95 Cent je Aktie vor. Mit dieser seit zwölf Jahren ersten Erhöhung erreicht die Aktie eine Dividendenrendite von 3,7 Prozent bezogen auf den Schlusskurs zum Geschäftsjahresende am 30. September 2020. „Eine attraktive Dividende für nachhaltig und langfristig ausgerichtete Aktionäre“, unterstrich Dr. Müller.

Kurs Klimaneutralität

Neben Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit ist Klimaschutz für die Mannheimer Unternehmensgruppe ein unverzichtbarer Bestandteil der eigenen Strategie. Dr. Müller: „Er ist der gemeinsame Nenner aller unserer geschäftlichen Aktivitäten.“ Das Unternehmen bekennt sich dabei zu den Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens und orientiert sich an dem sogenannten 1,5-Grad-Ziel, mit dem der durch den Klimawandel verursachte globale Temperaturanstieg begrenzt werden soll. „Wir haben auf unserem Weg zur Klimaneutralität auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Meilensteine erreicht,“ so der MVV-Vorstandvorsitzende, „und sind damit unserem Zielpfad in vielen Bereichen voraus“.

So will das Unternehmen seine eigenen direkten energiewirtschaftlichen CO2-Emissionen bis 2030 auf deutlich unter zwei Millionen Tonnen pro Jahr senken. Im letzten Geschäftsjahr ging’s um knapp neun Prozent nach unten auf aktuell rund 2,4 Millionen Tonnen. Damit konnte MVV in den vergangenen vier Jahren den CO2-Ausstoß um insgesamt 35 Prozent verringern. Gleichzeitig hat die Unternehmensgruppe ihre eigenen erneuerbaren Erzeugungskapazitäten um weitere acht Prozent auf jetzt 512 Megawatt ausgebaut. Die erneuerbare Stromerzeugung erhöhte sich im Jahr 2020 um elf Prozent auf 1,2 Milliarden Kilowattstunden.

Auf dem Weg zur Grünen Wärme

Neben dem Stromsektor legt MVV in ihrer Klimaschutzstrategie einen besonderen Schwerpunkt auf den Wärmebereich. „Fernwärme ist für die Dekarbonisierung des Wärmebereichs unverzichtbar“, unterstrich Dr. Müller: „So wie Mannheim bereits in den 50er Jahren zu den Pionieren der damals neuen Fernwärmeversorgung gehört hat, werden wir dies auch in den 20er Jahren wieder unter Beweis stellen, wenn es um deren Vergrünung geht.“ Auf dem Weg zur Grünen Wärme hat das Unternehmen im letzten Frühjahr mit der Anbindung seiner Anlage im Mannheimer Norden an das zentrale Fernwärmenetz einen großen Schritt getan und kann damit bereits rund 30 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs aus dieser klimaneutralen Quelle decken.

„Bei unserer Grünen Wärme reden wir also nicht über Ideen, wir reden nicht über morgen oder gar übermorgen. Wir haben knapp ein Drittel des Weges hinter uns und werden ihn mit sicherem Abstand vor dem Kohleausstieg abgeschlossen haben.“ Dafür stehen dem Unternehmen genügend technologische Optionen in den Bereichen Biomasse, Flusswärme, Erdwärme, Solarthermie und Abwärme zur Verfügung.

Das hat auch die Anfang März 2021 im Auftrag der MVV vom international renommierten Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie vorgelegte „Energierahmenstudie Mannheim“ bestätigt. „Klimaneutralität ist machbar,“ so Dr. Müller. Mit der Studie liege nun auch eine wissenschaftliche Grundlage für den notwendigen gesellschaftlichen Dialog und Konsens vor.

Forderung nach weiteren Verbesserungen der politischen Rahmenbedingungen

Solche lokalen und regionalen Klimaschutzanstrengungen müssen auch künftig durch die passenden politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene unterstützt und ermöglicht werden. Dabei bezeichnete MVV-Chef Dr. Müller die zum Jahreswechsel 2020/2021 in Kraft getretene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) als „richtigen Schritt, dem aber weitere Verbesserungen folgen müssen“.

Das gelte gleichermaßen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung, insbesondere durch die Stärkung der Windkraft an Land sowie der Photovoltaik, wie auch für einen zusätzlichen Schub im Wärmebereich. Mit der neuen „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ (BEW) habe die Bundesregierung ein geeignetes Förderinstrument entwickelt, das nun technologieoffen und ausgestattet mit den erforderlichen Finanzmitteln schnellstmöglich verabschiedet werden müsse.

Gleichzeitig spricht sich das Mannheimer Energieunternehmen für eine an der Realität des Finanzmarkts angepasste Regulierungspraxis für die Energienetze, gerade im Bereich der regionalen und kommunalen Verteilnetze, aus. Hier entscheidet sich nach den Worten des MVV-Vorstandsvorsitzenden, ob die Energie- und die Wärmewende beim Verbraucher wirklich ankommt: „Die Netze sind das Rückgrat der Energiewende, allerdings leider auch ihre Achillesferse.“ Angesichts der erforderlichen milliardenschweren Investitionen dürfe es deshalb keine weitere Absenkung des Eigenkapitalzinses für die Verteilnetze geben.

Weitere Investitionen auf dem Weg zur Klimaneutralität

Das Fundament seines künftigen Wachstums bildet für das Unternehmen das ambitionierte Investitionsprogramm für die nächsten Jahre. Dabei folgt MVV konsequent den eigenen Nachhaltigkeits- und Klimazielen, an denen sich die Unternehmensgruppe auch transparent messen lässt. So will MVV das Investitionsvolumen im laufenden Geschäftsjahr 2021, soweit die Corona-Entwicklung dies nicht beeinträchtigt, gegenüber den 322 Millionen Euro im Jahr 2020 bei strategisch unveränderten Schwerpunkten noch einmal steigern. Dr. Müller: „Wir begreifen Klimaschutz und damit die Verminderung und Vermeidung von CO2-Emissionen nicht als Geschäftsrisiko, sondern als Chance und Anspruch, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und damit für zukünftiges Wachstum unseres Unternehmens zu sorgen.“
19.03.2021; MVV Energie AG; in: Pressemitteilung, von Freitag, 12.03.2021, mit dem Titel „MVV: Klimaneutralität ist machbar“; https://www.mvv.de/de/journalisten/pressemitteilungen/detail/mvv-klimaneutralitaet-ist-machbar

Finanzielle Eckpunkte zum Atomausstieg vereinbart

Die finanzielle Eckpunkte zum Atomausstieg wurden vereinbart. Foto: Peter Gaß frg/bmf. WIESBADEN/BERLIN. 22. März 2021 – Die Bundesregierung hat sich mit den vier Energieversorgungsunternehmen (EVU) EnBW, E.ON/PreussenElektra, RWE und Vattenfall auf Eckpunkte zur Zahlung eines finanziellen Ausgleichs aufgrund des beschleunigten Atomausstiegs nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 und die Beilegung aller damit in Zusammenhang stehenden Rechtsstreitigkeiten verständigt. Dass ein solcher Ausgleich erforderlich ist, hatte das Bundesverfassungsgericht dem Grunde nach bereits in seinen Entscheidungen vom 6. Dezember 2016 und 29. September 2020 festgestellt – den Atomausstieg selbst hatte es bestätigt. Zwischen den Beteiligten herrschte seit Längerem Uneinigkeit darüber, wie und in welcher Höhe der Ausgleich zu erfolgen hat. Dies führte zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten, u. a. vor dem Bundesverfassungsgericht und einem internationalen Schiedsgericht. Diese Rechtsstreitigkeiten können nun beigelegt werden.

Die Einigung hat keine Folgen für den Atomausstieg. Es bleibt dabei, dass das letzte deutsche Atomkraftwerk spätestens Ende des Jahres 2022 vom Netz geht. Die Bundesrepublik Deutschland zahlt einen Ausgleich in Höhe von insgesamt etwa 2,428 Milliarden Euro. Im Einzelnen bedeutet dies Zahlungen von 1,425 Milliarden Euro an Vattenfall, 880 Millionen Euro an RWE, 80 Millionen Euro an EnBW und 42,5 Millionen Euro an E.ON/PreussenElektra. Diese Zahlungen dienen einerseits einem Ausgleich für Reststrommengen, welche die Unternehmen nicht mehr in konzerneigenen Anlagen erzeugen können (RWE und Vattenfall), andererseits dem Ausgleich für Investitionen, welche die Unternehmen im Vertrauen auf die im Jahr 2010 in Kraft getretene Laufzeitverlängerung getätigt hatten, die dann aufgrund der Rücknahme der Laufzeitverlängerung nach den Ereignissen von Fukushima entwertet wurden (EnBW, E.ON/PreussenElektra, RWE).

Die Eckpunkte sehen ergänzend vor, dass E.ON/PreussenElektra – insoweit der konzernbezogenen Betrachtungsweise des Bundesverfassungsgerichts folgend – über die rechnerisch ihrem Miteigentumsanteil entsprechenden Strommengen der Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel frei verfügen, d. h. in ihren konzerneigenen Kraftwerken verstromen kann. Auch dies war zwischen den einzelnen Unternehmen sowie der Bundesregierung umstritten.

Im Rahmen der Gesamtverständigung verpflichten sich die Unternehmen, sämtliche anhängigen Klageverfahren zurückzunehmen und auf Klagen oder Rechtsbehelfe gegen die Ausgleichsregelung zu verzichten. Dies umfasst auch das internationale Schiedsverfahren von Vattenfall gegen die Bundesrepublik Deutschland beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten in Washington.

Die Eckpunkte stehen derzeit noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gremien der Unternehmen. Sie werden detailliert in einem Vertrag geregelt. Die EVU werden kurzfristig die anhängigen Gerichtsverfahren zum Ruhen bringen. Der Vertrag wird dem Deutschen Bundestag zur Kenntnis gegeben. Die endgültige Regelung soll durch ein Gesetz des Deutschen Bundestages (das 18. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes) erfolgen. Sie steht zudem unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Prüfung durch die Europäische Kommission. 22.03.2021; Bundesministerium der Finanzen (BMF); in: Pressemitteilung Nr. 7 vom Montag, 22.03.2021, mit dem Titel „Bun­des­re­gie­rung und Ener­gie­ver­sor­ger ver­stän­di­gen sich auf fi­nan­zi­el­len Aus­gleich und Bei­le­gung al­ler Rechtss­trei­tig­kei­ten zum Atomaus­stieg“; https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2021/02/2021-03-05-finanzieller-ausgleich-atomausstieg.html
Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autoren selbst verantwortet. Diese Beiträge geben die Meinung, Wertung, Darstellung des jeweiligen Autors wider. Ein solcher Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion bzw. des Herausgebers wider.

Weitere Aspekte, die im 1. Quartal 2021 rund um die Energiewirtschaft diskutiert wurden

  • EEG 2021
  • Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2020 um 5,9 % gesunken.
  • Stromexport aus Deutschland im Jahr 2020 um 8,0 % gesunken.
  • Stromimport nach Deutschland im Jahr 2020 um 19,7 % gestiegen.

Ernährungskompetenz

Im Homeoffice gesunde Ernährung nicht vergessen

Regelmäßige Mahlzeiten mit Gemüse helfen gegen Heißhunger. Foto: Peter Gaß frg/bek. WIESBADEN/BERLIN. 19. März 2021 – Die Arbeit im Homeoffice birgt einige Risiken, denen es bewusst zu begegnen gilt. „Heißhungerattacken oder beiläufiges Snacken kommen im Homeoffice verstärkt vor. Feste Zeiten für das Mittagessen zu bestimmen und gesunde Snacks wie Gemüse, Obst oder Nüsse vorrätig zu haben, kann helfen“, sagt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer. Die Tagesstruktur mit einer Mittagspause, die ein Arbeitstag im Büro biete, könne sich auch im Homeoffice erzeugen lassen. Manche genießen es, endlich mal Ruhe zu haben und eine ausgiebige Bildschirmpause einlegen zu können. Andere verabreden sich zu gemeinsamen Mittagessen, die sie dann in einer Telefon- oder Videokonferenz verbringen.
19.03.2021; Barmer; in: Presse-Newsletter „Gesundheit im Blick“, Ausgabe Ausgabe März 2021, Beitrag „Im Homeoffice gesund bleiben – Tipps für das Arbeiten zu Hause“; https://www.barmer.de/presse/infothek/newsletter-gesundheit-im-blick/presse-newsletter-archiv/homeoffice-tipps-281124
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Finanzen

Helmut Gottschalk soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank werden

Bei der Commerzbank ist viel Fluktuation im Aufsichtsrat. Foto: Peter Gaß frg/coba. WIESBADEN/FRANKFURT AM MAIN. 28. März 2021 – Helmut Gottschalk soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank werden. Das hat der Aufsichtsrat am Sonntag, dem 28. März 2021, beschlossen. Zunächst wird Gottschalk den Aktionären bei der Hauptversammlung als neues Aufsichtsratsmitglied zur Wahl vorgeschlagen werden. Unmittelbar nach seiner Bestellung durch die Hauptversammlung beabsichtigt der Aufsichtsrat, Gottschalk als Aufsichtsratsvorsitzenden zu wählen.

Gottschalk soll die Nachfolge von Hans-Jörg Vetter antreten, der sein Amt am 16. März 2021 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte. Gottschalk gehörte insgesamt 15 Jahre dem Aufsichtsrat des genossenschaftlichen Spitzeninstituts DZ Bank AG an, den er von 2010 bis 2018 als Vorsitzender erfolgreich führte.
31.03.2021; Commerzbank Aktiengesellschaft; in: Pressemitteilung vom Sonntag, 28.03.2021, mit dem Titel „Helmut Gottschalk soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank werden “; https://www.commerzbank.de/de/hauptnavigation/presse/pressemitteilungen/archiv1/2021/1__quartal_1/presse_archiv_detail_21_01_95498.html
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Scholz no­mi­niert Mark Bran­son für die Ba­Fin-Spit­ze

Scholz hat einen neuen BaFin-Chef ausgewählt. Foto: Peter Gaß frg/bmf. WIESBADEN/BERLIN. 22. März 2021 – Nach dem Willen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) solls der Chef der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA, Mark Branson, neuer Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) werden. Der studierte Mathematiker wird sein neues Amt als Präsident der BaFin Mitte des Jahres 2021 antreten und damit Felix Hufeld nachfolgen. „Ich bin hocherfreut, dass es uns gelungen ist, mit Mark Branson einen erfahrenen, international hoch anerkannten Fachmann für die deutsche Finanzaufsicht zu gewinnen. Mit ihm an der Spitze wollen wir die Reform der BaFin fortsetzen, damit die Finanzaufsicht mehr Biss erhält. Das Vertrauen in den Finanzplatz Deutschland ist wichtig und die BaFin ist ein zentraler Vertrauensfaktor.“

Der 52-jährige Branson ist seit dem Jahr 2014 Direktor der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA und vertritt die Schweiz in internationalen Finanzgremien. Er ist Vorsitzender der Resolution Steering Group des globalen Finanzstabilitätsrats (FSB). Vor seinem Wechsel zur FINMA im Jahr 2010 war Branson für zwei Schweizer Bankengruppen in London, Zürich und Tokio tätig. Er besitzt neben der britischen auch die schweizerische Staatsangehörigkeit. 22.03.2021; Bundesministerium der Finanzen (BMF); in: Pressemitteilung Nr. 7 vom Montag, 22.03.2021, mit dem Titel „Scholz no­mi­niert Mark Bran­son für die Ba­Fin-Spit­ze“; https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2021/03/2021-03-22-scholz-nominiert-mark-branson-fuer-bafin-spitze.html
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Commerzbank streicht weitere 10.000 Stellen

Viele Mitarbeiter der Commerzbank können kurzfristig gehen. Foto: Peter Gaß frg/coba. WIESBADEN/FRANKFURT AM MAIN. 11. Februar 2021 – Die Commerzbank will im Rahmen ihres am 3. Februar 2021 angekündigten Programms „Strategie 2024“ bereits im Jahr 2021 wichtige Restrukturierungsschritte vollziehen. Ziel des Umbaus ist es, die digitale Beratungsbank für Deutschland zu werden und die führende Position als starker Partner des Mittelstands und von rund elf Millionen Privat- und Unternehmerkunden zu festigen.

Die Commerzbank brutto wird rund 10.000 Vollzeitstellen abbauen. Dem steht ein Aufbau von rund 2.500 Vollzeitstellen gegenüber, wodurch die Bank unter anderem die Kosten für externe Dienstleister reduzieren wird. Insgesamt beläuft sich der Nettoabbau auf rund 7.500 Stellen.

Bis Ende des Jahres 2023 sollen mehr als 80 Prozent des geplanten Personalabbaus abgeschlossen sein. 19.03.2021; Commerzbank Aktiengesellschaft; in: Pressemitteilung vom Donnerstag, 11.02.2021, mit dem Titel „Commerzbank startet Umsetzung der Strategie 2024 und will bereits in diesem Jahr wichtige Restrukturierungsschritte vollziehen“; https://www.commerzbank.de/de/hauptnavigation/presse/pressemitteilungen/archiv1/2021/1__quartal_1/presse_archiv_detail_21_01_94090.html
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N26 nimmt sich 30 Sekunden für ein Kundengespräch

Anrufe bei N26 werden schnell abgehandelt. Foto: Peter Gaß frg/n26. WIESBADEN/BERLIN. 28. Januar 2021 – N26 bietet ein mobiles Bankkonto. Dieses ist für Android, iOS und über eine Webanwendung weltweit in 25 Ländern verfügbar. Damit hat das Unternehmen weltweit sieben Millionen Kunden. Alle drei Wochen wird ein neues App-Update veröffentlicht. Die Kundenservicemitarbeiter haben an sieben Tagen in der Woche, jeweils von 7:00 Uhr bis 23:00 Uhr viel zu tun. Alleine im Jahr 2020 haben sie über 11.000 Stunden mit Schulungen verbracht.

Die durchschnittliche Beantwortungszeit von Kundenanfragen lag bei rund 30 Sekunden.
19.03.2021; N26 GmbH; in: Pressemitteilung vom Donnerstag, 28.01.2021, mit dem Titel „N26 erreicht 7 Millionen Kunden und baut das Team um 200 Mitarbeiter aus“; https://n26.com/de-de/presse/pressemitteilung/n26-erreicht-7-millionen-kunden-und-baut-das-team-um-200-mitarbeiter-aus
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Commerzbank schließt weitere 340 Filialen

Die Commerzbank schließt weitere 340 Filialen. Foto: Peter Gaß frg/coba. WIESBADEN/FRANKFURT AM MAIN. – Die Commerzbank wirbt mit dem Slogan „Die Bank an Ihrer Seite“. Das konnte man in der Vergangenheit durchaus auch räumlich verstehen. In vielen Größeren Städten hat sie ein Fillialnetz betrieben. Dieses wird ausgedünnt.

Ende des Jahres 2019 hatte die Commerzbank ca. 1.000 Filialen. Im 4. Quartal 2019 wurden davon ca. 200 Filialen geschlossen. Im Jahr 2020 wurde Corona-bedingt weitere 200 Filialen geschlossen. Dies sollte ein temporärer Zustand sein. Anläßlich der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag, dem 11. Februar 2020, wurde bekanntgegeben, dass davon Großteil „im Rahmen des Transformationsplans voraussichtlich nicht wieder geöffnet“ wird.

Die Commerzbank will im Rahmen ihres am Mittwoch, dem 3. Februar 2021, angekündigten Programms „Strategie 2024“ bereits im Jahr 2021 wichtige Restrukturierungsschritte vollziehen. Ziel des Umbaus ist es, die digitale Beratungsbank für Deutschland zu werden und die führende Position als starker Partner des Mittelstands und von rund elf Millionen Privat- und Unternehmerkunden zu festigen.

Die „Strategie 2024“ wurde mit klar definierten Maßnahmen und Meilensteinen unterlegt. Der Umsetzungsplan sieht unter anderem vor, dass die Bank 190 Filialen noch im Verlauf des Jahres 2021 dauerhaft schließt. In den Jahren 2022 und 2023 folgen die Schließung weiterer insgesamt 150 Filialen. Geplant ist der Aufbau von zentralen Beratungscentern im Bereich Privat- und Unternehmerkunden.

Das Firmenkundengeschäft wird bis zum Jahr 2023 weitgehend digitalisiert, das Produktangebot gestrafft und die Präsenz im Ausland an die Kundenstruktur angepasst. Bis Ende des Jahres 2023 sollen mehr als 80 Prozent des geplanten Personalabbaus (Brutto 10.000 Stellen) abgeschlossen sein. Im Jahr 2024 werden den Prognosen zu Folge die geplanten Kosteneinsparungen in vollem Umfang wirksam. 19.03.2021; Commerzbank Aktiengesellschaft; in: Pressemitteilung vom Donnerstag, 11.02.2021, mit dem Titel „Commerzbank startet Umsetzung der Strategie 2024 und will bereits in diesem Jahr wichtige Restrukturierungsschritte vollziehen“; https://www.commerzbank.de/de/hauptnavigation/presse/pressemitteilungen/archiv1/2021/1__quartal_1/presse_archiv_detail_21_01_94090.html
Commerzbank Aktiengesellschaft; in: Bilanzpressekonferenz vom 11.02.2021, Präsentation für Journalisten mit dem Titel „Starke Kapitalbasis für die Transformation“, Seite 12; https://www.commerzbank.de/de/hauptnavigation/presse/pressemitteilungen/archiv1/2021/1__quartal_1/presse_archiv_detail_21_01_94090.html
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Steuererklärung

Es ist einfach an analoge Steuerformulare zu kommen. Foto: Peter Gaß frg. WIESBADEN. 1. März 2021 – Formulare für die Steuererkärung können in Wiesbade ganz einfach beim Finanzamt abgeholt werden. Zu den üblichen Geschäftszeiten sind vor dem Gebäude Prospektständer mit den Formularen. Auch im Rathaus am Schloßplatz gibt es die Papierformulare zum mitnehmen. Alternativ dazu können die benötigten Formulare per Post beim Finanzamt angefordert werden. Sie werden dann schnell und bequem per Post zugeschickt.

Auch im Rathaus Wiesbaden können sie kostenlos abgeholt werden. Der Zugang zu den Büros ist gesperrt. Doch der Empfang ist besetzt und ist auch die Erreichbarkeit des Formularständers gewährleistet. Es lohnt sich, einen Blick in die Ortsverwaltungen zu werfen, ob dort eine ähnliche Situation vorzufinden ist.

12,4 Milliarden D-Mark im Umlauf

frg/buba. WIESBADEN/FRANKFURT AM MAIN. 9. März 2021 – Zum 31. Dezember 2020 waren noch 12,4 Milliarden D-Mark im Umlauf, 5,79 Milliarden D-Mark in Banknoten und weitere 6,61 Milliarden D-Mark in Münzen.
09.03.2021; Deutsche Bundesbank; in: Information, von Donnerstag, 04.02.2021, mit dem Titel „Informationen der Deutschen Bundesbank zum ausstehenden DM-Bargeld“; https://www.bundesbank.de/resource/blob/604284/aa2a6643ff01a268347605ad73cb625e/mL/ausstehendes-dm-bargeld-data.pdf
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Stellenabbau bei Banken

Auch Sparkassen bauen weiter Stellen ab. Foto: Peter Gaß Die Banken bauen weiter Stellen ab. Dazu gehören auch die Genossenschaftsbanken und die Sparkassen. Bei diesen ist das meist nicht so spektakulär, weil sich der Abbau auf viele eigenständige Institute bezieht. Wenn Privatbanken solche Maßnahmen ankündigen, führt dies zu einem großen Medienecho. Die Commerzbank hat im September 2019 den Abbau von 4.300 Vollzeitstellen im angekündigt. Im Dezember 2020 wurden neue Rückstellungen für Altersteilzeitprogramm in Höhe von 200 Millionen Euro gebildet. Im Dezember 2020 wurde eine Vereinbarung mit dem Konzernbetriebsrat über den Stellenabbau im Zeitraum von 2021 bis 2024 beschlossen. Dafür wurden im 4. Quartal 2020 Rückstellungen in Höhe von 600 Millionen Euro gebucht.

Naspa schließt weitere Filialen

Die Nassauische Sparkasse schließt weitere Filialen. Foto: Peter Gaß Auch die Nassauische Sparkasse (NaSpa) schließt weitere Fillialen. Damit wird auch die Bargeldver- und -entsorgung weiter eingeschränkt. Eine Auswirkung davon ist z. B. dass bei dem Büromittelhändler Staples in Wiesbaden ein Einkaufen mit Bargeld nicht mehr möglich ist. Staples hat nicht nur ein Angebot für Geschäftskunden, sondern auch ein umfangreiches Angebot an Schreibwaren für den Privatbedarf und an Schulbedarf.
19.03.2021; Karl Schlieker: Naspa überprüft das Zweigstellen-Netz; in: Wiesbadener Kurier; Freitag, 19. Juni 2021; Seite 11

BaFin: Mo­ra­to­ri­um über Green­sill Bank

Ba­Fin ord­net Mo­ra­to­ri­um über die Green­sill Bank AG, Bremen, an. Weder Ein- noch Auszahlungen sind möglich.
03.03.2021; Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin); in: Pressemitteilung, von Mittwoch, 03.03.2021, mit dem Titel „BaFin ordnet Moratorium über die Greensill Bank AG an“; https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Pressemitteilung/2021/pm_210303_Greensill.html
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Gesellschaft

Periodenarmut

Die Wiesbadener Jugend fordert kostenlose Hygieneprodukte. Foto: Peter Gaß frg. WIESBADEN. 26. März 2021 – Die weibliche Periode ist Thema von heftigen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen. Viele erinnern sich an die Jahre 2018 und 2019, als sich viele Gruppen dafür eingesetzt haben, dass auf sogenannte „Erzeugnisse für Zwecke der Monatshygiene“ wie Tampons, Binden und Menstruationstassen der ermäßigte Steuersatz angewendet werden sollte. Das Europarecht ließ dies zu. Diese unionsrechtliche Option wurd in nationales Recht umgesetzt. die Steuersenkung auf diese Produkte gilt seit dem 1. Januar 2020. Drogieriemärkte und Discounter lieferten sich anschließend eine Werbeschlacht. Nachdem das Thema einige Monate später nicht mehr in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wurde, meldeten sich einige Stellen, mit der Beobachtung, die Händler hätten anschließend die Preise für solche Produkte erhöht. Sie kosteten mehr, als vor der Mehrwertsteuersenkung.

Jugendliche fordern seit Jahrzehnten die kostenlose Abgabe von Kondomen in Schulen, Bars, Discos etc. Das Wiesbadener Jugendparlarment hat sich diesen Forderungen angeschlossen. Corona hat dem Thema neuen Schub verliehen. „Mädchen und Frauen mit geringem Einkommen“ dürfe der Kauf von Artikeln zur Monatshygiene nicht zu „zusätzlichen Belastungen“ führen. Am Dienstag, dem 2. März 2021, hat sich der Ausschuß für Frauen, Wirtschaft, und Beschäftigung für die kostenlose Ausgabe von Hygieneprodukten ausgesprochen. Dies soll in Rathäusern, Ortsverwaltungen und weiterführenden Schulen geschehen. In der Begründng heißt es: „Gerade in der anhaltenden Corona-Pandemie siet dies ein wichtiges politisches Signal für die Gesundheit von Frauen und Mädchen.“

Wenn es um die Gesundheit geht, wären Möglichkeiten, sich die Hände zu waschen auch eine wichtige Maßnahme. Doch was ist während der Corona-Pandemie passiert? Da wurden reihenweise Waschräume, Toiletten etc. geschlossen. „Aus Hygienegründen“. Welch tolle Begründung. Aus Hygienegründen ist das Händewaschen verboten. Den Mitgliedern des Ausschusses ist dies offensichtlich entgangen.
26.03.2021; Bundesfinanzministerium; in: Das än­dert sich zum Jah­res­be­ginn, Abschnitt E-Books, E-Paper, Monatshygiene; Freitag, 27.12.2019; https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2019-12-27-das-aendert-sich-2020.html
nl: Kostenlose Hygieneprodukte; in: Wiesbadener Kurier; Donnerstag, 4. März 2021; Seite 11

Weitere Aspekte, die im 1. Quartal 2021 als gesellschaftliche Themen diskutiert wurden

  • Kulturismus
  • Cancel Culture
  • Fastnacht
  • Sexuelle Belästigung
  • Büroaffaire

Gesundheit

Augen schützen bei Heimwerkertätigkeit

Heimwerker sollten eine Schutzbrille tragen. Foto: Peter Gaß frg/dog. WIESBADEN/MÜNCHEN. 1. Februar 2021 – Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) wird nicht müde auf die Gefahr von Augenverletzungen hinzuweisen. Während sich noch vor 100 Jahren die meisten Augenverletzungen am Arbeitsplatz ereigneten, passieren Unfälle heute zum überwiegenden Teil bei Freizeitaktivitäten, im Sport oder bei Heimwerkertätigkeiten. „In diesen Bereichen ließen sich durch relativ einfache Sicherheitsmaßnahmen 90 Prozent der Augenverletzungen vermeiden“, erklärt Professor Dr. med. Wolfgang Schrader, Chefarzt der Abteilung für Augenheilkunde an der Rotkreuzklinik Würzburg, Augenzentrum Würzburg. Zu den Sicherheitsmaßnahmen zählt das Tragen eines Augenschutzes.
01.02.2021; Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG); in: Expertenstatement vom Donnerstag, 01.10.2021, mit dem Titel „Splitter, Säure, Sportunfall und Feuerwerk – Fortschritte in der Behandlung von Augenverletzungen“
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Hauswirtschaft

Wenn es sein muss: Wäscheaufhängen in der Wohnung – aber richtig!

Einen Trockenspeicher zu nutzen beugt Schimmel in der Wohnung vor. Foto: Peter Gaß frg/lfh. WIESBADEN/NASSAU. 4. Januar 2021 – 34 Millionen Menschen in Deutschland haben keinen Garten. Somit kann mehr als die Hälfte der Bundesbürger ihre Wäsche dort nicht trocknen. Vor Mehrfamilienhäusern gibt es oft Wäscheständer. Manchmal sind sie komplett ausgestattet, manchmal nutzt jeder seine eigene Leine mitbringen. Wenn mehrere Wäscheladungen anstehen, sollte man zunächst die Wäsche waschen, die das kürzere Waschprogramm benötigt, also z. B. Hemden und Blusen. Während die zweite Ladung etwas länger dauert – also z. B. Geschirrtücher, Unter- und Bettwäsche – trocknet die erste Ladung. Insbesondere bei Sonnenschein und Wind ist die erste Waschladung bereits trocken, bevor die zweite aufgehängt wird. Durch das Wäschetrocknen im Freien kann jeder etwas zum Energiesparen und somit zum Klimaschutz beitragen. Wer einen Balkon hat, kann diesen nutzen. Oft ist auch der Speicher eine Option.

Doch immer wieder ist auch das Trocknen von Wäsche in den Wohnräumen unumgänglich. Doch Vorsicht: Die warme Wohnungsluft nimmt das verdunstete Wasser aus der Wäsche auf, wodurch die Luftfeuchte in den Räumen steigt. Trifft die warme, feuchte Luft nun auf kalte Flächen, vornehmlich Fenster und Balkontüren, kondensiert sie. Ein geräumiger Wäscheständer kann zusammen mit ein paar Kniffen Abhilfe schaffen. Wäscheexpertin Lisa Zühlke von Leifheit hat einige Tricks zusammengestellt.

1. Die Wäsche vor dem Aufhängen ausschütteln

Frisch aus der Maschine ist die Wäsche oft stark verknittert. Wurde sie dann auch noch in der Maschine vergessen, kann sie zudem schnell klamm werden. „Ein Trick dabei ist, die Kleidungsstücke vor dem Aufhängen einzeln auszuschütteln“, rät Lisa Zühlke. „So werden die durch das Schleudern gepressten Fasern wieder gelockert und das Bügeln bleibt womöglich erspart.“ Einen weiteren Vorteil hat das Ausschütteln: Das Ausleiern insbesondere bei T-Shirts wird verlangsamt.

2. Der Wäsche genug Platz verschaffen

Um gut zu trocknen, braucht die nasse Kleidung nicht nur frische Luft, sondern auch Platz. Wenn die Wäsche zu eng beieinander hängt, bleibt sie länger klamm und feucht. „Das liegt an der Luftfeuchtigkeit der anderen Kleidungsstücke, die immer noch in der Luft zirkuliert“, weiß die Wäscheexpertin. Besonders schwere Kleidung, wie Jeans oder Sweatshirts, benötigt dann mehr Zeit zum Trocknen. Abhilfe schafft hier ein großer Wäscheständer. Es gibt welche mit einer maximalen Trockenlänge von 18 Metern. Die können bis zu zwei Waschmaschinenladungen aufnehmen. Gleichzeitig ist er perfekt geeignet für längere Kleidungsstücke. Diese können einfach an den aufklappbaren Flügeln aufgehängt werden und berühren dank einer Höhe von 105 cm nicht den Boden. Zwei Kleinteilehalter zum Aufhängen von beispielsweise Socken, sorgen für zusätzlichen Platz auf dem Wäscheständer.

3. Regelmäßig Lüften

Frische Wäsche enthält viel Feuchtigkeit für geschlossene Räume. „In einem Korb nasser Wäsche stecken bis zu zwei Liter Wasser“, verrät Lisa Zühlke. Bei geschlossenem Fenster bleibt die Nässe in der Wohnung. Das kann dann zu einem Anstieg der Luftfeuchtigkeit von bis zu 30 Prozent führen. Die Nässe geht in die Wände und bietet den perfekten Nährboden für Schimmel. Regelmäßiges Stoßlüften ist daher unumgänglich. Dafür morgens und abends für rund zehn Minuten die Fenster weit öffnen und Frischluft reinlassen. So wird die Luftzirkulation angeregt und die Feuchtigkeit der nassen Wäsche bleibt nicht in der Wohnung.

4. So oft es geht im Freien

Wer den Luxus hat, einen Garten, eine Terrasse, einen Balkon oder eine andere Freifläche nutzen zu können, kann seine Wäsche natürlich auch dort mit den Tipps von Leifheits Wäscheexpertin trocknen. Wenn es keine Leinen gibt, kann ein Wäscheständer Abhilfe schaffen. Es gibt Modelle, die sind durch eine spezielle Pulverbeschichtung vor Rost geschützt und halten dank ihrer parallel angeordneten Standbeine auch Windböen stand.
31.03.2021; Leifheit AG; in: Pressemitteilung von Mittoch, 03.06.2020, mit dem Titel „Stabilität ist Trumpf beim Wäscheständer. Wäscheaufhängen in der Wohnung – aber richtig!“; https://www.leifheit-group.com/articles/waescheaufhaengen-in-der-wohnung/
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Jahreszeit: Winter

Jahreswechsel 2020/2021

Wir wünschen einen guten Start in das Jahr 2021 – ausgeruht, motiviert, hungrig nach Erfolgen.

Der Winter 2020/2021 war hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge

Der Winter 2020/21 hielt Überraschungen bereit. Foto: Peter Gaß frg/dwd. WIESBADEN/OFFENBACH. 26. Februar 2021 – Der Winter 2020/21 war in Deutschland bei durchschnittlichem Niederschlag und einem deutlichen Sonnenscheinplus wieder zu warm. Das Klimaarchiv des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt: Es war hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge. Zahlreiche Sturmtiefs, die über Nordeuropa ostwärts zogen, brachten im Dezember 2020 und Januar 2021 sehr feuchte, oft nasskalte Luftmassen. Das führte im Dezember 2020 vor allem in den Alpen, ab Januar 2021 häufig auch in den Mittelgebirgen, zu herrlichem Winterwetter. Anfang Februar 2021 stellten sich den nordeuropäischen Sturmtiefs Hochdruckgebiete in den Weg. Über Mitteleuropa bildete sich eine Luftmassengrenze, die kalte Luft aus dem Norden von milder im Süden trennte und nur langsam südwärts vorankam. An ihrem Übergangsbereich traten ungewöhnlich starke Schneefälle mit gebietsweise enormen Schneeverwehungen auf. Klare Nächte führten dort zu sehr strengen Frösten. Ab Mitte Februar 2020 gab es landesweit schon frühlingshafte Temperaturen. Das meldet der DWD nach Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Im Februar extreme Temperaturunterschiede von 40 °C

Mit 1,8 Grad Celsius (°C) lag der Temperaturdurchschnitt im Winter 2020/21 um 1,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung immer noch +0,4 Grad. Im Dezember 2020 und Januar 2021 wechselten sehr milde und nasskalte Witterungsabschnitte häufig einander ab. Von Anfang bis Mitte Februar 2021 gelangte vor allem der Norden, später auch das gesamte Land in den Einflussbereich skandinavischer Hochdruckgebiete, die es vorübergehend unter eisiger Kälte erstarren ließen. Gebietsweise trat sehr strenger Frost von unter -20 °C auf. Mühlhausen-Görmar, nordwestlich von Erfurt, registrierte am 10. Februar 2021 mit -26,7 °C den tiefsten Wert des Winters. Zwei Wochen später schnellten die Temperaturen deutlich in die Höhe und erreichten das andere Extrem. Am höchsten kletterte das Quecksilber am 25. Februar 2021 in Ohlsbach bei Offenburg auf außergewöhnliche 22,0 °C. In Deutschland stieg das Thermometer an sechs Tagen in Folge auf über 20 °C. Seit Messbeginn 1881 hatte es dies in einem Winter maximal nur 3 Tage am Stück gegeben, wie zuletzt vom 26. Februar. bis 28. Februar 2019.

Ein außergewöhnlich schneereicher Winter

Der Winter 2020/21 erreichte mit knapp 180 Litern pro Quadratmeter (l/m²) fast genau seinen Klimawert (1961 – 1990) von 181 l/m². Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 gab es ein Defizit von knapp 10 l/m². Bereits gefallene Schneemengen in den Alpen und später auch den Mittelgebirgen führten Ende Januar 2021 mit einsetzendem Tauwetter und kräftigen Regenfällen im Westen und Süden zu großem Hochwasser. Am 28. Januar 2021 fiel in Bernau-Goldbach im Südschwarzwald mit 87,4 l/m² die größte Tagesmenge. Im Schwarzwald wurde auch mit lokal um die 585 l/m² die deutschlandweit größte Gesamtsumme gemessen. In Teilen von Sachsen, Thüringen und Brandenburg blieb es im ganzen Winter dagegen bei kaum 50 l/m². An einer Luftmassengrenze fielen am 7. und 8. Februar 2021 vom Münsterland bis nach Thüringen verbreitet große Schneemengen, die durch den Ostwind gebietsweise zu enormen Schneeverwehungen führten.

Verbreitet sehr sonnig, der Süden deutlich im Vorteil

Mit über 175 Stunden überschritt die Sonnenscheindauer im Winter 2020/21 ihr Soll von 153 Stunden (Periode 1961 bis 1990) deutlich. Im Vergleich zur Periode 1991 bis 2020 lag sie geringfügig über dem Klimawert von 170 Stunden. Am meisten zeigte sich die Sonne am Alpenrand mit bis zu 285 Stunden, am wenigsten im äußersten Norden, dem Taunus sowie dem Sauerland mit teils weniger als 125 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im Winter 2020/21

In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.

  • Baden-Württemberg
    Hier lag die Mitteltemperatur bei 2,1 °C (0,0 °C). Mit annähernd 225 l/m² (224 l/m²) und nahezu 195 Sonnenstunden (169 Stunden) war Baden-Württemberg sowohl das zweitniederschlagsreichste als auch das zweitsonnenscheinreichste Bundesland. Ohlsbach, südöstlich von Offenburg, meldete am 25. Februar 2021 mit außergewöhnlich frühen und frühlingshaften 22,0 °C den bundesweit höchsten Winterwert. Bernau-Goldbach im Südschwarzwald verzeichnete am 28. Januar 2021 mit 87,4 l/m² die deutschlandweit größte Tagesmenge. Aufsummiert fiel im Südschwarzwald mit teils über 585 l/m² der meiste Niederschlag. Ende Januar 2021 setzte besonders hier und dem Allgäu starkes Tauwetter ein, das die vorhandene Schneedecke spürbar reduzierte. Die großen Abflussmengen ließen die Pegel der Flüsse deutlich ansteigen.
  • Bayern
    Der Freistaat präsentierte sich im Winter 2020/21 mit knapp 0,8 °C (-1,0 °C) als die kälteste Region Deutschlands. Die Niederschlagssumme lag bei rund 165 l/m² (200 l/m²). Bayern war mit gut 200 Stunden (171 Stunden) das sonnenscheinreichste Bundesland. Am Morgen des 13. Februar 2021 meldete Bad Königshofen, nordöstlich von Schweinfurt, eisige -22,9 °C. Mitte Januar 2021 türmte sich die Schneedecke im Allgäu und den Chiemgauer Alpen örtlich bis zu 100 cm hoch. Hier schien die Sonne im Winter 2020/21 mit bis zu 285 Stunden bundesweit am meisten.
  • Berlin
    Die Hauptstadt erreichte eine Mitteltemperatur von 1,9 °C (0,5 °C) und die Sonne schien gut 170 Stunden (147 Stunden). Berlin war im Winter 2020/21 mit rund 95 l/m² (131 l/m²) das niederschlagsärmste Gebiet Deutschlands.
  • Brandenburg
    Brandenburg gehörte mit einer Durchschnittstemperatur von 1,3 °C (0,1 °C) zu den kälteren Bundesländern. Doberlug-Kirchhain und Lübben-Blumenfelde, beide im Spreewald, verzeichneten am Morgen des 15. Februars 2021 jeweils -20,2 °C. Mit abgerundet 105 l/m² (123 l/m²) war es die zweitniederschlagsärmste Region. Die Sonne zeigte sich hier annähernd 175 Stunden (149 Stunden).

  • Bremen
    Die Stadt an der Weser erreichte im Winter 2020/21 im Monatsmittel 3,1 °C (1,5 °C), abgerundet 160 l/m² (165 l/m²) und nahezu 165 Sonnenstunden (140 Stunden).

  • Hamburg
    Für die Hansestadt verzeichnete der DWD 2,9 °C (1,2 °C). Sie zählte damit zu den wärmeren Bundesländern. Subtropikluft führte am 22. Februar in Hamburg-Neuwiedenthal mit 21,1 °C zu ungewöhnlich früher Frühlingswärme. Für Hamburg ermittelten die Klimaexperten annähernd 155 l/m² (174 l/m²) und knapp 155 Sonnenstunden (134 Stunden).

  • Hessen
    Hessen erreichte eine Mitteltemperatur von 1,9 °C (0,3 °C) und der Niederschlag akkumulierte sich auf gut 210 l/m² (193 l/m²). Eine Luftmassengrenze sorgte am 7. Februar 2021 in der Nordhälfte gebietsweise für stundenlangen gefrierenden Regen, der eine mehrere Millimeter dicke Eisschicht hinterließ. Im äußersten Norden fiel durchweg Schnee und so meldete Wesertal-Lippoldsberg am 8. Februar 2021 eine Schneedecke von 40 cm. Hierbei kam es verbreitet zu enormen Einschränkungen. Die Sonne schien gut 150 Stunden (136 Stunden).

  • Mecklenburg-Vorpommern
    Für das nordöstlichste Bundesland errechneten die DWD-Meteorologen eine Durchschnittstemperatur von 1,8 °C (0,2 °C) sowie eine Niederschlagsmenge von nahezu 135 l/m² (130 l/m²). Der Lake-Effect, bei dem kalte Luft über die vergleichsweise warme Ostsee weht, sorgte durch immer wiederkehrende Schauerstraßen an der vorpommerschen Küste für große Schneemengen. Am 12. Februar Februar 2021 registrierte Ribnitz-Damgarten, nordöstlich von Rostock, 42 cm. Im Winter 2020/21 präsentierte sich Mecklenburg-Vorpommern mit gerade 150 Stunden (144 Stunden) als das zweitsonnenscheinärmste Gebiet Deutschlands.

  • Niedersachsen
    Für Niedersachsen ermittelten die Wetterexperten 2,6 °C (1,2 °C), fast 170 l/m² (177 l/m²) und annähernd 155 Sonnenstunden (135 Stunden). Am 14. Februar 2021 registrierte der in Göttingen DWD -23,8 °C; in diesem Monat traten hier fünf Nächte mit unter -20 °C auf. Am 7. und 8. Februar 2021 sorgten große Temperaturgegensätze in der Südhälfte zu sehr kräftigen Schneefällen, der anhaltende Ostwind führte zu enormen Verwehungen. Verbreitet erreichte die Schneedecke 35 – 55 cm; Langelsheim im Harz meldete 54 cm. Die Infrastruktur kam verbreitet zum Erliegen.

  • Nordrhein-Westfalen
    Nordrhein-Westfalen war im Länderranking mit einer Mitteltemperatur von knapp 3,3 °C (1,7 °C) das zweitwärmste Bundesland. Mit abgerundet 220 l/m² (223 l/m²) gehörte es zu den niederschlagsreichen Gebieten. An einer Luftmassengrenze entwickelten sich am 7. und 8. Februar 2021 besonders im Norden und Osten sehr kräftige Schneefälle; Bielefeld-Deppendorf meldete hierbei 43 cm. Die Sonne zeigte sich hier annähernd 160 Stunden (151 Stunden).
  • Rheinland-Pfalz
    Der Winter 2020/21 brachte Rheinland-Pfalz durchschnittlich 2,8 °C (0,9 °C), knapp 220 l/m² (206 l/m²) und fast 165 Sonnenstunden (152 Stunden).

  • Saarland
    Das Saarland übertraf mit einer mittleren Temperatur von 3,3 °C (1,2 °C) und einer Niederschlagsbilanz von über 315 l/m² (255 l/m²) alle anderen Bundesländer. Die Sonne schien gut 170 Stunden (155 Stunden).

  • Sachsen
    Der Freistaat zählte im Winter 2020/21 mit gut 0,8 °C (-0,4 °C) zu den kälteren und mit nahezu 195 Stunden (161 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Regionen. Die Niederschlagsmenge summierte sich auf fast 140 l/m² (152 l/m²).

  • Sachsen-Anhalt
    Für Sachsen-Anhalt errechneten die DWD-Meteorologen durchschnittlich 1,5 °C (0,4 °C) und annähernd 175 Sonnenstunden (145 Stunden). Querfurt, nordöstlich von Erfurt, verzeichnete am Morgen des 14. Februar 2021 eisige -24,8 °C. Im Winter 2020/21 präsentierte sich Sachsen- Anhalt mit fast 120 l/m² (119 l/m²) als ein niederschlagsarmes Bundesland. Zu enormen Einschränkungen führten am 7. und 8. Februar 2021 verbreitet kräftige Schneefälle; Bad Bibra, südwestlichen von Leipzig, meldete hierbei eine Schneehöhe von 48 cm.

  • Schleswig-Holstein
    Hier lag die Mitteltemperatur im Winter bei 2,6 °C (0,9 °C) und der Niederschlag akkumulierte sich auf knapp 160 l/m² (180 l/m²). Im Februar 2021 verzeichnete Lübeck-Blankensee zwölf Eistage, bei den die höchste Temperatur unter 0 °C liegt. Der Lake-Effect sorgte durch immer wiederkehrende Schauerstraßen in Wagrien innerhalb von Stunden für große Schneemengen. Am 10. Februar 2021 meldete Oldenburg in Holstein 31 cm Neuschnee. Schleswig-Holstein war mit aufgerundet 150 Stunden (144 Stunden) das sonnenscheinärmste Gebiet.

  • Thüringen
    Der Freistaat repräsentierte sich im Winter 2020/21 mit etwa 0,8 °C (-0,6 °C) als das zweitkälteste Bundesland. Für Thüringen kalkulierte der DWD gut 160 l/m² (159 l/m²) und nahezu 160 Sonnenstunden (148 Stunden). Den deutschlandweit tiefsten Winterwert verzeichnete Mühlhausen-Görmar, nordwestlich von Erfurt, am 10. Februar 2021 mit -26,7 °C. Große Temperaturgegensätze sorgten am 7. und 8. Februar 2021 für sehr starke Schneefälle, die durch den eisigen Ostwind gebietsweise zu enormen Verwehungen führten. Hierbei meldete Mühlhausen-Windeberg eine Schneedecke von 55 cm. In Jena lagen 48 cm, davon fielen innerhalb von 24 Stunden 40 cm.

26.02.2021; Deutscher Wetterdienst; in: Pressemitteilung von Freitag, 26.02.2020, mit dem Titel „Deutschlandwetter im Winter 2020/21: Der Winter 2020/2021 war hierzulande der zehnte zu warme Winter in Folge“; https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2021/20210226_deutschlandwetter_winter2020_2021_news.html?nn=16210
Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten drei Tage des Monats Februar verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.
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Kirchenjahr

Predigt zum Jahresbeginn 2021

Der Jahreswechsel bietet Gelegenheit, etwas neu anzufangen. Foto: Peter Gaß frg/dbk. WIESBADEN/BONN. 1. Januar 2021 – Predigt von Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in der Eucharistiefeier zum Jahresbeginn in der Kapelle des Bischofshauses in Limburg.

Liebe Schwestern und Brüder,

in unserer Sprache gibt es eine schöne Wendung, mit der wir spontan und intuitiv zum Ausdruck bringen, ob etwas bedeutsam für uns ist oder nicht. „Damit kann ich nichts anfangen“, oder: „Damit kann ich etwas anfangen“, sagen wir. Wenn ich ehrlich bin, dann reagiere ich so oder so auch auf manches Weihnachtsgeschenk und wäge seine Bedeutung.

Anfangen. Etwas anfangen. Heute beginnt ein neues Jahr, und manch einer von uns wird froh sein, dass das alte Jahr hinter uns liegt. So etwas haben wir nicht gekannt. Eigentlich kann es nur besser werden, denn der Hoffnungsschein der bevorstehenden Impfungen lässt uns irgendwie ein Ende der Krise erahnen, auch wenn wir uns vermutlich noch auf harte Monate einstellen müssen. Das halten wir aus, wenn es nur irgendwann wieder besser wird.

Anfangen. Womit könnten wir denn etwas anfangen, wirklich anfangen, wenn wir dieses neue Jahr beginnen? Was kann uns helfen und leiten in dieser neuen Zeitspanne? Woran können wir uns orientieren? Ich finde, die Liturgie gibt uns mit ihrer Auswahl an Schrifttexten gute Hinweise.

„Der Herr segne dich und behüte dich“ (Num 6,24). Wir gehen und stehen unter Gottes Segen. Das zu wissen, gibt mir Mut und Zuversicht. Immer, wenn es bei uns zu Hause in einen Tag hinein ging, der mit besonderen Prüfungen oder Anstrengungen verbunden war, dann gab uns die Mutter einen besonderen Segen mit. Noch heute zeichnen viele Eltern ihren Kindern mit oder ohne Worte ein Kreuz auf die Stirn, wenn sie morgens das Haus verlassen. Das Zeichen wirkt, denn es sagt: Du bist behütet, komme, was mag. Und über allem menschlichen Wollen und Vermögen steht der Herr, der für uns sorgt. Er leuchtet uns die Wege aus. In seinem Blick findest du Frieden und Geborgenheit.

„Abba, Vater“ (Gal 4,6). Das ist die kürzeste Zusammenfassung unseres christlichen Gottesbildes. Wir glauben nicht an irgendwen und irgendwas. Gott ist kein unbewegter Beweger, keine unberührbare Macht, kein ferner Lenker. Er ist uns Vater und Mutter. So hat es Jesus erfahren und an uns weitergegeben. Gott sieht dich, aber nicht mit dem kritischen Blick eines Beobachters von außen, sondern mit dem liebevollen Engagement dessen, der dich ins Leben gerufen hat. Gott begleitet dich, aber nicht wie ein Manager oder Karriereberater mit viel Eigeninteresse, sondern mit dem leidenschaftlichen Engagement dessen, der weiß, welche Gaben in dir schlummern. Gott ist besorgt um dich, aber nicht wie einer, der bloß Unruhe vermeiden und Ruhe haben will, sondern mit dem Mitgefühl dessen, der dich im wahrsten Sinn „leiden“ kann, der mitfühlt und leidenschaftlich um dich ringt. In solchem Wohlwollen stehen wir, liebe Schwestern und Brüder. So ist unser Gott, wie ein treuer Vater und eine liebende Mutter.

„Die Hirten eilten nach Bethlehem und fanden… und sie kehrten zurück“ (vgl. Lk 2,16.20). Wie wäre es, wir würden die Zeit des neuen Jahres als eine Entdeckungsreise verstehen, als ein Unterwegssein, um Jesus zu finden und ihm zu begegnen? Er hat es ja selbst gesagt. Das Unerwartete geschieht mitten im Alltag. Seit Jesus ein Mensch wie wir geworden ist, ist er eingetaucht in die Gewöhnlichkeit unseres Lebens. Und deshalb taucht er dort auch am liebsten auf und lässt sich finden: in den Nächsten und Fernsten, in der Last des Tages und der Freude des Augenblicks, in der Kernzeit der Arbeit und der freien Zeit der Erholung, in der Stille und manchmal mitten im Getöse, in Freuden und in Schmerzen. Manchmal gibt er sich zu erkennen, wenn ich ihn suche, nach ihm frage, ihn preise oder bitte. Und manchmal steht er mir mitten im Weg, wo ich ihn nicht erwartet habe. Er ist so frei, einfach da zu sein. Aber immer ist er da für mich und für dich. Eilen und finden und heimkehren: jedes Mal eine Chance der Gottesbegegnung.

Geh behütet! Sag „Vater“ und „Mutter“ zu Gott. Eile und finde und komm nach Hause. Ob Sie damit wohl etwas anfangen können, liebe Schwestern und Brüder? Das entscheiden Sie selbst. Und dazu wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr 2021.

Öffne die Tür
lass
Schritt für Schritt
den Weg entstehen

Der
dir entgegen kommt
führt dich
die Tage entlang
die Nächte hindurch

abgrundtief wolkenhoch

sein Zutrauen
trägt
(Catrina E. Schneider)

01.04.2021; Deutsche Bischofskonferenz; in: Pressemitteilung Nr. 001 von Freitag, 01.01.2021, mit dem Titel „Predigt von Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in der Eucharistiefeier zum Jahresbeginn“; https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/predigt-von-bischof-dr-georg-baetzing-vorsitzender-der-deutschen-bischofskonferenz-in-der-eucharistiefeier-zum-jahresbeginn
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Weitere Aspekte, die im 1. Quartal 2021 rund um das Kirchenjahr diskutiert wurden

  • Weihnachtszeit
    Der Weihnachtsfestkreis endet am 2. Februar 2021.
  • Fastenzeit
    Die Fastenzeit beginnt an Aschermittwoch, dem 17. Februar 2021.

Mobilität

Smartphone-Daten vom Infotainment-System fremder Autos löschen

Jede Autofahrt hinterläßt digitale Spuren. Foto: Peter Gaß frg/adac. WIESBADEN/MÜNCEN. 25. März 2021 – Nutzer von Mietwagen und Carsharing sollten vor der Rückgabe des Fahrzeugs auf die Löschung ihrer persönlichen Daten im Wagen achten. Darauf weist der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. (ADAC) hin. Die Empfehlung richtet sich an alle Fahrer, die während der Leihdauer ihr Smartphone mit dem Infotainment-System des Wagens verbinden. Dabei werden persönliche Daten wie Telefonbuch-Kontakte ins System des Fahrzeugs übertragen. Diese Daten sind zwar von nachfolgenden Nutzern nicht ohne weiteres auslesbar, werden aber meist nicht automatisch gelöscht.

Nutzer von Mietautos und Carsharing sollten stets das Infotainment-System des Fahrzeugs auf „Werkseinstellungen“ zurücksetzen. Je nach genutztem Modell müssen Nutzer aber tief in die Fahrzeugeinstellungen vordringen, um diese Funktion zu finden. Wer „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ nicht findet, sollte immer die Funktion „Entkoppeln des Smartphones“ nutzen, die meist recht einfach in den Menüs der Infotainment-Systeme zu finden ist. Dabei wird nach Angaben des Clubs nur die Verbindung zwischen Auto und Smartphone getrennt. Ansonsten bleiben Teildaten – wie Ziele im Navigationsgerät – im Wagen gespeichert.

Autofahrer, die im geliehenen Fahrzeug native Apps wie Spotify nutzen, sollten sich gesondert von diesen Diensten abmelden. Native Apps sind Anwendungen klassischer Smartphone-Apps, die bereits im Infotainment-System des Fahrzeugs vorinstalliert sind. Verbrauchern, denen nur die telefonische Erreichbarkeit wichtig ist, rät der Club, die Datenübermittlung bei der Kopplung des Smartphones mit dem Infotainment-System des Autos abzulehnen.

Laut ADAC haben Autovermietungen und Carsharing-Anbieter bislang nur teilweise Löschroutinen eingeführt, anhand derer persönliche Daten der Nutzer nach der Rückgabe des Fahrzeugs entfernt werden. Die Löschungen erfolgen dabei nur teilweise nach jeder Fahrzeug-Rückgabe – in manchen Fällen erst bei der nächsten Reinigung. Einige Anbieter haben in einer ADAC Umfrage sogar angegeben, Nutzerdaten gar nicht vom Fahrzeug zu löschen.

Der ADAC kritisiert, dass Verbraucher in der Regel nicht darüber informiert werden, welche Daten vom Smartphone in das Infotainment-System des Autos übertragen werden. Autovermieter und Carsharing-Anbieter sind daher aufgefordert, automatische Löschroutinen einzuführen, die eine Entfernung aller persönlichen Daten nach jeder Fahrzeugnutzung vorsehen.
01.04.2021; Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC); in: Pressemitteilung von Donnerstag, 25.03.2021, mit dem Titel „Bei Automiete und Carsharing: Smartphone-Daten vom Infotainment-System löschen“; https://presse.adac.de/meldungen/adac-ev/technik/bei-automiete-und-carsharing-smartphone-daten-vom-infotainment-system-loeschen.html
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Politik

Armin Laschet mit 83,35 % zum neuen CDU-Bundesvorsitzenden gewählt

Die CDU-Delegierten haben gewählt - digital und per Briefwahl. Foto: Peter Gaß frg/cdud. WIESBADEN/BERLIN. 5. März 2021 – Drei Kandidaten traten zur Wahl für den CDU-Bundesvorsitz an: Armin Laschet, Friedrich Merz und Dr. Norbert Röttgen. Die Wahl erfolgte auf dem 33. Parteitag der CDU Deutschlands. Am 15. und 16. Januar 2021 wählen 1.001 Delegierte in digitaler Form. Für ein verbindliches und rechtssicheres Wahlergebnis erfolgte anschließend eine schriftliche Schlussabstimmung per Briefwahl. Am Freitag, den 22. Januar 2021, wurde das Ergebnis verkündet: Armin Laschet wurde mit 796 Stimmen gewählt. Das entspricht 83,35 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen.
05.03.2021; CDU Deutschland; in: Ergebnisse der schriftlichen Schlussabstimmung der Briefwahl; https://www.cdu-parteitag.de/briefwahl#vorsitzende

Wahl des neuen CDU-Bundesvorsitzenden

Die CDU-Delegierten wählen einen neuen Parteivorsitzenden. Foto: Peter Gaß frg/cdud. WIESBADEN/BERLIN. 4. Januar 2021 – Drei Kandidaten treten zur Wahl für den CDU-Bundesvorsitz an: Armin Laschet, Friedrich Merz und Dr. Norbert Röttgen. Am 15. und 16. Januar 2021 wählen 1.001 Delegierte bei einem digitalen Parteitag einen neuen CDU-Bundesvorsitzenden. Diese Wahl ist rechtlich jedoch nicht verbindlich. Aus diesem Grund erfolgt anschließend eine Briefwahl. Die Stimmzettel hierfür werden unmittelbar nach den digitalen Abstimmungen versendet. Am Freitag, dem 22. Januar 2021 kann im Berliner Konrad-Adenauer-Haus die Auszählung der Stimmzettel stattfinden. Für diesen Tag wird ein rechtsverbindliches Ergebnis erwartet.
23.12.2020; CDU Deutschland; in: Informationen zur Wahl des Bundesvorsitzenden; und Meldung vom 14.12.2020 mit dem Titel „Gremien beschließen digitalen Parteitag im Januar“; https://www.cdu.de/cduvorsitz ; https://www.cdu-parteitag.de/artikel/gremien-beschliessen-digitalen-parteitag-im-januar

Hessen: Stark-Watzinger führt FDP

Stark-Watzinger musste lange auf die Wahl zur Parteiführung warten. Foto: Peter Gaß frg/fdph. WIESBADEN/WILLINGEN. 26. März 2021 – Am 16. Januar 2020 wurde im Kurhaus Wiesbaden anläßlich des Neujahrsempfangs der FDP-Fraktion im hessischen Landtag Dr. Stefan Ruppert als Landesvorsitzender der FDP Hessen vor großem Publikum verabschiedet. Ruppert wechselte in die Wirtschaft zu Braun Melsungen und hat daher angekündigt nicht mehr als Landesvorsitzender zu kandidieren. Der Landesparteitag der FDP Hessen sollte als Präsenzveranstaltung am 14. und 15. November 2020 stattfinden. Als Kandidatin für die Nachfolge stand die stellvertretende Landesvorsitzende Bettina Stark-Watzinger bereit. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Präsenzparteitag abgesagt.

Die selbsternannte Digitalisierungspartei FDP – wir erinnern uns: „Digitalisierung first, Bedenken second“ – hat es für Ende März 2021 geschafft, einen hybriden Parteitag zu organisieren. Am Samstag, dem 27. März 2021, der digitale Teil, am Sonntag, dem 28. März 2021, eine Präsenzveranstaltung.

Bettina Stark-Watzinger ist neue Vorsitzende der Freien Demokraten in Hessen. Die 52 Jahre alte Volkswirtin und bisherige stellvertretende Vorsitzende wurde am Samstag, dem 27. März 2021, beim digitalen Landesparteitag der FDP mit 91,7 Prozent zur neuen Parteichefin gewählt. Sie löst den Oberurseler Dr. Stefan Ruppert ab, der seit dem Jahr 2014 Vorsitzender war und sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hatte. Ihm zollten die Delegierten Respekt und große Dankbarkeit für seinen enormen Einsatz und die Leistungen, die er für die Partei erbracht hat.

Neue stellvertretende Vorsitzende sind Wiebke Knell (79,8 Prozent) und Dr. Thorsten Lieb (73,9 Prozent). Moritz Promny wurde mit 74 Prozent als Generalsekretär bestätigt, Dr. Matthias Büger als Schatzmeister (83,4 Prozent). Neu im Präsidium sind Leonie Fliess (70,2 Prozent) und Max Grotepaß (80,4 Prozent). Als Mitglieder des Präsidiums bestätigt wurden Alexander Müller (82,7 Prozent) und Oliver Stirböck (78,5 Prozent).

Die Ergebnisse der digital durchgeführten Wahlen wurden am Sonntag, dem 28. März 2021, bei der Fortsetzung des Parteitags in Präsenz in Willingen bestätigt.
26.03.2021; FDP Hessen; in: Pressemitteilung, von Samstag, 27.03.2021, mit dem Titel „Bettina STARK-WATZINGER zur Parteichefin der FDP Hessen gewählt“; https://fdp-hessen.de/meldung/bettina-stark-watzinger-zur-parteichefin-der-fdp-hessen-gewaehlt/
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Wiesbaden: 20 Mio. Euro bei Grensill Bank

Gier frißt Hirn - auch bei Kommunen.  Foto: Peter Gaß frg/wiwo. WIESBADEN/DÜSSELDORF. 13. März 2021 – Die Bremer Greensill Bank hat mit Zinskonditionen für Guthaben geworben, die weit über dem Marktniveau liegen. Bei solchen Angeboten müsste man eigentlich stutzig werden. Da kann etwas nicht stimmen. Bei der Hausbank, mit der man seit Jahren und Jahrzehnten zusammenarbeiten und einen persönlichen Kontakt hat, zahlt man Negativzinsen. Bei einer anonymen Tochter eines australischen Konzern bekommt man fast 1,0 % Guthabenzinsen. Wie kann das sein?

Nicht nur Privatpersonen und Unternehmen haben sich von den unrealistisch hohen Zinsversprechen der Bremer Greensill Bank locken lassen, sondern auch rund 50 deutsche Kommunen. Darunter ist auch Wiesbaden. Die Landeshautstadt Wiesbaden hat nach Informationen der Wirtschaftswoche 20 Millionen Euro bei der Bremer Greensill Bank angelegt. 03.03.2021; Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin); in: Pressemitteilung, von Mittwoch, 03.03.2021, mit dem Titel „BaFin ordnet Moratorium über die Greensill Bank AG an“; https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Pressemitteilung/2021/pm_210303_Greensill.html; Lukas Zdrzalek, Cornelius Welp in: Der Bauernfänger; Wirtschaftswoche, 11/2021, Freitag, 13. März 2021; Seite 58 ff.
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Wiesbaden: Kommunalwahl am 14. März 2021

frg/lhwi. WIESBADEN. 4. Januar 2021 – Am Sonntag, dem 14. März 2021 fanden in Hessen Kommunalwahlen statt. Wie haben dazu in einem eigenen Beitrag über dieses Ereignis berichtet. Die Wiesbadener Parteien haben im 3. Quartal 2020 ihre Spitzenkandidaten gewählt.

Das Entsetzen über die Ergebnisse der Kommunalwahl 2016 ist bei der CDU in den Gesichtern abzulesen. Foto: Peter Gaß Die vorherige Kommunalwahl war am Sonntag, dem 6. März 2016. Sie führte bei der FDP und bei der AfD zu Jubel. Bei den anderen Parteien war in den Gesichtern Überraschung, Fassungslosigkeit, Entsetzen abzulese. Die Gespräche und Verhandlungen mit dem Ziel einer Kooperation – bewusst keine Koalition – zwischen SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen zogen sich sehr lange hin. Im einzelnen führte die Wahl im Jahr 2016 zu folgendem Ergebnis:

Wahlberechtigte 207.552
Wähler 90.081
Wahlbeteiligung 43,40 %
Ungültige Stimmen 3.803
Gültige Stimmen 6.667.126
In Wiesbaden hat jeder Wähler 81 Stimmen. Die Anzahl der gültigen Stimmen ist daher wesentlich höher als die Anzahl der Wahlberechtigten.

Von den gültigen Stimmen entfielen auf:

Partei Anzahl Stimmen Stimmenanteil
CDU 1.646.683 24,7 %
SPD 1.726.107 25,9 %
Bündnis 90/Die Grünen 938.103 14,1 %
Die Linke 416.542 6,2 %
FDP 656.040 9,8 %
PIRATEN 72.072 1,1 %
BIG 21.110 0,3 %
AfD 856.353 12,8 %
BLW 114.937 1,7 %
Freie Wähler 94.012 1,4 %
Alpha 56.917 0,9 %
ULW 68.250 1,0 %

28.12.2020; Ergebnisse 2016: Landeshauptstadt Wiesbaden; in: Pressemitteilung, von Freitag, 11.03.2016, mit dem Titel „Endgültige Ergebnisse der Kommunalwahlen vom 6. März 2016 in der Landeshauptstadt Wiesbaden“; https://www.wiesbaden.de/medien/rathausnachrichten/PM_Zielseite.php?showpm=true&pmurl=https://www.wiesbaden.de/guiapplications/newsdesk/publications/Landeshauptstadt_Wiesbaden/141010100000250219.php

Sport

Fussball: 6.500 Tote bei Stadionbau in Katar

Sport ist Mord - auch auf der Baustelle. Foto: Peter Gaß frg/wiwo. WIESBADEN/DÜSSELDORF. 19. März 2021 – 6.500 Menschen sind beim Bau der Stadien in Katar für die Fußballweltmeisterschaft der Männer im Jahr 2022 seit Beginn der Bauarbeiten ums Leben gekommen.
19.03.2021; in: Menschen der Woche; Gerdien Vloet, Chefin des Rasenherstellers Hendriks Graszoden; Wirtschaftswoche, 12/2021, Freitag, 19. März 2021; Seite 24.

Umwelt-, Klimaschutz

Deutsche verschwenden 18 Plastiktüten pro Jahr und Einwohner – damit ist ab 2022 Schluß

Nur wenige nutzen die Alternativen zur teuren Plastiktüte. Foto: Peter Gaß frg/bmu. WIESBADEN/BERLIN. 4. Januar 2021 – Früher hat mein keine Plastiktüten benötigt. Man hatte einen Korb, eine Tasche, einen Rucksack. Vor ca. 30 Jahren kamen die Stoffbeutel in Mode. Diese wurden häufig großzügig als Werbeträger verteilt. Jeder Bundesbürger muss demnach Dutzende von leichten Stoffbeuteln haben. Diese sind leicht, lassen sich zusammenfalten und sind waschbar. Und dennoch hängt der Deutsche Verbraucher an der Plastiktüte. Kurios: Er zahlt die an der Ladenkasse zu einem für den Gegenwert extrem hohen Preis. Doch 0,10, 0,50 oder 1,00 Euro schrecken ihn nicht. Er kauft sie, er nutzt sie, er wirft sie meist nach einmaligem Gebrauch achtlos weg. Alle Appelle an die Vernunft der letzten Jahrzehnte haben keine Früchte getragen. Das ist peinlich für den mündigen Bürger in einem Land, in dem die Jugend für sich reklamiert, Umwelt- und Klimaschutz ernst zu nehmen.

Seit dem 1. Januar 2022 gilt in Deutschland ein Verbot für Plastiktüten. Nach der Zustimmung des Bundestags hat am Mittwoch, dem 18. Dezember 2021, der Bundesrat eine entsprechende Änderung des Verpackungsgesetzes passieren lassen. Künftig dürfen leichte Plastiktüten mit Wandstärken von 15 bis 50 Mikrometern nicht mehr in Umlauf kommen. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland 1,49 Milliarden leichter Plastiktüten in Umlauf gebracht.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Lange haben wir darüber diskutiert, nun wird das Plastiktütenverbot Wirklichkeit. In den letzten Jahren haben Verbraucher sowie Händler immer öfter Alternativen zur Einweg-Plastiktüte getestet. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder, die Plastiktüte verschwindet mehr und mehr aus unserem Alltag. Jetzt ist die Zeit reif für ein komplettes Verbot. Damit geben wir der Plastiktüte den Rest und bringen den Verbrauch nachhaltig auf Null.“

Sehr leichte Plastiktüten, so genannte „Hemdchenbeutel“ von weniger als 15 Mikrometern, werden nicht verboten. Sie sorgen vor allem für einen hygienischen Umgang mit offenen und leicht verderblichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Fleisch- oder Wurstwaren. Für diesen Zweck gibt es noch keine gute Alternative. Daher kämen infolge eines Verbots womöglich mehr (Vor-)Verpackungen auf den Markt, was zu einer Zunahme des Verpackungsmülls führen würde. Viele Handelsketten verzichten schon heute auf Verpackungen für lose Produkte, wo es möglich ist. Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von mehr als 50 Mikrometern wiederum sind vergleichsweise stabil und werden daher typischerweise als abfallvermeidende Mehrwegtaschen verwendet.

In Deutschland wurden im Jahr 2019 noch 1,49 Milliarden leichte Plastiktüten mit Wandstärken unter 50 Mikrometern in Umlauf gebracht, das sind etwa 18 Plastiktüten pro Einwohner. Das sind rund 14 Prozent weniger als noch 2018. In den Obst- und Gemüseabteilungen der Supermärkte nutzten Kunden etwa drei Milliarden „Hemdchenbeutel“, das ist rund ein Prozent weniger als 2018. Das geht aus dem aktuellen Monitoringbericht der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) hervor, den der Handelsverband Deutschland vorlegt.
31.03.2021; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU); in: Pressemitteilung, von Freitag, 18.12.2020, mit dem Titel „Bundesrat macht Weg für Plastiktütenverbot frei“; https://www.bmu.de/pressemitteilung/bundesrat-macht-weg-fuer-plastiktuetenverbot-frei/
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Wirtschaft

Zukunft der real-Märkte

Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel geht weiter. Foto: Peter Gaß frg/real. WIESBADEN/DÜSSELDORF. 19. März 2021 – Es gab viele Spekulationen über die Zukunft der real-Märkte. Nach und nach klärt sich, wie es mit den einzelnen Standorten weitergeht. Das Unternehmen real veröffentlich auf seiner Website eine Liste. Wenn zu einem Standort eine Entscheidung getroffen wurde, wird der Standort und die Entscheidung in der Liste aufgeführt. Wenn ein Standort in der Liste nicht erscheint, gibt es dazu noch keine Entscheidung. Die Liste ist im Internet hier abrufbar: https://www.real-markt.de/presse/pressemitteilungen/standortabgaben/

Die real Geschäftsführung und der Gesamtbetriebsrat hatte sich im November 2021 sich auf einen Sozialplan für mehr als 90 Prozent aller bundesweit 269 real Standorte geeinigt. „Wir begrüßen die getroffene Vereinbarung, die unseren Mitarbeitern eine gute Absicherung bietet“, sagt Bojan Luncer, Vorsitzender der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der real GmbH. Werner Klockhaus, Vorsitzender des real Gesamtbetriebsrates, bewertet die Gespräche und das Ergebnis ebenfalls positiv: „In dieser überaus schwierigen Situation haben wir immer konstruktiv miteinander verhandelt und das bestmögliche Ergebnis für beide Seiten erzielt. Wir können mit dem Erreichten zufrieden sein.“

Die Geschäftsführung von real strebt weiterhin an, die Abgabe von Märkten möglichst im Rahmen eines Betriebsübergangs zu gewährleisten, um die Mitarbeiter abzusichern. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es zum Verlust von Arbeitsplätzen durch Schließungen von Märkten kommt, für die trotz der Anstrengungen aller beteiligten Parteien keine Perspektive erarbeitet werden konnte.

„Wir stehen zu unserer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern. Mit den jetzt getroffenen Vereinbarungen schaffen wir so viel Sicherheit wie möglich“, erklärt Bojan Luncer. „Wir freuen uns, eine faire Formel für die Berechnung von Abfindungssummen gefunden zu haben. Diese berücksichtigt sowohl den bisherigen Verdienst als auch die Dauer der Betriebszugehörigkeit.“ Zusätzlich zu den im Sozialplan geregelten Abfindungszahlungen hat sich die real GmbH dazu bereit erklärt, an jeden abfindungsberechtigten Arbeitnehmer einen Einmalbetrag in Höhe von jeweils 400,00 Euro brutto zu zahlen.

Der real Gesamtbetriebsrat wurde von 242 der 269 real Märkte (Stand: 13. Dezember 2020) mandatiert, stellvertretend für die lokalen Betriebsräte mit der Geschäftsführung einen Sozialplan auszuhandeln. Einmalig in der bundesdeutschen Einzelhandelsgeschichte verhandelte der Gesamtbetriebsrat somit für über 90 Prozent der Beschäftigten.

„Der nun verhandelte Sozialplan deckt alle eventuellen Veränderungen an einem Standort ab, bevor dieser an einen neuen Betreiber übergeben wird. Für alle anderen Fälle bleibt die bisher gültige Gesamtbetriebsvereinbarung auch weiterhin in Kraft. Somit werden keine Mitarbeiterin und kein Mitarbeiter von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts stehen“, erläutert Werner Klockhaus.
19.03.2021; real GmbH; in: Pressemitteilung, von Dienstag, 17.11.2020, mit dem Titel „real Märkte: Sozialplan schafft Sicherheit für Belegschaft“; https://www.real-markt.de/presse/pressemitteilungen/real-maerkte-sozialplan-schafft-sicherheit-fuer-belegschaft/;
real GmbH; in: Pressemitteilung, von Mittwoch, 17.03.2021, mit dem Titel „Standortangaben“; https://www.real-markt.de/presse/pressemitteilungen/standortabgaben/

Fotos: Peter Gaß, Stand: 31.03.2021 (q1: 28)